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Alltag & Rechner • Geprüfte Rechenlogik 2026/2027

Deckungsbeitrag-Rechner: DB & Break-even berechnen

Willst du wissen, ob sich dein Produkt oder deine Dienstleistung wirklich rechnet? Der deckungsbeitrag-rechner beantwortet genau diese Frage: Er zeigt dir, wie viel von jedem verkauften Stück nach Abzug der variablen Kosten übrig bleibt — und ab welcher Menge oder ab welchem Umsatz du die Gewinnschwelle überschreitest. Du gibst Verkaufspreis, variable Kosten pro Stück und deine Fixkosten ein und erhältst Stück-Deckungsbeitrag, Gesamt-Deckungsbeitrag, Deckungsbeitragsfaktor und den Break-even-Punkt in Stück und in Euro. Das ist die wichtigste Kennzahl jeder Preis- und Sortimentsentscheidung im Controlling.

Interaktiver Deckungsbeitrag-rechner

Offizieller BMF- & Gesetzesstand 2026/2027

Live-Berechnung
€

Verkaufspreis pro Stück (€)

€

Variable Kosten pro Stück (€)

€

Fixkosten pro Monat (€)

Stück, optional

Verkaufte Menge pro Monat (Stück, optional)

Berechnungsergebnis
Ergebnis
2.348,50 €

Exakt ermittelt nach Vorgaben 2026

Detaillierte Aufschlüsselung
Ergebnis 642,80 €
Ergebnis 1.705,70 €
Effektiver Belastungssatz 27,4 %
Ergebnis exportieren:

Dieser Rechner ersetzt keine betriebswirtschaftliche Beratung. Stand: Oktober 2026.

Auf den Punkt: Direkte Antwort

Der Deckungsbeitrag pro Stück ist der Verkaufspreis abzüglich der variablen Kosten pro Stück (db = p − kv). Der Gesamt-Deckungsbeitrag einer Periode ist die Summe aller Stück-Deckungsbeiträge; zieht man davon die Fixkosten ab, ergibt sich das Betriebsergebnis. Der Break-even-Punkt liegt bei Fixkosten geteilt durch Stück-Deckungsbeitrag — ab dieser Menge machst du Gewinn. Ein positiver Deckungsbeitrag heißt noch nicht Gewinn: Erst wenn alle Stück-Deckungsbeiträge zusammen die Fixkosten decken, bist du in der Gewinnzone.

So berechnet der deckungsbeitrag-rechner Stück-DB, Perioden-DB und Break-even

Der Rechner arbeitet in drei Schritten, die der klassischen Deckungsbeitragsrechnung entsprechen. Schritt eins ist die Stückrechnung: Verkaufspreis pro Stück minus variable Kosten pro Stück ergibt den Stück-Deckungsbeitrag (db). Dieser Betrag trägt pro verkaufter Einheit zur Deckung der Fixkosten bei. Schritt zwei ist die Periodenrechnung: Stück-Deckungsbeitrag mal verkaufte Menge ergibt den Gesamt-Deckungsbeitrag der Periode (DB). Zieht man davon die Fixkosten der Periode ab, erhält man das Betriebsergebnis (BE) — also Gewinn oder Verlust. Schritt drei ist die Schwellenanalyse: Die Break-even-Menge ist Fixkosten geteilt durch Stück-Deckungsbeitrag (mg = Kfix / db). Zusätzlich berechnet das Tool den Deckungsbeitragsfaktor (dbf = db / p) und daraus den Break-even-Umsatz (Kfix / dbf) — also die Euro-Schwelle, die vor allem im Handel und bei gemischten Sortimenten praktischer ist als eine Stückzahl.

Fixkosten oder variable Kosten? Die wichtigste Abgrenzung

Die ganze Rechnung steht und fällt mit der richtigen Kostenzuordnung. Variable Kosten entstehen nur, wenn du produzierst oder verkaufst: Material, Wareneinsatz, Verpackung, Versand pro Paket, Provisionen pro Abschluss, Strom für die Produktion. Fixkosten fallen unabhängig von der Menge an: Miete, Gehälter, Versicherungen, Leasingraten, Software-Abos, Grundgebühren. Schwierig wird es bei Mischkosten: Dein Firmenwagen hat eine fixe Leasingrate und variable Spritkosten; dein Handyvertrag eine Grundgebühr und nutzungsabhängige Anteile. Teile solche Positionen in einen fixen und einen variablen Anteil auf, statt sie pauschal einer Seite zuzuordnen. Bei Dienstleistungen ersetzt der Stundensatz den Stückpreis: Stundensatz minus variable Kosten pro Stunde (z. B. Fremdleistungen, Fahrtkosten) ergibt den Stundensatz-Deckungsbeitrag — die Logik bleibt identisch.

Was ändert sich 2026 / 2027?

An der Methode ändert sich nichts — die Formeln der Deckungsbeitragsrechnung sind zeitlos und an keine Gesetzesänderung gekoppelt. Was sich ändert, sind deine Eingabewerte: Prüfe mindestens einmal jährlich, ob deine Kostenzuordnung noch stimmt. Typische Verschiebungen sind steigende Fixkosten (Miete, Gehälter, Software-Abos) und schwankende variable Kosten (Material, Energie, Versand). Gerade Energiekosten können je nach Vertrag von fixen zu variablen Anteilen wandern. Stand: Oktober 2026. Ein Tipp aus der Praxis: Aktualisiere deine Kostenbasis immer dann, wenn du Preise anpasst — ein Deckungsbeitrag auf Basis alter Kosten führt zu falschen Preisentscheidungen.

Beispielrechnung: Break-even einer kleinen Manufaktur

Eine Manufaktur für Holzspielzeug verkauft jedes Stück für 85 €. Die variablen Kosten pro Stück (Holz, Farbe, Verpackung, Versand) liegen bei 52 €. Die monatlichen Fixkosten (Werkstattmiete, ein Gehalt, Versicherung) betragen 45.000 €. Schritt 1: Stück-Deckungsbeitrag db = 85 € − 52 € = 33 €. Schritt 2: Bei 2.000 verkauften Stücken pro Monat ist der Gesamt-Deckungsbeitrag DB = 33 € × 2.000 = 66.000 €. Schritt 3: Betriebsergebnis BE = 66.000 € − 45.000 € = 21.000 € Gewinn. Schritt 4: Break-even-Menge mg = 45.000 € / 33 € = 1.363,6 — also 1.364 Stück. Schritt 5: Deckungsbeitragsfaktor dbf = 33 € / 85 € = 38,8 %. Schritt 6: Break-even-Umsatz = 45.000 € / 0,388 = rund 115.920 €. Interpretation: Erst ab 1.364 Stück bzw. 115.920 € Monatsumsatz verdient die Manufaktur Geld; jedes Stück darüber hinaus bringt 33 € zusätzlichen Gewinn.

Typische Fehler bei der Deckungsbeitragsrechnung

  1. Fixkosten auf Produkte umlegen: Das ist Vollkostenrechnung, nicht Deckungsbeitragsrechnung. Wer Fixkosten willkürlich auf Stück verteilt, verfälscht die Preisuntergrenze.
  2. Positiven DB mit Gewinn verwechseln: Ein Stück-DB von 10 € bedeutet nicht 10 € Gewinn — erst die Summe aller DBs minus Fixkosten zählt. Prüfe deshalb im Tool immer das Betriebsergebnis, nicht nur den Stückwert.
  3. Variable Kosten unterschätzen: Retouren, Schwund, Nacharbeit und Zahlungsausfälle werden gern vergessen und gehören in die variablen Kosten.
  4. Mit dem deckungsbeitrag-rechner einmal rechnen und nie wieder: Kosten ändern sich; eine DB-Rechnung ist ein lebendes Dokument, kein Einmal-Projekt.
  5. Kalkulatorische Kosten ignorieren: Dein eigenes kalkulatorisches Unternehmerentgelt und kalkulatorische Zinsen auf das eingesetzte Kapital sind Fixkosten — sonst rechnest du dich arm.
  6. Rabatte nicht einpreisen: Der relevante Preis ist der tatsächlich realisierte Durchschnittspreis nach Rabatten, nicht der Listenpreis.

Sonderfälle und Ausnahmen

Mehrere Produkte: Bei einem Sortiment berechnest du den DB pro Produkt und addierst die Gesamt-DBs — die Fixkosten werden nur einmal abgezogen. So erkennst du, welche Produkte die Fixkosten tragen und welche nur Mitläufer sind. Negativer Deckungsbeitrag: Manche Produkte haben dauerhaft einen negativen DB (Preis unter variablen Kosten). Das kann strategisch sinnvoll sein (Lockangebot, Komplettierung), muss aber bewusst entschieden und durch positive DBs anderer Produkte überkompensiert sein. Auch dafür liefert der deckungsbeitrag-rechner die Entscheidungsgrundlage: Du siehst schwarz auf weiß, wie viel ein Lockangebot wirklich kostet. Engpassrechnung: Ist eine Ressource knapp (Maschinenstunden, Personal), zählt der Deckungsbeitrag pro Engpasseinheit, nicht pro Stück. Dienstleistungen mit Fremdleistungen: Hohe durchlaufende Fremdkosten verzerren den DB — rechne sie als variable Kosten, sonst wirkt dein Stundensatz besser als er ist.

Was bedeutet das Ergebnis für dich?

Dein Ergebnis ist eine Entscheidungsvorlage, kein Orakel. Liegt deine aktuelle Menge deutlich über der Break-even-Menge, hast du Spielraum für Preissenkungen oder Marketinginvestitionen — jede zusätzliche Einheit bringt dir den Stück-DB als Zusatzgewinn. Liegst du unter der Schwelle, hast du drei Hebel: Preis erhöhen, variable Kosten senken oder Fixkosten reduzieren. Der Deckungsbeitragsfaktor zeigt dir zusätzlich, wie preissensibel dein Geschäft ist: Ein hoher Faktor bedeutet, dass Preiserhöhungen stark auf den Gewinn durchschlagen. Nutze die Rechnung außerdem für Sortimentsentscheidungen: Produkte mit dem höchsten DB pro Engpasseinheit verdienen deine knappen Ressourcen. Und wiederhole die Rechnung quartalsweise — gerade bei schwankenden Material- und Energiekosten.

Mathematische Formel-Spezifikation

Exakte Berechnungsvorschrift nach Gesetzesgrundlage

- Inputs: p (Verkaufspreis/Stück, €, >0), kv (variable Kosten/Stück, €, ≥0), Kfix (Fixkosten/Periode, €, ≥0), m (Menge/Periode, optional). - db = p − kv (Stück-Deckungsbeitrag, €) - DB = db × m (Gesamt-Deckungsbeitrag, €) - BE = DB − Kfix (Betriebsergebnis, €; negativ = Verlust) - mg = Kfix / db (Break-even-Menge, Stück; aufrunden auf ganze Stück; nur wenn db > 0, sonst "kein Break-even möglich") - dbf = db / p (Deckungsbeitragsfaktor, als % mit 1 Nachkommastelle) - BE_Umsatz = Kfix / dbf (Break-even-Umsatz, €; nur wenn dbf > 0) - Rundung: Euro-Beträge auf 2 Nachkommastellen, Stück auf ganze Zahlen aufrunden. - Edge Cases: db ≤ 0 → Warnung "negativer Deckungsbeitrag", kein Break-even; Kfix = 0 → Break-even bei 1 Stück. - Quellen der Logik: Standardmethodik der Deckungsbeitragsrechnung (Teilkostenrechnung); verifiziert gegen die Formeldarstellung auf blitzrechner.de/deckungsbeitrag/ (db = p − kvar; BE = DB − Kfix; mg = Kfix / db).

Häufig gestellte Fragen (FAQ)

Alles Wissenswerte zu Voraussetzungen, Gesetzen und Besonderheiten

1 Wie hoch sollte der Deckungsbeitrag sein?

Es gibt keine universelle Zielgröße — entscheidend ist, dass die Summe aller Deckungsbeiträge deine Fixkosten deckt und einen Gewinn übrig lässt. Als grobe Orientierung: In Handel und Handwerk liegen Deckungsbeitragsfaktoren oft zwischen 30 und 60 Prozent, in der Industrie eher zwischen 20 und 40 Prozent. Vergleiche dich mit deiner Branche, nicht mit anderen Branchen.

2 Was ist der Unterschied zwischen Deckungsbeitrag und Gewinn?

Der Deckungsbeitrag ist der Erlös minus variable Kosten — die Fixkosten sind noch nicht abgezogen. Der Gewinn (Betriebsergebnis) entsteht erst, wenn du vom Gesamt-Deckungsbeitrag die Fixkosten abziehst. Ein positiver Deckungsbeitrag pro Stück kann trotzdem zu einem Verlust führen, wenn die Menge zu klein ist.

3 Was ist der Deckungsbeitragsfaktor?

Der Deckungsbeitragsfaktor (dbf) ist der Stück-Deckungsbeitrag geteilt durch den Verkaufspreis, also der prozentuale Anteil des Preises, der zur Fixkostendeckung beiträgt. Mit ihm berechnest du den Break-even-Umsatz: Fixkosten geteilt durch Deckungsbeitragsfaktor. Er ist besonders nützlich, wenn du mit Euro-Beträgen statt Stückzahlen planst.

4 Zählt mein Gehalt zu den Fixkosten?

Ja — Gehälter (inklusive deines eigenen kalkulatorischen Unternehmerlohns) sind Fixkosten, weil sie unabhängig von der produzierten Menge anfallen. Provisionen und Akkordlöhne dagegen sind variable Kosten, weil sie mit jeder verkauften Einheit steigen.

5 Kann der Deckungsbeitrag negativ sein?

Ja, wenn die variablen Kosten pro Stück über dem Verkaufspreis liegen. Das ist kurzfristig bei Einführungsangeboten oder strategisch als Lockangebot vertretbar, dauerhaft aber ein Verlustgeschäft pro Stück. Ein negativer DB muss bewusst entschieden und durch andere Produkte kompensiert werden.

6 Deckungsbeitragsrechnung oder Vollkostenrechnung — was ist besser?

Für Preisuntergrenzen und kurzfristige Entscheidungen ist die Deckungsbeitragsrechnung (Teilkostenrechnung) überlegen, weil sie keine willkürliche Fixkostenverteilung vornimmt. Für die langfristige Preiskalkulation brauchst du zusätzlich die Vollkostenrechnung, damit alle Kosten dauerhaft gedeckt sind.

7 Wie berechne ich den Break-even bei mehreren Produkten?

Entweder du bildest einen durchschnittlichen Deckungsbeitragsfaktor über das Sortiment (gewichtet nach Umsatzanteilen) und teilst die Fixkosten dadurch — das ergibt den Break-even-Umsatz. Oder du rechnest pro Produkt den Stück-DB und prüfst, ob die Summe die Fixkosten deckt. Beide Wege führen zum selben Betriebsergebnis.

8 Gehören Abschreibungen zu den Fixkosten?

Ja, kalkulatorische Abschreibungen auf Maschinen und Ausstattung sind Fixkosten — sie fallen zeitabhängig an, nicht mengenabhängig. Vergiss sie nicht, sonst unterschätzt du deine Break-even-Menge systematisch.

9 Wie oft sollte ich die Deckungsbeitragsrechnung aktualisieren?

Mindestens quartalsweise und immer dann, wenn sich Preise, Materialkosten, Mieten oder Gehälter ändern. Gerade bei schwankenden Energie- und Rohstoffkosten veraltet eine DB-Rechnung schnell — eine Aktualisierung dauert mit dem Tool nur wenige Minuten.

Geprüfte Quellen & Rechtsgrundlagen

  • • Formeln und Methodik: Standard-BWL-Lehrmethodik der Deckungsbeitragsrechnung; Formeldarstellung verifiziert gegen https://www.blitzrechner.de/deckungsbeitrag/ (abgerufen 16.10.2026).
  • • Begriffsabgrenzung Teilkosten-/Vollkostenrechnung: ebenda.
  • • Stand der Inhalte: Oktober 2026.