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Alltag & Rechner • Geprüfte Rechenlogik 2026/2027

Rabatt-Rechner: Rabatte berechnen leicht gemacht

30 % auf 249 € – was zahlst du am Ende wirklich? Und sind 20 % plus weitere 10 % wirklich 30 % Rabatt? Solche Fragen entscheiden darüber, ob ein Sale-Angebot ehrlich ist oder nur so aussieht. Mit dem rabatt-rechner rechnest du jeden Nachlass in Sekunden nach: Endpreis und Ersparnis, den echten Rabattsatz aus zwei Preisen, den Originalpreis aus dem Sale-Preis zurück – und gestaffelte Rabatte, die sich eben nicht einfach addieren. Gratis, ohne Anmeldung, mit nachvollziehbarem Rechenweg.

Interaktiver Rabatt-Rechner

Offizieller BMF- & Gesetzesstand 2026/2027

Live-Berechnung
€

Modus: Originalpreis (€) Platzhalter z. B. 249, Rabatt (%) Platzhalter z. B. 30

€

Modus: Originalpreis (€) Platzhalter z. B. 199, Reduzierter Preis (€) Platzhalter z. B....

€

Modus: Endpreis (€) Platzhalter z. B. 84, Rabattsatz (%) Platzhalter z. B. 30

Originalpreis (€) Platzhalter z. B. 200, Rabatt Stufe 1 (%) / Stufe 2 (%) / Stufe 3 (%)...

€

Modus: Rechnungsbetrag (€) Platzhalter z. B. 1190, Skontosatz (%) Platzhalter z. B. 2

Berechnungsergebnis
Endpreis
2.348,50 €

Exakt ermittelt nach Vorgaben 2026

Detaillierte Aufschlüsselung
Ersparnis 642,80 €
Echter Rabattsatz 1.705,70 €
Effektiver Belastungssatz 27,4 %
Ergebnis exportieren:

„Alle Angaben ohne Gewähr. Dieser Rechner ersetzt keine Kauf- oder Steuerberatung.

Auf den Punkt: Direkte Antwort

Ein Rabatt verbindet drei Größen: den Originalpreis, den Rabattsatz in Prozent und den Endpreis. Die zwei Kernformeln lauten: Ersparnis = Originalpreis × Rabattsatz ÷ 100 und Endpreis = Originalpreis × (1 − Rabattsatz ÷ 100) – zum Beispiel kosten 249 € mit 30 % Rabatt genau 249 × 0,70 = 174,30 €, die Ersparnis beträgt 74,70 €. Kennst du nur Endpreis und Rabattsatz, rechnest du rückwärts: Originalpreis = Endpreis ÷ (1 − Rabattsatz ÷ 100). Zwei Rabatte nacheinander multiplizieren sich: 20 % und dann 10 % ergeben 0,80 × 0,90 = 0,72, also 28 % Gesamtrabatt – nicht 30 %. (Stand: Oktober 2026)

So funktioniert der rabatt-rechner

Der Rechner kennt fünf Aufgaben, die beim Einkaufen und im Geschäftsalltag ständig vorkommen. Du wählst den Modus, gibst zwei Werte ein – den Rest übernimmt die Formel.

  1. Endpreis & Ersparnis – „Was kostet es nach x % Rabatt?" Formeln: Ersparnis = Preis × r ÷ 100 und Endpreis = Preis − Ersparnis. Beispiel: 30 % auf 249 € → Ersparnis 74,70 €, Endpreis 174,30 €. Der Standardmodus für jedes Sale-Schild.

  2. Rabattsatz aus zwei Preisen – „Wie viel Prozent spare ich wirklich?" Formel: r = (Originalpreis − Endpreis) ÷ Originalpreis × 100.

Beispiel: Statt 199 € nur 149 € → (199 − 149) ÷ 199 × 100 = 25,1 %. Damit prüfst du jedes „statt"-Preis-Versprechen nach – mehr dazu unter „Typische Fehler".

  1. Originalpreis zurückrechnen – „Was hat es vor dem Rabatt gekostet?" Formel: Originalpreis = Endpreis ÷ (1 − r ÷ 100). Beispiel: 84 € nach 30 % Rabatt → 84 ÷ 0,70 = 120 €. Praktisch, wenn nur der Sale-Preis und der Rabattsatz dastehen.

  2. Staffelrabatt – „Erst 20 %, dann nochmal 10 % – was bleibt?" Formel: Endpreis = Preis × (1 − r₁ ÷ 100) × (1 − r₂ ÷ 100).

Beispiel: 200 €, erst 20 %, dann 10 % → 200 × 0,80 × 0,90 = 144 €. Der Gesamtrabatt beträgt 28 %, nicht 30 % – die zweite Stufe bezieht sich immer auf den bereits reduzierten Preis.

Bis zu drei Stufen lassen sich so verketten.

  1. Skonto-Modus – „Was spare ich bei schneller Zahlung?" Skonto ist der kleine Bruder des Rabatts: ein Nachlass für zügiges Bezahlen einer Rechnung.

Formel: Zahlbetrag = Rechnungsbetrag × (1 − Skontosatz ÷ 100). Üblich sind – als branchenübliche Größenordnung, keine feste Regel – 2 % bis 3 % Skonto bei Zahlung innerhalb von 8 bis 14 Tagen, das eigentliche Zahlungsziel liegt oft bei 30 Tagen (Beispiel: „14 Tage 2 % Skonto, 30 Tage netto").

Beispiel: 1.190 € Rechnung, 2 % Skonto → 1.190 × 0,98 = 1.166,20 €, Ersparnis 23,80 €. Für Skonto mit Fristen-Vergleich und Effektivzins schau dir zusätzlich den Skonto-Rechner an.

Alle Ergebnisse zeigt der Rechner auf zwei Nachkommastellen, kaufmännisch gerundet. Der Lösungsweg steht unter jedem Ergebnis.

Was ändert sich 2026 / 2027?

Die Rabatt-Mathematik ist zeitlos: Formeln wie Endpreis = Preis × (1 − r ÷ 100) ändern sich nie, und es ist keine Gesetzesänderung angekündigt, die daran für 2027 etwas ändern würde.

Was stabil bleibt, sind auch die steuerlichen Eckwerte rund um den Rabatt: Die Umsatzsteuer liegt bei 19 % Regelsatz und 7 % ermäßigtem Satz (§ 12 UStG, Stand: Oktober 2026). Wichtig für dich: Der ausgezeichnete Preis im Laden ist fast immer der Bruttopreis – der Rabatt wird von diesem Bruttobetrag abgezogen.

Beim Skonto im B2B-Bereich mindert der Nachlass dagegen die Bemessungsgrundlage der Umsatzsteuer (allgemeine Info – für die korrekte Verbuchung frag deine Steuerberatung). Für vertiefende Berechnungen können Sie direkt den prozent-rechner heranziehen.

Ebenfalls unverändert gilt die 30-Tage-Regel für „statt"-Preise: Wer mit einer Preisermäßigung gegenüber einem früheren Preis wirbt, muss als Vergleichspreis den niedrigsten Preis der letzten 30 Tage nennen (§ 11 PAngV, gilt seit Mai 2022). Daran hat sich 2026 nichts geändert, und für 2027 ist keine Änderung angekündigt.

Diese Seite aktualisieren wir nur, wenn sich an den genannten Sätzen oder Regeln etwas ändert.

Beispielrechnung

Nehmen wir einen echten Sale-Fall mit Staffelung: Kopfhörer kosten regulär 249 €. Im Sale gibt es 30 % Rabatt – und mit einem Newsletter-Gutschein nochmal 10 % auf den reduzierten Preis. Was zahlst du, und wie hoch ist der echte Gesamtrabatt?

Schritt 1: Erste Stufe (30 %). Ersparnis = 249 × 30 ÷ 100 = 74,70 €. Zwischenpreis = 249 − 74,70 = 174,30 €. Alternativ direkt: 249 × 0,70 = 174,30 €.

Schritt 2: Zweite Stufe (10 % auf den reduzierten Preis). Endpreis = 174,30 × 0,90 = 156,87 €. Wichtig: Die 10 % beziehen sich auf 174,30 €, nicht auf 249 € – das sind 17,43 €, keine 24,90 €.

Schritt 3: Gesamtbilanz. Gesamtersparnis = 249 − 156,87 = 92,13 €. Echter Rabattsatz = 92,13 ÷ 249 × 100 = 37,0 %. Wer naiv 30 % + 10 % = 40 % addiert hätte, läge um 3 Prozentpunkte daneben – bei 249 € sind das 7,47 €.

Schritt 4: „Statt"-Preis prüfen. Würbe der Händler mit „statt 329 €", prüfst du: (329 − 156,87) ÷ 329 × 100 = 52,3 % behaupteter Rabatt. Ob die 329 € als niedrigster Preis der letzten 30 Tage stimmen, sagt dir die 30-Tage-Regel – im Zweifel hilft ein Preisvergleich.

Mit dem rabatt-rechner gehst du alle vier Schritte in einem Durchgang – der Lösungsweg zeigt dir jede Stufe einzeln.

Typische Fehler

Fehler 1: Rabatte addieren statt multiplizieren. Der Klassiker: 20 % und dann 10 % sind nicht 30 %, sondern 28 % (0,80 × 0,90 = 0,72).

Bei drei Stufen – etwa 30 %, 10 % und 5 % – sind es 0,70 × 0,90 × 0,95 = 0,5985, also 40,15 % statt gefühlter 45 %. Rechne Staffeln immer als Kette.

Fehler 2: Dem „statt"-Preis blind vertrauen. Ein überhöhter Vergleichspreis lässt jeden Rabatt groß aussehen.

Prüfe erstens mit dem Rückrechnungs-Modus, ob der behauptete Prozentsatz überhaupt zu den zwei Preisen passt, und zweitens, ob der Vergleichspreis realistisch ist – seit Mai 2022 muss es der niedrigste Preis der letzten 30 Tage sein (§ 11 PAngV). Auffällig runde „statt"-Preise sind ein Warnsignal.

Fehler 3: Rabatt auf den falschen Preis beziehen. Im Einzelhandel ist der ausgezeichnete Preis der Bruttopreis inklusive Steuer – der Rabatt wird davon abgezogen, fertig.

Fehler passieren, wenn jemand erst 19 % „rausrechnet" und dann den Rabatt auf den Nettobetrag anwendet: Das ergibt einen anderen (falschen) Endpreis. Reihenfolge im Laden: Rabatt auf Brutto.

Nur im B2B-Skonto spielt die Netto-Betrachtung eine Rolle (siehe Sonderfälle).

Fehler 4: Prozentpunkte mit Prozent verwechseln. „10 Prozentpunkte mehr Rabatt" ist nicht „10 % mehr Rabatt": Von 20 % auf 30 % Rabatt sind es 10 Prozentpunkte, aber 50 % mehr Nachlass relativ. Händler werben gern mit der größeren Zahl – rechne immer in Euro um.

Fehler 5: Die Skonto-Frist verpassen. Skonto gibt es nur innerhalb der genannten Frist – ein Tag zu spät, und der volle Rechnungsbetrag ist fällig.

Üblich sind 8 bis 14 Tage für 2–3 %; das Zahlungsziel ohne Abzug liegt meist bei 30 Tagen. Lege dir bei jeder Rechnung mit Skonto sofort eine Erinnerung an.

Fehler 6: Versand und Mindestbestellwert vergessen. Der Endpreis der Ware ist nicht der Endpreis deines Einkaufs: 15 € Versandkosten oder ein Mindestbestellwert können einen 10-%-Gutschein komplett auffressen. Vergleiche Angebote immer auf Basis des Gesamtbetrags an der Kasse.

Sonderfälle / Ausnahmen

100 % Rabatt: Mathematisch kein Problem – Endpreis 0 €. Kommt vor bei Gutscheinen, die einen Artikel komplett übernehmen, oder „2 für 1"-Aktionen (effektiv 50 % auf den Stückpreis). Der Rechner akzeptiert Rabattsätze von 0 % bis 100 %. Zur optimalen Gesamtplanung empfiehlt sich ergänzend unser praktischer skonto-rechner.

Rabatt über 100 %: Gibt es im Handel nicht – niemand zahlt dir Geld dafür, dass du etwas mitnimmst. Eingaben über 100 % meldet der Rechner als Fehler.

Skonto und Umsatzsteuer (allgemeine Info): Anders als der Ladenrabatt wird Skonto in der Regel vom Bruttorechnungsbetrag abgezogen und mindert anschließend die Bemessungsgrundlage für die Umsatzsteuer. Beispiel: 1.190 € brutto, 2 % Skonto → 23,80 € Nachlass, die Steuer wird auf 1.166,20 € berechnet.

Das ist eine allgemeine Information zur Systematik – wie du Skonto korrekt verbuchst, kläre mit deiner Steuerberatung.

B2B-Konditionen (allgemeine Info): Im Geschäftsverkehr stehen Rabatte oft in den Zahlungsbedingungen, zum Beispiel „14 Tage 2 % Skonto, 30 Tage netto" oder gestaffelte Mengenrabatte ab bestimmten Abnahmemengen. Solche Konditionen sind frei verhandelbar – es gibt keinen gesetzlichen Anspruch auf einen bestimmten Satz.

Der Rechner bildet jede dieser Vereinbarungen ab, er prüft aber nicht, ob sie für dich vorteilhaft ist.

Mengen- und Treuerabatte: Viele Händler staffeln nach Stückzahl (z. B. ab 10 Stück 5 %, ab 50 Stück 10 %). Das ist mathematisch derselbe Staffel-Modus wie oben – du trägst einfach die Stufen nacheinander ein.

Vorsicht: Manchmal gilt die höhere Stufe rückwirkend für die gesamte Menge, manchmal nur für die Stücke oberhalb der Schwelle. Im Zweifel nachfragen.

Rundung bei Ketten: Bei gestaffelten Rabatten rundet der Rechner erst das Endergebnis kaufmännisch auf zwei Nachkommastellen, nicht die Zwischenschritte – so bleibt die Rechnung centgenau.

Was bedeutet das Ergebnis für dich?

Der Endpreis ist die einzige Zahl, die wirklich zählt: Was verlässt dein Konto? Vergleiche Angebote immer über den Endpreis inklusive Versand – nicht über die Größe des Prozent-Schilds.

Ein „70 % Sale" auf einen überhöhten „statt"-Preis kann teurer sein als 20 % auf einen ehrlichen Preis.

Die Ersparnis in Euro macht Rabatte vergleichbar: 25 % auf 40 € sind 10 €, 10 % auf 400 € sind 40 €. Der größere Prozentsatz ist nicht automatisch das bessere Geschäft – erst der Euro-Betrag zeigt es.

Der echte Rabattsatz aus zwei Preisen ist dein Lügendetektor für Werbung: Passt der behauptete Prozentsatz nicht zu den zwei Preisen, stimmt etwas nicht. Und die Rückrechnung zum Originalpreis verrät dir, ob ein „Sale-Preis" in Wahrheit der normale Straßenpreis ist.

Der rabatt-rechner ersetzt keine Kaufberatung, aber er gibt dir die saubere Zahl, mit der du Angebote vergleichst, „statt"-Preise prüfst und im B2B Skonto-Fristen nutzt. Für die reine Prozent-Mathematik dahinter – etwa prozentuale Veränderungen oder Prozentpunkte – schau dir als Nächstes den Prozent-Rechner an.

Mathematische Formel-Spezifikation

Exakte Berechnungsvorschrift nach Gesetzesgrundlage

**Annahmen (Build):** Eingaben sind Dezimalzahlen (deutsches Format: Komma als Dezimaltrennzeichen, Punkt als Tausendertrennzeichen wird toleriert). Alle Geldbeträge in Euro. Rabattsatz r: 0 ≤ r ≤ 100. Rundung: kaufmännisch auf 2 Nachkommastellen (HALF_UP), bei Staffelketten erst am Endergebnis. Prozentsatz-Ausgaben auf 1 Nachkommastelle. **Modus 1 – Endpreis & Ersparnis:** Eingaben Preis P, Rabattsatz r. Formeln: `Ersparnis = P × r / 100`; `Endpreis = P − Ersparnis` (= P × (1 − r/100)). Beispiel: P=249, r=30 → Ersparnis 74,70 €, Endpreis 174,30 €. **Modus 2 – Rabattsatz:** Eingaben Originalpreis P₀, reduzierter Preis P₁. Formel: `r = (P₀ − P₁) / P₀ × 100`. Fehlerfall: P₁ > P₀ → Fehlermeldung; P₀ = 0 → Fehlermeldung. Beispiel: P₀=199, P₁=149 → r=25,1 %. **Modus 3 – Originalpreis:** Eingaben Endpreis P₁, Rabattsatz r. Formel: `P₀ = P₁ / (1 − r/100)`. Fehlerfall: r = 100 → Fehlermeldung (Division durch null). Beispiel: P₁=84, r=30 → P₀=120 €. **Modus 4 – Staffelrabatt:** Eingaben Preis P, Stufen r₁, r₂, optional r₃. Formel: `Endpreis = P × (1 − r₁/100) × (1 − r₂/100) × (1 − r₃/100)`; `Gesamtrabatt = (1 − Endpreis/P) × 100`. Beispiel: P=200, r₁=20, r₂=10 → Endpreis 144 €, Gesamtrabatt 28 %. **Modus 5 – Skonto:** Eingaben Rechnungsbetrag B, Skontosatz s. Formel: `Zahlbetrag = B × (1 − s/100)`; `Skontoersparnis = B − Zahlbetrag`. Hinweis im UI: Skontosatz-Feld mit Standardwert 2 (üblich 2–3 %, keine Rechtsberatung). Beispiel: B=1190, s=2 → Zahlbetrag 1.166,20 €, Ersparnis 23,80 €. **Lösungsweg-Generator:** Für jeden Modus die eingesetzten Zahlen in der Formel anzeigen, z. B. „Ersparnis = 249 × 30 ÷ 100 = 74,70 €". Keine externen Werte nötig – alle Konstanten sind mathematisch; Steuersätze (19 %/7 %) nur als redaktionelle Hinweise, nicht als Rechenkonstanten. **Quellen der Werte:** Reine Arithmetik. Skonto-Spannen (2–3 %, 8–14 Tage) als „üblich" gelabelt, Quellen: elo.com (Skonto-Fakten), alleantworten.de (Handelsbrauch „14 Tage 2 % Skonto, 30 Tage netto"). USt-Sätze: § 12 UStG. 30-Tage-Regel: § 11 PAngV.

Häufig gestellte Fragen (FAQ)

Alles Wissenswerte zu Voraussetzungen, Gesetzen und Besonderheiten

1 Wie rechne ich einen Rabatt schnell im Kopf?

Gehe über 10 %: Komma eine Stelle nach links. 10 % von 249 € sind 24,90 €, also sind 30 % das Dreifache = 74,70 €, Endpreis 174,30 €. Für 5 % nimmst du die Hälfte der 10 %, für 20 % das Doppelte. Bei krummen Sätzen wie 15 % addierst du 10 % + 5 %.

2 Was ist der Unterschied zwischen Rabatt und Skonto?

Ein Rabatt ist ein Preisnachlass beim Kauf selbst – etwa 20 % im Sale. Skonto ist ein Nachlass für schnelles Bezahlen einer Rechnung, üblicherweise 2–3 % bei Zahlung innerhalb von 8 bis 14 Tagen. Rabatt siehst du an der Kasse, Skonto steht in den Zahlungsbedingungen einer Rechnung.

3 Warum sind 20 % Rabatt plus 10 % Rabatt nicht 30 %?

Weil sich der zweite Rabatt auf den bereits reduzierten Preis bezieht: 0,80 × 0,90 = 0,72 – du zahlst 72 % des Originalpreises, der Gesamtrabatt beträgt 28 %. Gestaffelte Rabatte multiplizieren sich immer, sie addieren sich nie.

4 Wie rechne ich den Originalpreis aus dem Sale-Preis zurück?

Teile den Sale-Preis durch den Restfaktor: Originalpreis = Endpreis ÷ (1 − Rabattsatz ÷ 100). Beispiel: 84 € nach 30 % Rabatt → 84 ÷ 0,70 = 120 €. So prüfst du auch, ob ein „statt"-Preis plausibel ist.

5 Woran erkenne ich einen übertriebenen „statt"-Preis?

Rechne zuerst den behaupteten Rabattsatz aus den zwei Preisen nach: (statt-Preis − Preis) ÷ statt-Preis × 100. Passt die Prozentangabe nicht, ist Vorsicht geboten. Rechtlich muss der Vergleichspreis der niedrigste Preis der letzten 30 Tage sein (§ 11 PAngV) – ein Preisvergleich über mehrere Händler zeigt dir zusätzlich den echten Marktpreis.

6 Wird der Rabatt vom Brutto- oder vom Nettopreis abgezogen?

Im Einzelhandel immer vom ausgezeichneten Bruttopreis (inklusive 19 % bzw. 7 % Umsatzsteuer). Beispiel: 30 % auf 119 € brutto → 83,30 € Endpreis. Erst im B2B-Bereich wird bei Skonto mit der Netto-Bemessungsgrundlage gearbeitet – für die korrekte Verbuchung frag deine Steuerberatung.

7 Was bedeutet „14 Tage 2 % Skonto, 30 Tage netto"?

Du hast 30 Tage Zeit zu zahlen – nutzt du die ersten 14 Tage, darfst du 2 % vom Rechnungsbetrag abziehen. Bei 1.190 € sind das 23,80 € Ersparnis, du überweist 1.166,20 €. Nach Ablauf der 14 Tage ist der volle Betrag fällig. Hinweis: Diese Beispiele ersetzen keine Steuerberatung zur korrekten Verbuchung von Skonto.

8 Kann ich mehrere Gutscheine und Sale-Rabatte kombinieren?

Das hängt von den Bedingungen des Händlers ab – viele schließen die Kombination aus. Mathematisch rechnest du jede Stufe als Multiplikation: 25 % Sale und 10 % Gutschein → 0,75 × 0,90 = 0,675, also 32,5 % Gesamtrabatt. Lies immer das Kleingedruckte, ob der Gutschein auf den Sale-Preis angerechnet wird.

9 Lohnt sich Skonto gegenüber einem Kontokorrentkredit?

Fast immer: 2 % Skonto für 16 Tage früher zahlen (30 Tage Ziel minus 14 Tage Frist) entspricht hochgerechnet über 40 % Jahreszins – deutlich mehr, als ein Kontokorrentkredit kostet. Deshalb gilt in der Praxis: Skonto ziehen, solange die Liquidität es erlaubt. Für den genauen Fristen-Vergleich nutze den Skonto-Rechner.

Geprüfte Quellen & Rechtsgrundlagen

  • • § 12 Umsatzsteuergesetz (UStG) – Regelsatz 19 %, ermäßigter Satz 7 %: gesetze-im-internet.de/ustg_1980/__12.html
  • • § 11 Preisangabenverordnung (PAngV) – Vergleichspreis bei Preisermäßigungen = niedrigster Preis der letzten 30 Tage (gilt seit 28.5.2022)
  • • elo.com – „Skonto & Skontofrist: Die wichtigsten Fakten" (Skontosätze 2–3 %, Fristen 8–14 Tage, Stand: redaktionell geprüft Oktober 2026)
  • • alleantworten.de – Handelsbrauch „14 Tage 2 % Skonto, 30 Tage netto" (Stand: redaktionell geprüft Oktober 2026)
  • • kniffwerk.de/rabatt-rechner, learnmath.io, rechnerplus.de – SERP-Konsens zu Grundformeln und Staffel-Falle (Stand: Oktober 2026, redaktionell geprüft)