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Alltag & Rechner • Geprüfte Rechenlogik 2026/2027

Grundumsatz-rechner: Ruheumsatz berechnen

Wie viele Kalorien verbrennt dein Körper, wenn du den ganzen Tag nur im Bett liegen würdest? Diese Zahl heißt Grundumsatz – und der grundumsatz-rechner ermittelt sie aus deinem Alter, Geschlecht, Gewicht und deiner Größe. Du bekommst nicht nur eine Zahl, sondern den ehrlichen Vergleich der zwei wichtigsten Formeln der Ernährungsmedizin: Mifflin-St Jeor (der moderne Standard) und Harris-Benedict (der Klassiker) – inklusive der klaren Empfehlung, welche Formel für dich die richtige ist und warum die Ergebnisse leicht voneinander abweichen. Was der Grundumsatz *nicht* ist – nämlich dein Tagesbedarf und keine Zahl zum direkten Nach-Essen – erfährst du gleich mit dazu.

Interaktiver Grundumsatz-rechner

Offizieller BMF- & Gesetzesstand 2026/2027

Live-Berechnung
Jahre

Dein Alter (Jahre) – Zahlenfeld, 18–100

Geschlecht – Auswahl: weiblich / männlich

kg

Dein Gewicht (kg) – Zahlenfeld, 30–250, eine Nachkommastelle erlaubt

cm

Deine Körpergröße (cm) – Zahlenfeld, 130–230

Formel – Auswahl: Mifflin-St Jeor (empfohlen) / Harris-Benedict (revidiert 1984)

Berechnungsergebnis
Dein Grundumsatz
2.348,50 €

Exakt ermittelt nach Vorgaben 2026

Detaillierte Aufschlüsselung
Formel 642,80 €
Vergleichszeile 1.705,70 €
Effektiver Belastungssatz 27,4 %
Ergebnis exportieren:

„Schätzwert nach Mifflin-St Jeor / Harris-Benedict – ersetzt keine ärztliche oder Ernährungsberatung.

Auf den Punkt: Direkte Antwort

Der Grundumsatz (BMR, basal metabolic rate) ist die Energiemenge, die dein Körper in völliger Ruhe verbraucht – für Atmung, Herzschlag, Organfunktion und Körpertemperatur, gemessen nüchtern und bei neutraler Umgebungstemperatur. Die heute empfohlene Schätzformel ist Mifflin-St Jeor (1990): Männer: (10 × Gewicht in kg) + (6,25 × Größe in cm) − (5 × Alter) + 5; Frauen: dieselbe Rechnung minus 161 statt plus 5. Beispiel: Ein 30-jähriger Mann, 75 kg, 175 cm → 750 + 1.093,75 − 150 + 5 = 1.699 kcal/Tag. Der klassische Konkurrent Harris-Benedict (1919, revidiert 1984) liefert meist eine etwas höhere Zahl – im Beispiel 1.763 kcal, also rund 4 % mehr. Der Grundumsatz ist deine Untergrenze, nicht dein Tagesbedarf: Essen solltest du dich am Gesamtumsatz (Grundumsatz × Aktivität) orientieren – dafür gibt es den kalorien-rechner.

So funktioniert der grundumsatz-rechner

Der Rechner braucht vier Angaben von dir: Alter, Geschlecht, Gewicht und Körpergröße. Daraus schätzt er deinen Grundumsatz – also den Energieverbrauch deines Körpers im Ruhezustand, ohne jede Bewegung, ohne Verdauungsarbeit, ohne Wärmeregulation gegen Kälte oder Hitze.

In der Praxis wird der Grundumsatz unter streng definierten Bedingungen gemessen (morgens, nüchtern seit mindestens 12 Stunden, liegend, bei angenehmer Raumtemperatur); die Formeln liefern die Schätzung dazu für den Alltag.

Standardmäßig rechnet diese Seite mit Mifflin-St Jeor – der Gleichung, die von der Academy of Nutrition and Dietetics (früher American Dietetic Association) als bester Schätzer des Ruheumsatzes für die Allgemeinbevölkerung empfohlen wird:

Formel
Männer (10 × kg) + (6,25 × cm) − (5 × Alter) + 5
Frauen (10 × kg) + (6,25 × cm) − (5 × Alter) − 161

Warum bekommen Frauen 161 abgezogen? Weil Frauen im Schnitt einen höheren Körperfettanteil und weniger Muskelmasse haben als Männer – und Muskelgewebe deutlich mehr Energie verbraucht als Fettgewebe.

Die Konstante bildet diesen Unterschied pauschal ab; sie ist keine Wertung, sondern Statistik.

Optional kannst du auf Harris-Benedict umschalten – dazu gleich mehr im Vergleich. Was der Rechner bewusst nicht tut: deinen Tagesbedarf ausrechnen.

Dafür fehlt die wichtigste Zutat – deine Bewegung. Der Grundumsatz ist der größte Einzelposten deines Energieverbrauchs, aber eben nur ein Posten: Gesamtumsatz = Grundumsatz × Aktivitätslevel (PAL).

Diese zweite Hälfte der Rechnung gehört auf die Seite des kalorien-rechners.

Mifflin oder Harris-Benedict: welche Formel passt zu dir?

Hier der direkte Vergleich – die ehrliche Entscheidungshilfe, die andere Seiten schuldig bleiben:

Mifflin-St Jeor (1990) Harris-Benedict (revidiert 1984)
Männer (10 × kg) + (6,25 × cm) − (5 × Alter) + 5 88,362 + (13,397 × kg) + (4,799 × cm) − (5,677 × Alter)
Frauen (10 × kg) + (6,25 × cm) − (5 × Alter) − 161 447,593 + (9,247 × kg) + (3,098 × cm) − (4,330 × Alter)
Alter der Formel 1990, an moderner Bevölkerung validiert 1919, 1984 revidiert (Roza & Shizgal)
Tendenz gilt als präzisester Schätzer für heute überschätzt den gemessenen Wert im Schnitt um ca. 5 %
Stärken einfach, robust, aktuelle Empfehlung jahrzehntelanger Standard, gute Vergleichbarkeit mit alten Studien

Die Empfehlung ist eindeutig: Nimm Mifflin-St Jeor – es ist der moderne Standard und liefert für die heutige Bevölkerung die treffsichersten Schätzungen. Deshalb rechnet der grundumsatz-rechner standardmäßig mit Mifflin-St Jeor – auf Harris-Benedict schaltest du nur zum Vergleichen um.

Harris-Benedict nimmst du, wenn du deine Zahl mit älteren Studien, alten Rechnern oder ärztlichen Unterlagen vergleichen willst, die noch mit HB gearbeitet haben. Der Unterschied ist kein Fehler, sondern Methodik: Zwei verschiedene Gleichungen, an zwei verschiedenen Bevölkerungen zu zwei verschiedenen Zeiten entwickelt, liefern zwei leicht verschiedene Schätzungen desselben Werts.

Achtung, Verwechslungsgefahr: Es kursieren zwei Harris-Benedict-Versionen. Die Originalformel von 1919 rechnet mit anderen Konstanten (Männer: 66,47 + 13,7 × kg + 5 × cm − 6,8 × Alter; Frauen: 655,1 + 9,6 × kg + 1,8 × cm − 4,7 × Alter), die revidierte von 1984 mit den oben genannten (88,362 …).

Viele Webseiten mischen beide. Diese Seite verwendet ausschließlich die revidierte 1984er-Version – und sagt das auch dazu.

Und für Sportler? Wer seinen Körperfettanteil kennt, bekommt mit Katch-McArdle (Grundumsatz = 370 + 21,6 × fettfreie Masse in kg) die präziseste Schätzung – weil sie nicht das Gesamtgewicht, sondern nur die stoffwechselaktive Masse zählt.

Dafür brauchst du eine Körperfettmessung (Caliper, BIA-Waage oder DEXA); den Anteil selbst schätzt dir der koerperfett-rechner. Für alle anderen bleibt Mifflin die beste Wahl.

Was ändert sich 2026 / 2027?

Nichts – und das ist bei einem physiologischen Standard eine gute Nachricht. Die Mifflin-St-Jeor-Gleichung ist seit 1990 unverändert, die revidierte Harris-Benedict-Gleichung seit 1984; es gibt keine Gesetzeslage, keine Behörde und keine anstehende Revision, die daran etwas ändern würde.

Für 2027 ist keine neue Formel, keine neue Empfehlung und keine Änderung der Referenzwerte angekündigt – das haben wir vor Veröffentlichung dieser Seite live geprüft. Was sich weiterentwickelt, ist die Forschung um die Formeln: Studien bestätigen immer wieder, dass individuelle Abweichungen von ±10–20 % normal sind (Genetik, Muskelmasse, Hormone) und dass keine Gleichung eine echte Messung (indirekte Kalorimetrie) ersetzt.

An den Konstanten selbst rüttelt das nicht. Stand: Oktober 2026. Für vertiefende Berechnungen können Sie direkt den Kalorien-Rechner: vom Grundumsatz zum Tagesbedarf heranziehen.

Beispielrechnung

Nehmen wir Thomas, 30 Jahre, 75 kg, 175 cm – einmal mit beiden Formeln, damit du den Unterschied siehst.

Mifflin-St Jeor (Männer):
(10 × 75) + (6,25 × 175) − (5 × 30) + 5
= 750 + 1.093,75 − 150 + 5 = 1.698,75 → 1.699 kcal/Tag

Harris-Benedict, revidiert 1984 (Männer):
88,362 + (13,397 × 75) + (4,799 × 175) − (5,677 × 30)
= 88,362 + 1.004,775 + 839,825 − 170,31 = 1.762,65 → 1.763 kcal/Tag

Differenz: 64 kcal – Harris-Benedict liegt rund 3,8 % höher, genau wie die Fachliteratur es beschreibt (Tendenz zur Überschätzung um ca. 5 %). Für Thomas' Ernährungsplanung ist das kein Drama: Beide Zahlen liegen im selben Korridor, und die anschließende Kalibrierung über den Gewichtstrend (siehe kalorien-rechner) bügelt die Differenz ohnehin glatt.

Und ein Frauen-Beispiel zur Kontrolle: Lena, 30 Jahre, 65 kg, 170 cm. Mifflin: (10 × 65) + (6,25 × 170) − (5 × 30) − 161 = 650 + 1.062,5 − 150 − 161 = 1.401,5 → 1.402 kcal/Tag.

Beachte: Trotz ähnlicher Größe liegt Lenas Grundumsatz fast 300 kcal unter Thomas' – Geschlecht, Gewicht und die −161-Konstante machen den Unterschied. Genau deshalb sind Pauschalwerte („Frauen brauchen 2.000 kcal") so irreführend.

Typische Fehler

  1. Den Grundumsatz als Essens-Ziel nehmen.

Der gefährlichste Irrtum: „Mein Grundumsatz sind 1.500 kcal, also esse ich 1.500 kcal." Nein – der Grundumsatz ist der Verbrauch in völliger Ruhe, also deine absolute Untergrenze. Wer dauerhaft nur seinen Grundumsatz isst, fährt den Körper auf Sparflamme: Muskelabbau, Nährstoffmängel, Jo-Jo-Effekt.

Die Essens-Zahl ist der Gesamtumsatz (oder die Abnehm-Bande darunter).

  1. Original- und revidierte Harris-Benedict-Formel vermischen.

66,47 oder 88,362? 13,7 oder 13,397?

Wer Konstanten aus zwei Versionen kombiniert, rechnet Müll. Diese Seite nutzt ausschließlich die revidierte 1984er-Version – wenn du anderswo rechnest, prüfe, welche Version dort steht.

  1. Einheiten verwechseln.

Die Formeln erwarten Kilogramm und Zentimeter. Wer Pfund oder Zoll eingibt (oder einen US-Rechner ohne Umrechnung nutzt), bekommt absurde Werte.

Faustregel zur Plausibilisierung: Der Grundumsatz eines Erwachsenen liegt grob bei 1 kcal pro kg Körpergewicht und Stunde – also etwa 1.400–1.900 kcal/Tag bei den meisten Erwachsenen.

  1. Das Ergebnis als Messung lesen. Auch der grundumsatz-rechner misst deinen Stoffwechsel nicht – alle Formeln schätzen nur. Individuelle Abweichungen von ±10–20 % sind normal (Muskelmasse, Genetik, Hormone, Gesundheit). Die Zahl ist ein Startwert, keine Diagnose deines Körpers.

  2. Alter oder Gewicht schätzen statt messen. Fünf Kilo „gefühltes" Gewicht oder ein um drei Jahre geschöntes Alter verfälschen das Ergebnis um 50–100 kcal. Wiege dich, miss deine Größe – die Formeln sind nur so ehrlich wie deine Eingaben.

  3. Den Grundumsatz mit dem BMI verwechseln. Zwei völlig verschiedene Konzepte: Der BMI (bmi-rechner) setzt Gewicht und Größe ins Verhältnis und ordnet dich in Kategorien ein; der Grundumsatz schätzt deinen Energieverbrauch. Eine Zahl sagt nichts über die andere aus.

Sonderfälle / Ausnahmen

Sportler mit viel Muskelmasse: Standardformeln unterschätzen hier tendenziell, weil sie nur das Gesamtgewicht kennen. Mit bekanntem Körperfettanteil ist Katch-McArdle (370 + 21,6 × fettfreie Masse) genauer – siehe Vergleich oben.

Fieber und akute Krankheit: Der Energieverbrauch steigt bei Fieber deutlich an – der Ruhe-Grundumsatz aus gesunden Tagen gilt dann nicht. In dieser Phase ist die Formel nur eine grobe Orientierung.

Schwangerschaft: Der Grundumsatz steigt, besonders im letzten Drittel. Die Standardformeln sind dafür nicht validiert – lass dich ärztlich beraten, statt selbst zu rechnen. Zur optimalen Gesamtplanung empfiehlt sich ergänzend unser praktischer BMI-Rechner.

Medikamente und Schilddrüse: Schilddrüsenhormone, manche Psychopharmaka und andere Medikamente verschieben den Stoffwechsel spürbar. Bei Neueinstellung oder Dosisänderung ist jede berechnete Zahl mit Vorsicht zu genießen.

Hohes Alter (70+): Mit den Jahren sinkt der Grundumsatz – pro Jahrzehnt nach dem 20. Lebensjahr grob um einige Prozent, hauptsächlich durch Muskelabbau (Sarkopenie).

Die Formeln bilden den Alterstrend ab, aber individuelle Unterschiede werden im Alter größer; Krafttraining ist das wirksamste Gegenmittel.

Sehr kleine oder sehr große Menschen: Die Gleichungen wurden an durchschnittlichen Bevölkerungen entwickelt – bei extremen Körpergrößen wird die Schätzung unschärfer. Auch hier gilt: Startwert nehmen, über den Alltag kalibrieren.

Was bedeutet das Ergebnis für dich?

Dein Ergebnis ist eine Zahl in kcal/Tag – und eine Untergrenze, kein Tagesziel. So ordnest du sie richtig ein:

  1. Verstehe, was die Zahl ist. Dein Grundumsatz ist der Energieverbrauch deines Körpers in völliger Ruhe. Alles, was du darüber hinaus tust – aufstehen, arbeiten, Sport, verdauen – kommt obendrauf. Deshalb liegt dein echter Tagesbedarf immer deutlich höher.

  2. Rechne weiter zum Tagesbedarf.

Die Formel dafür: Tagesbedarf = Grundumsatz × PAL (Aktivitätslevel). Genau diese zweite Hälfte – PAL-Tabelle, Ziel-Banden für Abnehmen, Halten und Zunehmen – liefert dir der kalorien-rechner.

Der Grundumsatz allein beantwortet nie die Frage „Wie viel darf ich essen?".

  1. Nutze die Zahl als Anker, nicht als Gesetz.

Liegt dein Ergebnis bei 1.600 kcal, weißt du: Darunter solltest du dauerhaft nicht essen. Darüber beginnt dein echter Bedarf.

Beobachtest du über Wochen, dass dein Gewicht bei einer bestimmten Zufuhr stabil bleibt, hast du deinen wahren Wert gefunden – die Formel war nur der Startpunkt.

  1. Bei Auffälligkeiten zum Arzt.

Fühlst du dich trotz „normaler" Zahlen ständig erschöpft, nimmst du ohne erkennbaren Grund zu oder ab, oder liegt dein Ergebnis weit außerhalb des Plausibilitätsbereichs (unter ~1.200 oder über ~2.500 kcal bei durchschnittlicher Statur)? Dann gehört das in ärztliche Abklärung – Schilddrüse, Medikamente und Erkrankungen sieht keine Formel.

Der Grundumsatz ist der ehrlichste Startwert der Ernährungsplanung – aber eben nur der Start. Wer ihn mit dem Tagesbedarf verwechselt, plant an seinem eigenen Körper vorbei.

Mathematische Formel-Spezifikation

Exakte Berechnungsvorschrift nach Gesetzesgrundlage

**Eingaben:** `alter` (Int, 18–100), `geschlecht` ∈ {w, m}, `gewicht_kg` (Float, 30–250), `groesse_cm` (Float, 130–230), `formel` ∈ {mifflin, harris_benedict_1984} (Standard: mifflin). **Mifflin-St Jeor (Quelle: Mifflin et al. 1990; empfohlen von der Academy of Nutrition and Dietetics):** - Männer: `gu = 10 × gewicht_kg + 6,25 × groesse_cm − 5 × alter + 5` - Frauen: `gu = 10 × gewicht_kg + 6,25 × groesse_cm − 5 × alter − 161` **Harris-Benedict, revidiert 1984 (Quelle: Roza & Shizgal 1984):** - Männer: `gu = 88,362 + 13,397 × gewicht_kg + 4,799 × groesse_cm − 5,677 × alter` - Frauen: `gu = 447,593 + 9,247 × gewicht_kg + 3,098 × groesse_cm − 4,330 × alter` - Ausschließlich diese Konstanten verwenden – nicht die Originalwerte von 1919 (66,47 / 13,7 / 5 / 6,8 bzw. 655,1 / 9,6 / 1,8 / 4,7). **Ausgabe:** kaufmännisch auf ganze kcal gerundet; optional Vergleichswert der jeweils anderen Formel. **Annahmen (dokumentiert):** Formeln validiert für Erwachsene 18+ ohne akute Erkrankung, ohne Fieber, nicht schwanger; kein Ersatz für die indirekte Kalorimetrie (Messung). Individuelle Abweichung ±10–20 % ist normal und kein Rechenfehler. Kein PAL, keine Tagesbedarfs-Rechnung in diesem Modul (gehört zum kalorien-rechner). **Prüfwerte (Pflicht-Testfälle):** Mann, 30 J., 75 kg, 175 cm → Mifflin **1.699 kcal**, HB 1984 **1.763 kcal**. Frau, 30 J., 65 kg, 170 cm → Mifflin **1.402 kcal** (650 + 1.062,5 − 150 − 161 = 1.401,5). Frau, 40 J., 75 kg, 170 cm → Mifflin **1.452 kcal** (750 + 1.062,5 − 200 − 161 = 1.451,5).

Häufig gestellte Fragen (FAQ)

Alles Wissenswerte zu Voraussetzungen, Gesetzen und Besonderheiten

1 Was ist der Unterschied zwischen Grundumsatz, Ruheumsatz und Leistungsumsatz?

Grundumsatz und Ruheumsatz meinen praktisch dasselbe: den Energieverbrauch in völliger Ruhe. Der Leistungsumsatz ist alles darüber hinaus – jede Bewegung, jede Arbeit, jeder Sport. Grundumsatz plus Leistungsumsatz ergibt den Gesamtumsatz, also deinen echten Tagesbedarf.

2 Welche Formel für den Grundumsatz ist am genauesten?

Für die Allgemeinbevölkerung gilt Mifflin-St Jeor (1990) als präzisester Schätzer – das empfiehlt auch die Academy of Nutrition and Dietetics. Harris-Benedict (revidiert 1984) ist der etablierte Klassiker, überschätzt aber im Schnitt um etwa 5 %. Wer seinen Körperfettanteil kennt, bekommt mit Katch-McArdle die individuellste Zahl.

3 Warum gibt es zwei verschiedene Harris-Benedict-Formeln?

Die Originalformel stammt von 1919, die revidierte von Roza und Shizgal aus dem Jahr 1984 – mit anderen Konstanten (z. B. 88,362 statt 66,47 bei Männern). Viele Webseiten vermischen beide Versionen. Diese Seite verwendet ausschließlich die revidierte 1984er-Fassung; wenn du anderswo rechnest, prüfe immer, welche Version dort steht.

4 Ist mein Grundumsatz zu niedrig?

Vergleiche zuerst ehrlich: Liegt dein Wert im Plausibilitätsbereich (grobe Faustregel: etwa 1 kcal pro kg Körpergewicht und Stunde, also rund 1.400–1.900 kcal/Tag bei den meisten Erwachsenen)? Deutliche Abweichungen nach unten bei normaler Statur können auf starkes Kaloriendefizit in der Vergangenheit, Muskelabbau oder Erkrankungen (z. B. Schilddrüsenunterfunktion) hindeuten – das gehört ärztlich abgeklärt, nicht in Eigenregie „repariert".

5 Kann man den Grundumsatz erhöhen?

Ja, aber nur über einen Weg, der wirklich zählt: mehr Muskelmasse. Muskeln verbrauchen in Ruhe deutlich mehr Energie als Fettgewebe – Krafttraining ist deshalb das wirksamste Mittel. Crash-Diäten bewirken das Gegenteil: Sie kosten Muskeln und senken den Grundumsatz über Wochen (adaptiver Thermogenese-Effekt). Kaffee, scharfes Essen oder „Stoffwechsel-Tees" haben allenfalls homöopathische Effekte.

6 Sinkt der Grundumsatz im Alter wirklich?

Ja – nach dem 20. Lebensjahr sinkt er pro Jahrzehnt um einige Prozent, hauptsächlich weil Muskelmasse abgebaut wird (Sarkopenie). Die Formeln bilden das über den Altersterm ab (minus 5 kcal pro Lebensjahr bei Mifflin). Gute Nachricht: Der Effekt ist zu einem großen Teil auf den Muskelverlust zurückzuführen – und damit über Krafttraining beeinflussbar, nicht reines Schicksal.

7 Warum wird bei Frauen 161 abgezogen?

Weil Frauen im Durchschnitt einen höheren Körperfettanteil und weniger Muskelmasse haben als Männer – und Muskelgewebe in Ruhe deutlich mehr Energie verbraucht als Fett. Die −161 (bzw. +5 bei Männern) ist eine statistische Pauschale aus der Validierungsstudie von 1990, keine individuelle Messung deines Körpers.

8 Gilt die Formel auch für Kinder und Jugendliche?

Nein. Wachsende Körper haben einen anderen Stoffwechsel und folgen eigenen Referenzgleichungen (z. B. nach Schofield oder den DGE-Altersstufen). Diese Seite und ihre Formeln gelten für Erwachsene ab 18 Jahren.

9 Warum zeigen verschiedene Online-Rechner verschiedene Werte an?

Meist aus drei Gründen: Erstens nutzen sie verschiedene Formeln (Mifflin vs. Harris-Benedict vs. veraltete Varianten). Zweitens vermischen manche die Harris-Benedict-Versionen von 1919 und 1984. Drittens runden sie unterschiedlich oder fragen nach anderen Eingaben. Vergleiche deshalb immer nur Rechner, die dieselbe Formel nennen – oder nimm gleich Mifflin-St Jeor als Referenz.

Geprüfte Quellen & Rechtsgrundlagen

  • • Mifflin, M. D. et al. (1990): „A new predictive equation for resting energy expenditure in healthy individuals" – Konstanten 10 / 6,25 / 5 / +5 bzw. −161 (zitiert nach Fachliteratur und Rechner-Dokumentationen)
  • • Roza, A. M. & Shizgal, H. M. (1984): Revision der Harris-Benedict-Gleichung – Konstanten 88,362 / 13,397 / 4,799 / 5,677 bzw. 447,593 / 9,247 / 3,098 / 4,330 (zitiert nach Fachliteratur und Rechner-Dokumentationen)
  • • Harris, J. A. & Benedict, F. G. (1919): Originalgleichung – Konstanten 66,47 / 13,7 / 5 / 6,8 bzw. 655,1 / 9,6 / 1,8 / 4,7 (zur Abgrenzung)
  • • Academy of Nutrition and Dietetics (vormals American Dietetic Association): Empfehlung von Mifflin-St Jeor als bester Schätzer des Ruheumsatzes (zitiert nach Rechner-Dokumentationen)
  • • miniwebtool.com/de/bmr-rechner/: Formelübersicht Mifflin/Harris-Benedict, BMR-vs-TDEE-Abgrenzung, PAL-Stufen
  • • calculatoria.net/de/rechner/bmr/: Beispielrechnung Mann 30 J./75 kg/175 cm → 1.698,75 kcal, Einflussfaktoren Alter/Geschlecht/Muskelmasse
  • • marathonfitness.de: Harris-Benedict-Originalformel, Grobschätzung 1 kcal/kg/h
  • • calculator.net/bmr-calculator: Gleichungen im Überblick, Variablen-Erläuterungen (Muskelmasse, Alter, Genetik, Ernährung)