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Immobilien & Wohnen • Geprüfte Rechenlogik 2026/2027

Fussbodenheizung-Rechner: Heizkreise & Rohrlaenge

Du planst eine Fußbodenheizung – im Neubau oder in der Sanierung – und stehst vor den Fragen, an denen jede Auslegung hängt: Wie viel Heizrohr brauchst du pro Raum? In wie viele Heizkreise teilst du die Fläche auf? Und reicht der gewählte Verlegeabstand überhaupt, um den Raum bei kalten Außentemperaturen warm zu bekommen? Wer hier schätzt, kauft entweder zu wenig Rohr – und der Verteiler bekommt einen Heizkreis zu wenig – oder verlegt zu weit auseinander und wundert sich über kalte Füße im Januar. Der fussbodenheizung-rechner rechnet die Planungs-Mathe sauber durch: Aus deiner Fläche und dem gewählten Verlegeabstand ermittelt er die Rohrlänge nach Hersteller-Tabelle, teilt sie unter Berücksichtigung der Zuleitungen in Heizkreise auf (mit der 120-m-Regel als Grenze), bildet Randzonen mit engerem Abstand ab und prüft per Heizlast-Check nach EN 1264, ob deine Heizlast mit den zulässigen Oberflächentemperaturen vereinbar ist. **Stand: Oktober 2026** – Rohrbedarfs- und Grenzwert-Tabellen nach Hersteller-Handbüchern (Pipelife) und EN 1264. Hinweis: Dieser Rechner liefert eine Planungsrechnung für Material und Heizkreis-Aufteilung; er ersetzt keine Heizungsplanung durch einen Fachbetrieb – die Heizlastberechnung nach DIN EN 12831 und der hydraulische Abgleich gehören in Profihand.

Interaktiver Fussbodenheizung-Rechner

Offizieller BMF- & Gesetzesstand 2026/2027

Live-Berechnung
Liste: Name, Fläche m²

Name, Fläche m²) – Räume mit Fläche

Verlegeabstand (10/15/20/25/30 cm)

m

Wegstrecke zum Heizkreisverteiler (m)

Heizlast aus Berechnung/Energieausweis (W/m²)

Fliese/Stein / Parkett/Laminat) – Bodenbelag (beeinflusst Warnschwelle)

Check rot: Heizlast übersteigt die EN-1264-Grenzen – engeren Abstand oder Zusatzheizung...

Berechnungsergebnis
Rohrlänge gesamt
2.348,50 €

Exakt ermittelt nach Vorgaben 2026

Detaillierte Aufschlüsselung
Rohrlänge pro Raum 642,80 €
Anzahl Heizkreise 1.705,70 €
Effektiver Belastungssatz 27,4 %
Ergebnis exportieren:

"Planungsrechnung nach EN 1264 und Hersteller-Tabellen; ersetzt keine Heizungsplanung durch einen Fachbetrieb. Heizlastberechnung nach DIN EN 12831 und hydraulischer Abgleich durch den Profi. Alle Angaben ohne Gewähr.

Auf den Punkt: Direkte Antwort

Die Kernformeln: Rohrlänge = Fläche (m²) × Rohrbedarf je m² – der hängt vom Verlegeabstand ab (Hersteller-Tabelle: 10 cm → 10 m/m²; 15 cm → 6,67 m/m²; 20 cm → 5 m/m²; 30 cm → 3,33 m/m²). Dazu kommen die Zuleitungen vom Verteiler (hin und zurück). Heizkreise = aufrunden(Gesamt-Rohrlänge / 120 m) – ein Heizkreis sollte 120 m Rohr nicht überschreiten (Hersteller-Richtwert; ab 100 m wird es hydraulisch eng). Der Heizlast-Check vergleicht deine Heizlast pro m² mit der maximalen Flächenleistung: Bei 29 °C Oberflächentemperatur (Grenze Aufenthaltsbereich) liefert eine Fußbodenheizung rund 100 W/m² – deine Heizlast (aus Energieausweis oder Heizlastberechnung) muss darunter liegen. So arbeitet auch der fussbodenheizung-rechner: Er kombiniert alle vier Schritte und warnt, wenn ein Heizkreis zu lang wird oder die Heizlast die Temperaturgrenzen sprengt.

So funktioniert der Fussbodenheizung-Rechner

Der Rechner arbeitet in vier Stufen: Rohrbedarf, Zuleitung, Heizkreise, Heizlast-Check. Du gibst Räume und Abstände ein – die EN-1264- und Herstellerlogik übernimmt den Rest.

Eingaben. Pro Raum: Fläche in m², Verlegeabstand in cm (Auswahl 10/15/20/25/30 oder Randzone/Aufenthaltszone getrennt), Entfernung zum Heizkreisverteiler in Metern, Heizlast in W/m² (aus Energieausweis oder Heizlastberechnung nach DIN EN 12831 – kein Schätzwert, sondern deine Zahl vom Planer).

Stufe 1: Rohrlänge. Lfm je m² aus der Hersteller-Tabelle (Pipelife): 7,5 cm → 13,33; 10 cm → 10,00; 15 cm → 6,67; 20 cm → 5,00; 25 cm → 4,00; 30 cm → 3,33 m Rohr pro m².

Rohrlänge Raum = Fläche × Tabellenwert. Faustregel zur Kontrolle: Bei 15 cm Abstand brauchst du grob 6,7 m Rohr pro Quadratmeter.

Stufe 2: Zuleitungen. Vom Verteiler zum Raum und zurück: 2 × Entfernung. Diese Meter zählen zur Heizkreislänge dazu – der häufigste Planungsfehler ist, sie zu vergessen und dann mit 130-m-Kreisen dazustehen.

Stufe 3: Heizkreise. Gesamtlänge / 120 m, aufgerundet = Anzahl Heizkreise.

Warnstufen: über 100 m pro Kreis → Hinweis (hydraulisch anspruchsvoll, Abgleich wird kritisch); über 120 m → Fehler (aufteilen!). Jeder Raum bekommt mindestens einen eigenen Heizkreis – so bleibt die Einzelraumregelung möglich.

Stufe 4: Heizlast-Check. Nach EN 1264-2 gilt näherungsweise q = 8,92 × (ϑF,m − ϑi)^1,1: Die Flächenleistung hängt von der mittleren Oberflächentemperatur ab.

Bei ϑi = 20 °C und der Grenze ϑF,m = 29 °C (Aufenthaltsbereich) sind das rund 100 W/m²; im Bad (33 °C bei 24 °C Raumtemperatur) ebenfalls rund 100 W/m²; in der Randzone (35 °C) rund 175 W/m². Liegt deine Heizlast darüber, warnt der Rechner: Dann brauchst du engere Abstände, eine Randzone – oder die Fußbodenheizung allein reicht nicht und es braucht ergänzende Heizflächen.

Was ändert sich 2026 / 2027?

An der Planungs-Mathe ändert sich nichts: Die EN 1264 (Flächenheizungen) ist die stabile, langjährig gültige Normenreihe; die Hersteller-Tabellen für Rohrbedarf und die 120-m-Regel für Heizkreislängen sind unverändert, und für 2027 sind zum Stand Oktober 2026 keine relevanten Änderungen angekündigt. Was sich 2026 im Umfeld verschiebt: Durch das Gebäudeenergiegesetz (GEG) werden Wärmepumpen als Wärmeerzeuger noch wichtiger – und die lieben niedrige Vorlauftemperaturen, also eher engere Verlegeabstände (10–15 cm statt 20 cm).

Das ändert aber nichts an der Rechenlogik, nur an der empfohlenen Eingabe. Der Rechner bleibt ohne Anpassung gültig: Er rechnet Meter und Kreise, keine Förderpolitik. Für vertiefende Berechnungen können Sie direkt den Rohr liegt? Estrichmenge und Trocknungszeit darüber berechnen heranziehen.

Beispielrechnung

Wohnzimmer: 24 m², Verlegeabstand 15 cm, Entfernung zum Heizkreisverteiler 5 m, Heizlast 60 W/m² (aus der Heizlastberechnung).

Rohrlänge: 24 m² × 6,67 m/m² = 160 m Heizfläche. Zuleitung: 2 × 5 m = 10 m. Gesamt: 170 m Rohr.

Heizkreise: 170 / 120 = 1,42 → 2 Heizkreise à ca. 85 m. Beide liegen unter der 100-m-Warnschwelle – hydraulisch unkritisch, der Abgleich gelingt.

Heizlast-Check: 60 W/m² gegen max. ~100 W/m² (29-°C-Grenze) → passt mit Reserve. Die resultierende mittlere Oberflächentemperatur liegt bei etwa 25–26 °C – angenehm warm, aber unter der 29-°C-Grenze, also keine überhitzten Füße und keine Probleme mit dem Bodenbelag.

Gegenprobe engerer Abstand: Bei 10 cm wären es 240 m + 10 m = 250 m → 3 Heizkreise. Mehr Material, mehr Verteilerabgänge – bei 60 W/m² Heizlast unnötig. Diese Gegenprobe zeigt den eigentlichen Wert des Rechners: Er verhindert Überdimensionierung genauso wie Unterdimensionierung.

Typische Fehler

  1. Die Zuleitungen vergessen. Die Meter vom Verteiler in den Raum und zurück zählen zur Heizkreislänge. Wer nur die Fläche rechnet, plant 110-m-Kreise, die in Wahrheit 130 m lang sind – mit der Folge, dass der Raum nicht warm wird, weil die Pumpe den Druckverlust nicht schafft.

  2. Zu lange Heizkreise.

Über 120 m steigt der Druckverlust so stark, dass der hydraulische Abgleich kaum noch gelingt: Der lange Kreis bekommt zu wenig Wasser, der kurze zu viel. Lieber einen Kreis mehr und einen größeren Verteiler – das ist billiger als ein dauerhaft kalter Raum.

  1. Einen Heizkreis für zwei Räume.

Zwei Räume an einem Kreis bedeuten: eine Temperatur für beide, keine Einzelraumregelung, und unterschiedliche Bodenbeläge (Fliese vs. Parkett) mit unterschiedlichem Wärmebedarf hängen am selben Strang.

Jeder Raum bekommt seinen eigenen Kreis – Ausnahme nur bei winzigen, gleichartigen Nebenräumen.

  1. Zu weiter Verlegeabstand bei hoher Heizlast. 20 oder 25 cm Abstand bei 80 W/m² Heizlast im Altbau: Die Oberflächentemperatur müsste über 29 °C steigen, um die Leistung zu bringen – das ist weder zulässig noch behaglich. Der Heizlast-Check des Rechners fängt genau das ab.

  2. Keine Randzone an großen Fensterflächen. An bodentiefen Fenstern und Außenwänden fällt kalte Luft ab – ohne enger verlegte Randzone (5–10 cm, ca. 1 m breit) entsteht dort eine Kaltluftwalze, und du sitzt im Zug. Die Randzone kostet wenig Rohr und bringt viel Behaglichkeit.

  3. Heizlast raten statt berechnen.

"Wird schon reichen" ist keine Planungsgrundlage: Die Heizlast nach DIN EN 12831 berücksichtigt Dämmstandard, Fenster und Lüftung. Eine zu niedrig angesetzte Heizlast führt zu kalten Räumen im Januar – eine zu hohe zu überdimensionierten Abständen und unnötigen Kosten. Zur optimalen Gesamtplanung empfiehlt sich ergänzend unser praktischer Verbrauch im Blick: Heizkosten für dein Haus berechnen.

Sonderfälle und Ausnahmen

Sanierung im Bestand (hohe Heizlast): Altbauten mit 100 W/m² und mehr Heizlast sind mit 15–20 cm Abstand oft nicht zu versorgen – hier helfen engere Abstände (10 cm), Randzonen oder ergänzende Heizkörper. Auch der fussbodenheizung-rechner zeigt dir das ehrlich an: Wenn der Heizlast-Check rot wird, ist das keine Rechner-Schwäche, sondern eine Planungs-Aussage.

Nassestrich vs. Trockensystem: Im Neubau kommt das Rohr in den Nassestrich (gute Wärmespeicherung, träger); in der Sanierung oft ein Trockensystem mit Wärmeleitblechen (geringe Aufbauhöhe, schneller).

Die Rohrlängen-Mathe ist identisch – nur die Verlegeabstände sind bei Trockensystemen durch das Raster vorgegeben.

Bad: Höhere Raumtemperatur (24 °C), höhere Oberflächengrenze (33 °C) – und meist wenig freie Fläche (Wanne, Dusche, WC). Rechne nur die tatsächlich beheizbare Fläche und wähle 10 cm Abstand: Das Bad ist der Raum mit der höchsten Leistungsdichte pro freiem Quadratmeter.

Holzboden/Parkett: Der Wärmedurchlasswiderstand des Belags begrenzt die Leistung – Parkett über Fußbodenheizung braucht engere Abstände und niedrigere Oberflächentemperaturen (Herstellerfreigabe beachten, meist max. 27–29 °C).

Gib im Rechner den Belag an, damit die Warnschwelle angepasst wird.

Kühlung im Sommer: Dieselben Rohre können im Sommer kühlen (Flächenkühlung) – dafür gelten eigene Taupunkt-Grenzen, die dieser Rechner nicht abbildet. Das ist Planungs-Sache für den Fachbetrieb.

Elektrische Fußbodenheizung: Heizmatten und Heizkabel folgen einer anderen Logik (Watt pro m² Mattenleistung, keine Heizkreise im wasserseitigen Sinn) – dafür gibt es eine eigene Rechner-Seite.

Was bedeutet das Ergebnis für dich?

Dein Ergebnis ist die Planungsliste: Rohrlänge pro Raum und gesamt, Anzahl der Heizkreise, Verteilergröße (Anzahl Abgänge) und das Heizlast-Check-Ergebnis mit der zu erwartenden Oberflächentemperatur. So geht es weiter: Material – Heizrohr in der richtigen Dimension (Standard 16×2 oder 17×2 mm, sauerstoffdiffusionsdicht nach DIN 4726), Heizkreisverteiler mit so vielen Abgängen wie Heizkreisen plus Reserve, Randdämmstreifen und Befestigungsmaterial je nach System.

Fachplanung – mit deiner Heizkreis-Aufteilung gehst du zum Heizungsbauer: Er erstellt die Heizlastberechnung nach DIN EN 12831 (falls noch nicht vorhanden), legt die Vorlauftemperatur aus und macht den hydraulischen Abgleich. Bauablauf – nach der Rohrverlegung: Druckprobe, Estrich (Belegreife per CM-Messung und Aufheizprotokoll abwarten!), dann erst der Bodenbelag.

Mit den Zahlen von dieser Seite bestellst du das richtige Rohr in der richtigen Menge – und dein Verteiler hat genug Abgänge für jeden Raum.

Mathematische Formel-Spezifikation

Exakte Berechnungsvorschrift nach Gesetzesgrundlage

**Eingaben:** Räume i mit A_i (m²), Abstand a_i (cm), Distanz zum Verteiler d_v (m), Heizlast q (W/m²), Belag. **Schritt 1 – Rohrbedarf:** Tabelle lfm/m²: 7,5→13,33; 10→10,00; 15→6,67; 20→5,00; 25→4,00; 30→3,33. L_i = A_i × t(a_i). **Schritt 2 – Zuleitung:** Z_i = 2 × d_v (hin + zurück). Gesamt L = Σ(L_i + Z_i). **Schritt 3 – Heizkreise:** N = aufrunden(L / 120). Kreis-Länge_max = L / N. Warnung falls >100 m; Fehler falls >120 m. Mindestabgänge Verteiler = N. **Schritt 4 – Randzone (optional):** Breite = min(0,2 × Raumtiefe; 1,0 m); dort Abstand 5–10 cm statt Raum-Abstand (separater Lfm-Anteil). **Schritt 5 – Heizlast-Check:** q_max = 8,92 × (ϑ_grenz − ϑ_i)^1,1 mit ϑ_grenz = 29 °C (Aufenthalt, ϑ_i = 20), 33 °C (Bad, ϑ_i = 24), 35 °C (Randzone, ϑ_i = 20). Belag Parkett: Warnschwelle 27 °C. Status OK falls q ≤ q_max, sonst Warnung mit Empfehlung (engerer Abstand / Zusatzheizung). **Rundung:** Meter auf ganze m aufrunden; Kreise aufrunden; Temperaturen auf 1 Dezimalstelle. **Wertquellen:** Pipelife Technisches Handbuch Fußbodenheizung (B2C): Rohrbedarfs-Tabelle; max. Heizkreislänge 120 m; Randzone 20 %/max. 1,0 m; Abstand bei Fliesen ≤20 cm. elkonet.de WBT: Verlegeabstände 5–30 cm (Randzone 5–10, Aufenthaltszone 15–30); Oberflächentemperaturen 29/35/33 °C. itap.it (EN 1264): Mindestabstände 5 cm/20 cm; spiralförmig vs. schlangenförmig. EN 1264-2: Leistungs-Kennlinie q = 8,92·Δϑ^1,1. Uponor Installation Guide: BS EN 1264 Grenztemperaturen. DIN EN 12831: Heizlastberechnung (Input). DIN 4726: Sauerstoffdiffusionsdichtheit der Rohre.

Häufig gestellte Fragen (FAQ)

Alles Wissenswerte zu Voraussetzungen, Gesetzen und Besonderheiten

1 Wie viele Heizkreise braucht eine Fußbodenheizung?

So viele, dass kein Kreis länger als 120 m Rohr wird (inklusive Zuleitungen): Heizkreise = aufrunden(Gesamt-Rohrlänge / 120 m). Jeder Raum bekommt mindestens einen eigenen Kreis für die Einzelraumregelung.

2 Wie lang darf ein Heizkreis maximal sein?

Maximal 120 m Rohr pro Kreis (Hersteller-Richtwert, z. B. Pipelife) – ab 100 m wird es hydraulisch anspruchsvoll. Längere Kreise lassen sich kaum noch sauber abgleichen: Der Druckverlust steigt, der Raum bleibt kalt.

3 Welcher Verlegeabstand ist der richtige?

10 cm für Räume mit hohem Wärmebedarf (Bad, schlecht gedämmte Räume), 15 cm als Standard für Wohnräume, 20 cm bei guter Dämmung und niedriger Heizlast. Randzonen an Fenstern: 5–10 cm. Der Abstand bestimmt den Rohrbedarf: 10 cm → 10 m/m², 15 cm → 6,67 m/m², 20 cm → 5 m/m².

4 Wie viel Watt pro m² schafft eine Fußbodenheizung?

Bei der zulässigen Oberflächentemperatur von 29 °C (Aufenthaltsbereich, EN 1264) rund 100 W/m², in der Randzone (35 °C) rund 175 W/m². Deine Heizlast muss darunter liegen – sonst brauchst du engere Abstände oder zusätzliche Heizflächen.

5 Welche Vorlauftemperatur braucht eine Fußbodenheizung?

Typisch 30–40 °C – deutlich weniger als Heizkörper. Je enger der Verlegeabstand und je besser die Dämmung, desto niedriger kann die Vorlauftemperatur sein. Die exakte Auslegung (Spreizung, Massenstrom) macht der Fachbetrieb.

6 Was ist eine Randzone bei der Fußbodenheizung?

Ein ca. 1 m breiter Streifen entlang von Außenwänden und bodentiefen Fenstern, in dem das Rohr enger verlegt wird (5–10 cm). Er fängt die abfallende Kaltluft ab und verhindert Zugerscheinungen – besonders wichtig bei großen Glasflächen.

7 Soll das Rohr spiralförmig oder schlangenförmig verlegt werden?

Spiralförmig (schneckenförmig) ist der Standard: gleichmäßigere Wärmeverteilung, einfachere Verlegung mit 90°-Bögen. Schlangenförmig wird nur eingesetzt, wenn der Vorlauf gezielt zuerst an die Außenwand soll.

8 Wie weit muss das Heizrohr von der Wand entfernt sein?

Nach EN 1264 mindestens 5 cm zu senkrechten Bauteilen und 20 cm zu Kaminen, Rauchabzügen und Aufzügen. Dazu umlaufend Randdämmstreifen für die Estrich-Dehnung.

9 Kann ich eine Fußbodenheizung im Altbau nachrüsten?

Ja – meist als Trockensystem mit geringer Aufbauhöhe (ca. 20–30 mm plus Belag). Kritisch ist die Heizlast: Bei 100 W/m² und mehr brauchst du enge Abstände (10 cm) und ggf. ergänzende Heizkörper. Der Heizlast-Check zeigt dir, ob es rechnerisch aufgeht.

10 Wann ist der Estrich über der Fußbodenheizung belegreif?

Erst nach dem normgerechten Aufheizprotokoll (Funktionsheizen) UND der CM-Messung: beheizter Zementestrich max. 1,8 CM-%, Calciumsulfatestrich max. 0,3 CM-%. Beides muss erfüllt sein – das Aufheizen allein ist keine Freigabe.

Geprüfte Quellen & Rechtsgrundlagen

  • • Pipelife – Technisches Handbuch Fußbodenheizung (B2C): Rohrbedarfs-Tabelle (lfm/m²), max. Heizkreislänge 120 m, Randzonen-Regel, Oberflächentemperatur-Grenzen
  • • elkonet.de (WBT Gebäudeenergieberater) – Verlegung der Heizrohre: Abstände 5–30 cm, Randzone 5–10 cm, Aufenthaltszone 15–30 cm; Wärmeleistung: 29/35/33 °C
  • • itap.it – Dimensionierung von Fußbodenheizungsanlagen (EN 1264): Mindestabstände, Verlegearten, Vorlauftemperatur-Berechnung
  • • Uponor – Installation Guide Underfloor Heating: max. Oberflächentemperaturen nach BS EN 1264
  • • DIN EN 1264 (Flächenheizungen) – Normenreihe für Auslegung und Grenzwerte
  • • DIN EN 12831 – Heizlastberechnung (Eingangsgröße)
  • • DIN 4726 – Sauerstoffdiffusionsdichtheit von Heizrohren