So funktioniert der rabatt-rechner
Der Rechner kennt fünf Aufgaben, die beim Einkaufen und im Geschäftsalltag ständig vorkommen. Du wählst den Modus, gibst zwei Werte ein – den Rest übernimmt die Formel.
Endpreis & Ersparnis – „Was kostet es nach x % Rabatt?" Formeln: Ersparnis = Preis × r ÷ 100 und Endpreis = Preis − Ersparnis. Beispiel: 30 % auf 249 € → Ersparnis 74,70 €, Endpreis 174,30 €. Der Standardmodus für jedes Sale-Schild.
Rabattsatz aus zwei Preisen – „Wie viel Prozent spare ich wirklich?" Formel: r = (Originalpreis − Endpreis) ÷ Originalpreis × 100.
Beispiel: Statt 199 € nur 149 € → (199 − 149) ÷ 199 × 100 = 25,1 %. Damit prüfst du jedes „statt"-Preis-Versprechen nach – mehr dazu unter „Typische Fehler".
Originalpreis zurückrechnen – „Was hat es vor dem Rabatt gekostet?" Formel: Originalpreis = Endpreis ÷ (1 − r ÷ 100). Beispiel: 84 € nach 30 % Rabatt → 84 ÷ 0,70 = 120 €. Praktisch, wenn nur der Sale-Preis und der Rabattsatz dastehen.
Staffelrabatt – „Erst 20 %, dann nochmal 10 % – was bleibt?" Formel: Endpreis = Preis × (1 − r₁ ÷ 100) × (1 − r₂ ÷ 100).
Beispiel: 200 €, erst 20 %, dann 10 % → 200 × 0,80 × 0,90 = 144 €. Der Gesamtrabatt beträgt 28 %, nicht 30 % – die zweite Stufe bezieht sich immer auf den bereits reduzierten Preis.
Bis zu drei Stufen lassen sich so verketten.
- Skonto-Modus – „Was spare ich bei schneller Zahlung?" Skonto ist der kleine Bruder des Rabatts: ein Nachlass für zügiges Bezahlen einer Rechnung.
Formel: Zahlbetrag = Rechnungsbetrag × (1 − Skontosatz ÷ 100). Üblich sind – als branchenübliche Größenordnung, keine feste Regel – 2 % bis 3 % Skonto bei Zahlung innerhalb von 8 bis 14 Tagen, das eigentliche Zahlungsziel liegt oft bei 30 Tagen (Beispiel: „14 Tage 2 % Skonto, 30 Tage netto").
Beispiel: 1.190 € Rechnung, 2 % Skonto → 1.190 × 0,98 = 1.166,20 €, Ersparnis 23,80 €. Für Skonto mit Fristen-Vergleich und Effektivzins schau dir zusätzlich den Skonto-Rechner an.
Alle Ergebnisse zeigt der Rechner auf zwei Nachkommastellen, kaufmännisch gerundet. Der Lösungsweg steht unter jedem Ergebnis.
Was ändert sich 2026 / 2027?
Die Rabatt-Mathematik ist zeitlos: Formeln wie Endpreis = Preis × (1 − r ÷ 100) ändern sich nie, und es ist keine Gesetzesänderung angekündigt, die daran für 2027 etwas ändern würde.
Was stabil bleibt, sind auch die steuerlichen Eckwerte rund um den Rabatt: Die Umsatzsteuer liegt bei 19 % Regelsatz und 7 % ermäßigtem Satz (§ 12 UStG, Stand: Oktober 2026). Wichtig für dich: Der ausgezeichnete Preis im Laden ist fast immer der Bruttopreis – der Rabatt wird von diesem Bruttobetrag abgezogen.
Beim Skonto im B2B-Bereich mindert der Nachlass dagegen die Bemessungsgrundlage der Umsatzsteuer (allgemeine Info – für die korrekte Verbuchung frag deine Steuerberatung). Für vertiefende Berechnungen können Sie direkt den prozent-rechner heranziehen.
Ebenfalls unverändert gilt die 30-Tage-Regel für „statt"-Preise: Wer mit einer Preisermäßigung gegenüber einem früheren Preis wirbt, muss als Vergleichspreis den niedrigsten Preis der letzten 30 Tage nennen (§ 11 PAngV, gilt seit Mai 2022). Daran hat sich 2026 nichts geändert, und für 2027 ist keine Änderung angekündigt.
Diese Seite aktualisieren wir nur, wenn sich an den genannten Sätzen oder Regeln etwas ändert.
Beispielrechnung
Nehmen wir einen echten Sale-Fall mit Staffelung: Kopfhörer kosten regulär 249 €. Im Sale gibt es 30 % Rabatt – und mit einem Newsletter-Gutschein nochmal 10 % auf den reduzierten Preis. Was zahlst du, und wie hoch ist der echte Gesamtrabatt?
Schritt 1: Erste Stufe (30 %). Ersparnis = 249 × 30 ÷ 100 = 74,70 €. Zwischenpreis = 249 − 74,70 = 174,30 €. Alternativ direkt: 249 × 0,70 = 174,30 €.
Schritt 2: Zweite Stufe (10 % auf den reduzierten Preis). Endpreis = 174,30 × 0,90 = 156,87 €. Wichtig: Die 10 % beziehen sich auf 174,30 €, nicht auf 249 € – das sind 17,43 €, keine 24,90 €.
Schritt 3: Gesamtbilanz. Gesamtersparnis = 249 − 156,87 = 92,13 €. Echter Rabattsatz = 92,13 ÷ 249 × 100 = 37,0 %. Wer naiv 30 % + 10 % = 40 % addiert hätte, läge um 3 Prozentpunkte daneben – bei 249 € sind das 7,47 €.
Schritt 4: „Statt"-Preis prüfen. Würbe der Händler mit „statt 329 €", prüfst du: (329 − 156,87) ÷ 329 × 100 = 52,3 % behaupteter Rabatt. Ob die 329 € als niedrigster Preis der letzten 30 Tage stimmen, sagt dir die 30-Tage-Regel – im Zweifel hilft ein Preisvergleich.
Mit dem rabatt-rechner gehst du alle vier Schritte in einem Durchgang – der Lösungsweg zeigt dir jede Stufe einzeln.
Typische Fehler
Fehler 1: Rabatte addieren statt multiplizieren. Der Klassiker: 20 % und dann 10 % sind nicht 30 %, sondern 28 % (0,80 × 0,90 = 0,72).
Bei drei Stufen – etwa 30 %, 10 % und 5 % – sind es 0,70 × 0,90 × 0,95 = 0,5985, also 40,15 % statt gefühlter 45 %. Rechne Staffeln immer als Kette.
Fehler 2: Dem „statt"-Preis blind vertrauen. Ein überhöhter Vergleichspreis lässt jeden Rabatt groß aussehen.
Prüfe erstens mit dem Rückrechnungs-Modus, ob der behauptete Prozentsatz überhaupt zu den zwei Preisen passt, und zweitens, ob der Vergleichspreis realistisch ist – seit Mai 2022 muss es der niedrigste Preis der letzten 30 Tage sein (§ 11 PAngV). Auffällig runde „statt"-Preise sind ein Warnsignal.
Fehler 3: Rabatt auf den falschen Preis beziehen. Im Einzelhandel ist der ausgezeichnete Preis der Bruttopreis inklusive Steuer – der Rabatt wird davon abgezogen, fertig.
Fehler passieren, wenn jemand erst 19 % „rausrechnet" und dann den Rabatt auf den Nettobetrag anwendet: Das ergibt einen anderen (falschen) Endpreis. Reihenfolge im Laden: Rabatt auf Brutto.
Nur im B2B-Skonto spielt die Netto-Betrachtung eine Rolle (siehe Sonderfälle).
Fehler 4: Prozentpunkte mit Prozent verwechseln. „10 Prozentpunkte mehr Rabatt" ist nicht „10 % mehr Rabatt": Von 20 % auf 30 % Rabatt sind es 10 Prozentpunkte, aber 50 % mehr Nachlass relativ. Händler werben gern mit der größeren Zahl – rechne immer in Euro um.
Fehler 5: Die Skonto-Frist verpassen. Skonto gibt es nur innerhalb der genannten Frist – ein Tag zu spät, und der volle Rechnungsbetrag ist fällig.
Üblich sind 8 bis 14 Tage für 2–3 %; das Zahlungsziel ohne Abzug liegt meist bei 30 Tagen. Lege dir bei jeder Rechnung mit Skonto sofort eine Erinnerung an.
Fehler 6: Versand und Mindestbestellwert vergessen. Der Endpreis der Ware ist nicht der Endpreis deines Einkaufs: 15 € Versandkosten oder ein Mindestbestellwert können einen 10-%-Gutschein komplett auffressen. Vergleiche Angebote immer auf Basis des Gesamtbetrags an der Kasse.
Sonderfälle / Ausnahmen
100 % Rabatt: Mathematisch kein Problem – Endpreis 0 €. Kommt vor bei Gutscheinen, die einen Artikel komplett übernehmen, oder „2 für 1"-Aktionen (effektiv 50 % auf den Stückpreis). Der Rechner akzeptiert Rabattsätze von 0 % bis 100 %. Zur optimalen Gesamtplanung empfiehlt sich ergänzend unser praktischer skonto-rechner.
Rabatt über 100 %: Gibt es im Handel nicht – niemand zahlt dir Geld dafür, dass du etwas mitnimmst. Eingaben über 100 % meldet der Rechner als Fehler.
Skonto und Umsatzsteuer (allgemeine Info): Anders als der Ladenrabatt wird Skonto in der Regel vom Bruttorechnungsbetrag abgezogen und mindert anschließend die Bemessungsgrundlage für die Umsatzsteuer. Beispiel: 1.190 € brutto, 2 % Skonto → 23,80 € Nachlass, die Steuer wird auf 1.166,20 € berechnet.
Das ist eine allgemeine Information zur Systematik – wie du Skonto korrekt verbuchst, kläre mit deiner Steuerberatung.
B2B-Konditionen (allgemeine Info): Im Geschäftsverkehr stehen Rabatte oft in den Zahlungsbedingungen, zum Beispiel „14 Tage 2 % Skonto, 30 Tage netto" oder gestaffelte Mengenrabatte ab bestimmten Abnahmemengen. Solche Konditionen sind frei verhandelbar – es gibt keinen gesetzlichen Anspruch auf einen bestimmten Satz.
Der Rechner bildet jede dieser Vereinbarungen ab, er prüft aber nicht, ob sie für dich vorteilhaft ist.
Mengen- und Treuerabatte: Viele Händler staffeln nach Stückzahl (z. B. ab 10 Stück 5 %, ab 50 Stück 10 %). Das ist mathematisch derselbe Staffel-Modus wie oben – du trägst einfach die Stufen nacheinander ein.
Vorsicht: Manchmal gilt die höhere Stufe rückwirkend für die gesamte Menge, manchmal nur für die Stücke oberhalb der Schwelle. Im Zweifel nachfragen.
Rundung bei Ketten: Bei gestaffelten Rabatten rundet der Rechner erst das Endergebnis kaufmännisch auf zwei Nachkommastellen, nicht die Zwischenschritte – so bleibt die Rechnung centgenau.
Was bedeutet das Ergebnis für dich?
Der Endpreis ist die einzige Zahl, die wirklich zählt: Was verlässt dein Konto? Vergleiche Angebote immer über den Endpreis inklusive Versand – nicht über die Größe des Prozent-Schilds.
Ein „70 % Sale" auf einen überhöhten „statt"-Preis kann teurer sein als 20 % auf einen ehrlichen Preis.
Die Ersparnis in Euro macht Rabatte vergleichbar: 25 % auf 40 € sind 10 €, 10 % auf 400 € sind 40 €. Der größere Prozentsatz ist nicht automatisch das bessere Geschäft – erst der Euro-Betrag zeigt es.
Der echte Rabattsatz aus zwei Preisen ist dein Lügendetektor für Werbung: Passt der behauptete Prozentsatz nicht zu den zwei Preisen, stimmt etwas nicht. Und die Rückrechnung zum Originalpreis verrät dir, ob ein „Sale-Preis" in Wahrheit der normale Straßenpreis ist.
Der rabatt-rechner ersetzt keine Kaufberatung, aber er gibt dir die saubere Zahl, mit der du Angebote vergleichst, „statt"-Preise prüfst und im B2B Skonto-Fristen nutzt. Für die reine Prozent-Mathematik dahinter – etwa prozentuale Veränderungen oder Prozentpunkte – schau dir als Nächstes den Prozent-Rechner an.