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Alltag & Rechner • Geprüfte Rechenlogik 2026/2027

Ig-metall-rechner: Dein ERA-Tarifentgelt

Du arbeitest in der Metall- und Elektroindustrie und willst wissen, was laut Tarif wirklich auf deiner Gehaltsabrechnung stehen müsste. Das Problem: 15 Tarifgebiete, 17 Entgeltgruppen und eine Leistungszulage, die in Nordrhein-Westfalen anders behandelt wird als überall sonst. Der ig-metall-rechner führt dich mit drei Angaben zum Ergebnis — Tarifgebiet, Entgeltgruppe und Zulagen — und zeigt dir dein Monatsentgelt nach der ERA-Tabelle ab April 2026, aufgeschlüsselt Zeile für Zeile.

Interaktiver Ig-metall-rechner

Offizieller BMF- & Gesetzesstand 2026/2027

Live-Berechnung

In welchem Tarifgebiet liegt dein Betrieb?

17): Deine Entgeltgruppe laut Arbeitsvertrag

Zahleneingabe

Deine vertraglichen Wochenstunden

Zahleneingabe, vorbelegt je Tarifgebiet

Deine Leistungszulage in Prozent

optional

Freiwillige Zulage des Arbeitgebers (optional)

/Zeitzuschläge in € (optional): Zuschläge z. B. für Nachtarbeit (optional)

Berechnungsergebnis
Tabellenentgelt
2.348,50 €

Exakt ermittelt nach Vorgaben 2026

Detaillierte Aufschlüsselung
Anteiliges Grundentgelt 642,80 €
Leistungszulage 1.705,70 €
Effektiver Belastungssatz 27,4 %
Ergebnis exportieren:

„Stand: Oktober 2026. ERA-Tabellen gültig ab 01.04.2026. Der Rechner ersetzt keine Rechts- oder Tarifberatung.

Auf den Punkt: Direkte Antwort

Dein IG-Metall-Tarifentgelt setzt sich aus zwei Teilen zusammen: dem Tabellenentgelt deiner Entgeltgruppe in deinem Tarifgebiet (gültig ab 1. April 2026) und der Leistungszulage deines Betriebs. Im Betriebsdurchschnitt liegt die Leistungszulage in Baden-Württemberg bei 15 Prozent und in Bayern bei 14 Prozent — sie wird auf das Grundentgelt aufgeschlagen. In Nordrhein-Westfalen steckt sie nicht im Tabellenwert, sondern kommt betrieblich obendrauf; wer sie dort weglässt, rechnet sein Entgelt systematisch zu niedrig. Bei Teilzeit wird das Tabellenentgelt anteilig gekürzt: 30 Stunden bei tariflichen 35 Stunden ergeben 30/35 des Tabellenwerts.

So funktioniert der ig-metall-rechner

Der Rechner braucht nur wenige Angaben und baut daraus deinen kompletten Tariflohn — in vier nachvollziehbaren Schritten:

Schritt 1: Tabellenentgelt. Aus deinem Tarifgebiet und deiner Entgeltgruppe (EG 1 bis EG 17) liest der Rechner das tarifliche Monatsgrundentgelt aus der ERA-Tabelle, gültig ab 1. April 2026.

Wichtig: Maßgeblich ist der Standort deines Betriebs, nicht dein Wohnort — wer in München wohnt, aber in Augsburg arbeitet, rechnet mit Bayern. Die Tabellen unterscheiden sich deutlich: In Baden-Württemberg reicht die Spanne von rund 2.741 € bis 6.907 € Monatsentgelt, in Hessen etwa von 2.762 € bis 6.412 €.

Schritt 2: Teilzeit-Pro-rata. Weicht deine Wochenarbeitszeit von der tariflichen ab, wird der Tabellenwert anteilig umgerechnet.

Die tarifliche Wochenarbeitszeit beträgt in den westlichen Tarifgebieten 35 Stunden, in mehreren Ost-Tarifgebieten (z. B. Sachsen, Sachsen-Anhalt, Thüringen) 38 Stunden. Formel: Grundentgelt = Tabellenwert × eigene Stunden / tarifliche Stunden.

Bei 30 von 35 Stunden erhältst du also 30/35 des Tabellenwerts.

Schritt 3: Zulagen. Auf das Grundentgelt kommen die Leistungszulage (Prozentwert deines Betriebs, Voreinstellung je Tarifgebiet), eine übertarifliche Zulage (falls dein Arbeitgeber freiwillig mehr zahlt) und gegebenenfalls Schicht- oder Zeitzuschläge.

Der NRW-Sonderfall ist fest eingebaut: Dort enthält der Tabellenwert keine Leistungszulage, sie wird separat addiert.

Schritt 4: Ergebnis. Du siehst jede Zeile einzeln — Tabellenentgelt, anteilige Kürzung bei Teilzeit, Leistungszulage, übertarifliche und sonstige Zulagen — und darunter dein Gesamt-Tarifentgelt pro Monat.

So erkennst du sofort, welche Zeile auf deiner echten Abrechnung fehlt oder zu niedrig ausfällt.

Was ändert sich 2026 / 2027?

Die aktuellen ERA-Tabellen gelten seit 1. April 2026 — sie stammen aus dem Tarifabschluss der Metall- und Elektroindustrie und sind der Rechenstand dieses Tools. Der entscheidende Punkt für 2026/2027 liegt aber in der Zukunft: Die Tarifrunde 2026/27 läuft bereits.

Der IG-Metall-Vorstand hat am 23. September 2026 beschlossen, fünf Prozent mehr Entgelt bei zwölf Monaten Laufzeit zu fordern — für rund 3,7 Millionen Beschäftigte in Autoindustrie, Maschinenbau, Metallbearbeitung und Elektrotechnik. Verhandelt wird außerdem über eine Gewinnbeteiligung in wirtschaftlich starken Betrieben sowie über die Absicherung von Arbeitsplätzen und Standorten.

Die ersten regionalen Verhandlungen haben am 7. Oktober 2026 begonnen; die Friedenspflicht endet am 31. Oktober 2026 — danach sind Warnstreiks möglich.

Was das für dich bedeutet: Sobald der neue Tarifabschluss steht, steigen die Tabellenwerte — und dieser Rechner wird auf die neuen Werte umgestellt. Rechne also bei jeder Tarifrunde kurz nach, ob dein Arbeitgeber die Erhöhung korrekt umgesetzt hat.

Auch Azubi-Vergütungen steigen dann mit; die aktuellen Sätze liegen je nach Tarifgebiet zwischen rund 1.243 € und 1.373 € im ersten Ausbildungsjahr. Für 2027 sind darüber hinaus keine gesonderten Änderungen an der ERA-Systematik angekündigt — das Entgeltrahmenabkommen selbst bleibt unverändert, es ändern sich nur die Tabellenwerte. Für vertiefende Berechnungen können Sie direkt den brutto-netto-rechner heranziehen.

Beispielrechnung

Nehmen wir ein konkretes Beispiel aus Baden-Württemberg: Beschäftigte in der untersten Entgeltgruppe mit einem Tabellenentgelt von 2.741 € (ERA-Tabelle BW, gültig ab 1. April 2026), in Teilzeit mit 30 Wochenstunden, Leistungszulage 15 Prozent (baden-württembergischer Betriebsdurchschnitt).

Schritt 1 — Teilzeit-Pro-rata: 2.741 € × 30 / 35 = 2.349,43 € Grundentgelt. Die 35 Stunden sind die tarifliche Wochenarbeitszeit im Westen.

Schritt 2 — Leistungszulage: 2.349,43 € × 15 % = 352,41 €. Die Zulage bezieht sich immer auf das (ggf. anteilige) Grundentgelt, nicht auf den vollen Tabellenwert.

Schritt 3 — Gesamtentgelt: 2.349,43 € + 352,41 € = 2.701,84 € Monatsentgelt.

Zum Vergleich: Ohne die Leistungszulage kämen nur 2.349,43 € heraus — eine Differenz von über 350 € im Monat, also mehr als 4.200 € im Jahr. Genau dieser Posten fehlt auf den Lohnzetteln, bei denen Beschäftigte „nur" ihr Tabellenentgelt prüfen.

Und in Nordrhein-Westfalen wäre die Rechnung umgekehrt aufzubauen: Dort ist der Tabellenwert von vornherein ohne Leistungszulage ausgewiesen, die betriebliche Zulage kommt separat hinzu.

Typische Fehler

  1. Die Leistungszulage vergessen.

Der mit Abstand häufigste Fehler. Viele vergleichen nur ihr Grundentgelt mit der Tabelle und übersehen, dass im Betriebsdurchschnitt 14 bis 15 Prozent obendrauf gehören.

In Nordrhein-Westfalen führt das Weglassen zu systematisch zu niedrigen Werten, weil die Zulage dort gar nicht im Tabellenwert steckt. Genau diese Lücke schließt der ig-metall-rechner — er addiert die Leistungszulage je Tarifgebiet automatisch in der richtigen Logik.

  1. Das falsche Tarifgebiet gewählt. Entscheidend ist der Standort des Betriebs. Grenzgänger zwischen Tarifgebieten — etwa Wohnen in Rheinland-Pfalz, Arbeiten in Baden-Württemberg — rechnen sonst mit der falschen Tabelle.

  2. Azubi-Tabelle statt ERA-Tabelle. Auszubildende haben eigene Vergütungstabellen (z. B. rund 1.304 € im ersten Jahr in Baden-Württemberg). Die ERA-Entgeltgruppen EG 1–17 gelten für ausgelernte Beschäftigte.

  3. Weihnachtsgeld mit Tabellenentgelt verwechselt.

Weihnachtsgeld, Urlaubsgeld und das Transformationsgeld (T-Geld) sind Sonderzahlungen und stecken nicht im monatlichen Tabellenentgelt. In Westdeutschland liegt das IG-Metall-Weihnachtsgeld meist zwischen 25 und 55 Prozent eines Monatsentgelts — oft gestaffelt nach Betriebszugehörigkeit, den vollen Anspruch gibt es häufig erst nach 36 Monaten.

  1. Wochenstunden falsch angesetzt. Wer in einem Ost-Tarifgebiet mit 38 tariflichen Wochenstunden 35 Stunden als Basis nimmt, rechnet sein Pro-rata-Entgelt falsch herum. Die tarifliche Stundenzahl steht immer im Entgelttarifvertrag deines Tarifgebiets.

  2. Übertarifliche Zulage doppelt gezählt. Zahlt dein Arbeitgeber freiwillig mehr als Tarif, gehört das in die Zeile „übertarifliche Zulage" — nicht in die Leistungszulage. Sonst vergleichst du Äpfel mit Birnen, wenn du deinen Lohn mit Kollegen vergleichst. Zur optimalen Gesamtplanung empfiehlt sich ergänzend unser praktischer weihnachtsgeld-rechner.

Sonderfälle / Ausnahmen

Nordrhein-Westfalen: Der wichtigste Sonderfall überhaupt. Anders als in allen anderen Tarifgebieten enthält der ERA-Tabellenwert in NRW keine Leistungszulage — sie wird betrieblich festgelegt und kommt zum Tabellenwert hinzu.

Der Rechner behandelt NRW deshalb als eigenen Rechenweg: Tabellenwert plus separat einzugebende Leistungszulage.

Schicht- und Zeitzuschläge: Nacht-, Sonntags- und Feiertagsarbeit wird mit Zuschlägen vergütet, die nicht Teil des ERA-Tabellenentgelts sind. Sie hängen von Arbeitszeit und Tarifgebiet ab und gehören in die separate Zuschlagszeile — wer sie ins Grundentgelt einrechnet, verfälscht den Tarifvergleich.

Transformationsgeld (T-Geld): In mehreren Tarifgebieten gibt es zusätzlich zum Monatsentgelt ein tarifliches Transformationsgeld als jährliche Sonderzahlung. Es ist kein Bestandteil des monatlichen Tabellenentgelts und wird deshalb separat ausgewiesen.

Wahloption „Geld oder freie Tage": In einigen Tarifgebieten können Beschäftigte — inzwischen auch Teilzeitkräfte und Eltern mit Kindern bis zwölf Jahren — wählen, ob sie bestimmte tarifliche Zusatzleistungen als Geld oder als freie Tage nehmen. Wer die Wahloption zieht, sieht auf dem Lohnzettel bewusst weniger Geld — das ist dann kein Fehler, sondern eine Entscheidung.

Betriebswechsel über Tarifgebietsgrenzen: Wechselst du den Betrieb in ein anderes Tarifgebiet, gilt ab dem ersten Tag die neue Tabelle — auch bei gleicher Tätigkeit und gleicher Entgeltgruppe kann das Monatsentgelt dadurch steigen oder sinken. Ein Blick in die Tabelle vor der Unterschrift lohnt sich.

Was bedeutet das Ergebnis für dich?

Dein Ergebnis ist eine Prüfziffer für deine Gehaltsabrechnung: Vergleiche das errechnete Grundentgelt mit der Zeile „Grundentgelt" oder „Tarifentgelt" auf deinem Lohnzettel. Stimmt der Wert nicht überein, ist das kein Rechenfehler des Tools, sondern ein Fall für den Betriebsrat.

Gegen eine falsche Leistungsbeurteilung gibt es ein tarifliches Reklamationsverfahren: Erster Schritt ist das Gespräch mit der Führungskraft, danach die Einschaltung des Betriebsrats — die Bewertungskriterien müssen der Betriebsvereinbarung entsprechen und nachvollziehbar begründet sein.

Für Gehaltsverhandlungen zeigt dir das Ergebnis, wo Luft ist: Die Spanne zwischen deiner Entgeltgruppe und der nächsthöheren ist der Betrag, um den es bei einer Höhergruppierung geht. Und die Leistungszulage ist der Hebel, den du über deine jährliche Leistungsbeurteilung direkt beeinflussen kannst — ein Sprung von 10 auf 14 Prozent macht bei 3.500 € Grundentgelt schnell über 1.600 € im Jahr aus.

Behalte außerdem die Tarifrunde 2026/27 im Auge: Jede Tariferhöhung musst du auf deiner Abrechnung wiederfinden — prüfe sie mit dem ig-metall-rechner nach, sobald die neuen Tabellen veröffentlicht sind.

Mathematische Formel-Spezifikation

Exakte Berechnungsvorschrift nach Gesetzesgrundlage

- **Tabellenentgelt**(EG, Tarifgebiet) = Monatsgrundentgelt aus der ERA-Entgelttabelle, gültig ab 01.04.2026. Quelle: IG-Metall-Entgelttabellen je Tarifgebiet (z. B. BW-Spanne 2.741–6.907 €; Quelle: gehalts.info/tarif/ig-metall). - **Tarifliche Wochenstunden**: 35 h in westlichen Tarifgebieten, 38 h in den Ost-Tarifgebieten (Sachsen, Sachsen-Anhalt, Thüringen u. a.). - **Grundentgelt** = Tabellenentgelt × eigene Wochenstunden / tarifliche Wochenstunden. - **Leistungszulage** = Grundentgelt × LZ-Prozentsatz. Defaults: BW 15 %, Bayern 14 % (Betriebsdurchschnitte; Quelle: igmetallrechner.de). **NRW-Sonderweg:** Tabellenwert enthält keine LZ; LZ wird als separater Prozentsatz auf das Grundentgelt addiert. - **Gesamt-Tarifentgelt** = Grundentgelt + Leistungszulage + übertarifliche Zulage + Schicht-/Zeitzuschläge. - Rundung: alle Zwischenergebnisse auf 2 Dezimalstellen (kaufmännisch), Anzeige in €. - Update-Hook: Tabellenwerte bei neuem Tarifabschluss (Tarifrunde 2026/27) austauschen; Version der Tabelle im UI datieren.

Häufig gestellte Fragen (FAQ)

Alles Wissenswerte zu Voraussetzungen, Gesetzen und Besonderheiten

1 Wie finde ich meine Entgeltgruppe im ERA-System?

** Deine Entgeltgruppe steht in deinem Arbeitsvertrag oder auf deiner Gehaltsabrechnung — meist als „EG" mit einer Zahl von 1 bis 17. Sie richtet sich nach den Anforderungen deiner Tätigkeit: Qualifikation, Verantwortung, Entscheidungsspielraum. Bei Unklarheit frag den Betriebsrat; die Eingruppierung folgt festen tariflichen Merkmalen und ist kein Bauchgefühl des Arbeitgebers.

2 Wie hoch ist die Leistungszulage bei der IG Metall?

** Die Leistungszulage wird betrieblich festgelegt und hängt von deiner Leistungsbeurteilung ab. Im Betriebsdurchschnitt liegt sie in Baden-Württemberg bei 15 Prozent und in Bayern bei 14 Prozent des Grundentgelts. Dein individueller Satz kann darüber oder darunter liegen — er muss in deiner Abrechnung als eigene Zeile auftauchen.

3 Warum ist mein Tabellenwert in NRW niedriger als bei Kollegen in Bayern?

** Weil du Äpfel mit Birnen vergleichst: In Nordrhein-Westfalen enthält der ERA-Tabellenwert keine Leistungszulage, in Bayern und den meisten anderen Tarifgebieten ist ein Durchschnittswert bereits eingerechnet. Addiere in NRW deine betriebliche Leistungszulage zum Tabellenwert — erst dann ist der Vergleich fair.

4 Wird das Tabellenentgelt bei Teilzeit anteilig gekürzt?

** Ja. Formel: Tabellenwert × deine Wochenstunden / tarifliche Wochenstunden. Bei 30 von 35 Stunden erhältst du 30/35 des Tabellenwerts. Die Leistungszulage wird anschließend auf das anteilige Grundentgelt berechnet — sie schrumpft also bei Teilzeit proportional mit.

5 Was ist der Unterschied zwischen Grundentgelt und Gesamtentgelt?

** Das Grundentgelt ist der (ggf. teilzeitanteilige) Tabellenwert deiner Entgeltgruppe. Das Gesamtentgelt ist Grundentgelt plus Leistungszulage plus übertarifliche und sonstige Zulagen — also das, was tariflich mindestens auf deinem Lohnzettel stehen muss. Zuschläge für Nacht- oder Sonntagsarbeit kommen noch obendrauf.

6 Wie viele Entgeltgruppen gibt es im ERA-System?

** Das Entgeltrahmenabkommen der Metall- und Elektroindustrie kennt 17 Entgeltgruppen (EG 1 bis EG 17) — von einfachen Tätigkeiten nach Anweisung bis zu hoch qualifizierten Spezialisten- und Führungsaufgaben. Jede Gruppe hat einen eigenen Tabellenwert je Tarifgebiet.

7 Wann steigen die IG-Metall-Tabellen wieder?

** Das entscheidet die laufende Tarifrunde 2026/27: Die IG Metall fordert fünf Prozent mehr Entgelt bei zwölf Monaten Laufzeit, die Verhandlungen laufen seit dem 7. Oktober 2026. Sobald ein Abschluss steht, werden die ERA-Tabellen angepasst — dieser Rechner wird dann auf die neuen Werte umgestellt.

8 Gilt der Rechner auch für Auszubildende?

** Nur bedingt: Auszubildende haben eigene Vergütungstabellen mit festen Sätzen pro Ausbildungsjahr (z. B. rund 1.243 € bis 1.373 € im ersten Jahr je nach Tarifgebiet). Die ERA-Entgeltgruppen EG 1–17 und die Leistungszulagen-Logik gelten für ausgelernte Beschäftigte. Für Azubis brauchst du die Azubi-Tabelle deines Tarifgebiets.

9 Zählt die Leistungszulage auch bei Weihnachtsgeld und Urlaubsgeld?

** Das hängt vom Tarifgebiet und der jeweiligen Sonderzahlung ab. Weihnachtsgeld und Urlaubsgeld bemessen sich in der Regel nach dem Monatsentgelt — in vielen Tarifgebieten inklusive der Leistungszulage. Prüfe die Formulierung in deinem Entgelttarifvertrag oder frag den Betriebsrat, welche Bezugsgröße für die Sonderzahlungen gilt.

Geprüfte Quellen & Rechtsgrundlagen

  • • IG Metall Tarif 2026 / ERA-Entgelttabellen je Tarifgebiet (gültig ab 01.04.2026): https://gehalts.info/tarif/ig-metall
  • • IG Metall Leistungszulage-Rechner (Rechenlogik, NRW-Sonderfall, Reklamationsverfahren): https://igmetallrechner.de/leistungszulage-rechner/
  • • Tarifrunde 2026/27, Forderung 5 % (Reuters, 23.09.2026): https://www.reuters.com/de/firma/ig-metall-fordert-fnf-prozent-mehr-geld-metall-tarifrunde-2026-09-23/
  • • Tarifrunde 2026/27, Forderung 5 % (awp/finanzen.ch, 23.09.2026): https://www.finanzen.ch/nachrichten/aktien/metall-tarifrunde-ig-metall-fordert-fuenf-prozent-mehr-geld-1036566797
  • • Entgelt-Rahmenabkommen (ERA), Begriff und Systematik: https://de.wikipedia.org/wiki/Entgelt-Rahmenabkommen
  • • Weihnachtsgeld-Vergleich TVöD/IG Metall (baden24.de): https://www.baden24.de/news/panorama/weihnachtsgeld-vergleich-gibt-es-bei-ver-di-oder-ig-metall-mehr-zr-94080171.html