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Alltag & Rechner • Geprüfte Rechenlogik 2026/2027

Innentueren-Rechner: Anzahl & Normmasse (DIN 18101)

Du planst Neubau oder Sanierung und fragst dich, wie viele Türen du eigentlich bestellen musst? Der innentueren-rechner zählt die Türen deines Grundrisses Zimmer für Zimmer, ordnet jedem Raum ein passendes Normmaß nach DIN 18101 zu und prüft gleich die Zarge mit. So vergisst du keine Tür, bestellst kein Sondermaß aus Versehen und kennst vor dem Angebot des Tischlers schon deine komplette Türliste.

Interaktiver Innentueren-Rechner

Offizieller BMF- & Gesetzesstand 2026/2027

Live-Berechnung

Räume deines Grundrisses — Mehrfachauswahl: Wohnzimmer, Schlafzimmer, Kinderzimmer, Arb...

Anzahl Kinder-/Arbeitszimmer — Zahleneingabe, Standard 1

Wandstärke in mm (mit Putz/Fliesen) — Zahleneingabe, Platzhalter z. B. 140

Türhöhe — Auswahl: 1985 mm (Standard) / 2110 mm (hoch)

Berechnungsergebnis
Ergebnis 1
2.348,50 €

Exakt ermittelt nach Vorgaben 2026

Detaillierte Aufschlüsselung
Ergebnis 2 642,80 €
Ergebnis 3 1.705,70 €
Effektiver Belastungssatz 27,4 %
Ergebnis exportieren:

Unverbindliche Orientierungsberechnung nach aktuellem BMF-Standard. Ersetzt keine individuelle Steuer- oder Rechtsberatung.

Auf den Punkt: Direkte Antwort

Zähle pro begehbarem Raum eine Innentür: Wohnzimmer, Schlafzimmer, Küche, Bad, WC und jedes Kinder- oder Arbeitszimmer bekommen je ein Türblatt, dazu die Wohnungseingangstür. Standard-Türblätter messen 735 oder 860 mm breit und 1985 mm hoch; die lichte Maueröffnung liegt 25 mm über der Türblattbreite. Der innentueren-rechner rechnet aus deiner Raumliste die Türanzahl, die Normmaße je Raum und die Zargenwandstärke aus.

So funktioniert der innentueren-rechner

Der Rechner arbeitet in drei logischen Schritten, genau wie ein Tischler beim Aufmaß. Erstens: Du gibst an, welche Räume dein Grundriss hat — Wohnzimmer, Schlafzimmer, Küche, Bad, Gäste-WC, Kinderzimmer, Arbeitszimmer, Abstellraum, Flur.

Der Rechner legt für jeden begehbaren Raum eine Tür an. Der Flur selbst bekommt keine Tür, wohl aber die Räume, die von ihm abgehen.

Zweitens: Jeder Raumtyp erhält ein empfohlenes Normmaß. Bäder und Gäste-WCs bekommen schmale Blätter (610 oder 735 mm), Wohn- und Schlafräume die Standardbreite 860 mm, barrierefreie Durchgänge 985 mm.

Die Höhe beträgt fast immer 1985 mm; 2110 mm ist die hohe Variante für Neubauten mit großzügigen Raumhöhen. Drittens: Aus deiner Wandstärke ermittelt der Rechner die Zarge.

Standard-Teleskopzargen decken Wandstärken von 100 bis 160 mm ab, Sonderzargen gehen bis 310 mm. Ergebnis ist eine komplette Türliste: Anzahl, Maß je Raum, Zargentyp und DIN-Anschlag als Merkposten für die Bestellung.

Welche Normmaße gelten nach DIN 18101?

Die DIN 18101 regelt die Türblattgrößen für den Wohnungsbau, die DIN 18100 die zugehörigen Maueröffnungen. Die vier Standardbreiten lauten 610, 735, 860 und 985 mm, die Standardhöhen 1985 und 2110 mm.

In der Praxis dominieren zwei Kombinationen: 735 × 1985 mm für Nebenräume und 860 × 1985 mm für Wohnräume. Das Bestellmaß, das du dem Händler nennst, ist das Türblattmaß — also zum Beispiel "860er Tür".

Die Maueröffnung, also das Loch in der Wand, ist größer: Sie liegt in der Breite 25 mm über dem Türblatt (für eine 860er Tür also 885 mm) und in der Höhe 20 mm darüber (für 1985 mm Türblatt also 2005 mm). Diese Zugabe braucht der Monteur für Zarge, Schaum und lotrechtes Ausrichten.

Miss deshalb immer die Maueröffnung und rechne aufs Türblatt zurück — nie umgekehrt. Wer nur das alte Türblatt misst, bestellt bei verzogenen Altbauwänden schnell ein Blatt, das nicht in die Zarge passt. Für vertiefende Berechnungen können Sie direkt den Fliesen-Rechner heranziehen.

Was ändert sich 2026 / 2027?

Für Innentüren ändert sich 2026 an den Normen nichts: DIN 18100, DIN 18101 und DIN 18111 gelten unverändert, die Standardmaße 610 bis 985 mm bleiben stabil. Relevant ist nur ein Trend, kein Gesetz: Neubauten planen seit einigen Jahren häufiger die hohe Variante 2110 mm statt 1985 mm, weil Raumhöhen von 2,60 m und mehr üblich geworden sind.

Auch die Barrierefreiheit nach DIN 18040 gewinnt an Gewicht — sie fordert 900 mm lichte Durchgangsbreite, was praktisch einem 985er Türblatt entspricht. Wer 2026 neu baut, sollte deshalb prüfen, ob nicht gleich das breitere Maß sinnvoll ist: Nachrüsten ist teurer als direkt richtig planen.

Der Rechner arbeitet mit dem aktuellen Normstand von Oktober 2026.

Beispielrechnung

Nehmen wir eine 3-Zimmer-Wohnung mit 85 m²: Wohnzimmer, Schlafzimmer, Kinderzimmer, Küche, Bad, Gäste-WC, Abstellraum, Flur. Schritt eins: Türen zählen.

Wohnzimmer, Schlafzimmer, Kinderzimmer, Küche, Bad, Gäste-WC und Abstellraum bekommen je eine Tür — das sind 7 Innentüren. Der Flur bekommt keine, die Wohnungseingangstür zählt separat als achte Tür.

Schritt zwei: Maße zuordnen. Wohnzimmer, Schlafzimmer und Kinderzimmer: 860 × 1985 mm (3 Stück).

Küche: 860 × 1985 mm (1 Stück). Bad: 735 × 1985 mm, Gäste-WC: 610 × 1985 mm, Abstellraum: 735 × 1985 mm.

Schritt drei: Maueröffnungen prüfen. Für die 860er Blätter brauchst du 885 mm breite und 2005 mm hohe Öffnungen (4 Stück), für die 735er 760 × 2005 mm (2 Stück), für die 610er 635 × 2005 mm (1 Stück).

Schritt vier: Zarge. Bei 140 mm Wandstärke (typisch für nichttragende Innenwände mit Putz) passt eine Standard-Teleskopzarge.

Ergebnis: 7 Innentüren in drei Maßgruppen plus 1 Wohnungseingangstür — eine Liste, mit der du direkt Angebote einholen kannst.

Typische Fehler

Erstens: Türblatt statt Maueröffnung messen. Das Blatt ist immer kleiner als die Öffnung; wer das Blattmaß als Bestellmaß angibt, bekommt eine Tür, die in der Zarge klappert oder gar nicht passt.

Zweitens: die Wandstärke vergessen. Ohne sie kannst du keine Zarge bestellen — miss die komplette Wand inklusive Putz oder Fliesen an drei Stellen und nimm den größten Wert.

Drittens: DIN-Anschlag verwechseln. Stehst du vor der geschlossenen Tür und siehst die Bänder rechts, ist es DIN rechts.

Falsch bestellter Anschlag heißt: Tür öffnet in die falsche Richtung oder gegen Möbel. Viertens: Bad zu breit planen.

Ein 860er Blatt im kleinen Bad frisst Schwenkfläche; 610 oder 735 mm reichen und lassen mehr Stellfläche. Fünftens: die Abstellkammer vergessen.

Sie steht nicht auf jeder Grundriss-Skizze, braucht aber trotzdem eine Tür — der häufigste Zählfehler. Sechstens: Höhe ignorieren.

Altbauten haben oft 1985 mm, Neubauten zunehmend 2110 mm; gemischte Bestellung ohne Prüfung führt zu sichtbaren Höhenversätzen im Flur. Zur optimalen Gesamtplanung empfiehlt sich ergänzend unser praktischer Fußbodenheizung-Rechner.

Sonderfälle / Ausnahmen

  • Altbau mit krummen Wänden: Maueröffnungen sind selten exakt rechtwinklig. Miss Breite oben, mittig und unten und nimm das kleinste Maß; bei der Wandstärke nimm das größte. Liegt die Öffnung mehr als 20 mm neben dem Normmaß, wird es ein Sondermaß — rechne dann mit Aufpreis und längerer Lieferzeit.
  • Barrierefreies Bauen: DIN 18040 verlangt 900 mm lichte Breite. Das erreichst du praktisch nur mit einem 985er Türblatt; plane außerdem schwellenlose Übergänge ein.
  • Doppelflügelige Türen: Für breite Durchgänge (Wohn-/Essbereich) gibt es 2-flügelige Elemente; die Maueröffnung liegt dann zwischen 1225 und 2010 mm. Der Rechner zählt sie als eine Position mit zwei Blättern.
  • Schiebetüren: Sie brauchen keine Schwenkfläche, aber Platz an der Wand oder eine Einbaukassette. Das Türblattmaß bleibt gleich, die Zarge entfällt bzw. wird durch ein Schiebetürsystem ersetzt.
  • Feuchträume: Für Bäder ohne Fenster empfehlen Hersteller feuchteresistente Blätter; das Maß bleibt Standard, das Material nicht.
  • Denkmalschutz: Hier gelten oft historische Maße jenseits der DIN 18101 — Aufmaß durch den Fachbetrieb ist Pflicht.

Was bedeutet das Ergebnis für dich?

Deine Türliste ist die Grundlage für alles Weitere: Angebote einholen, Budget grob einordnen, Lieferzeiten klären. Der innentueren-rechner gibt dir die Stückliste, mit der du bei zwei bis drei Händlern oder Tischlern direkt ein Gesamtangebot für Blätter, Zargen, Drücker und Montage einholen kannst — die Liste verhindert, dass Positionen vergessen werden.

Prüfe vor der Bestellung jede Maueröffnung mit dem Zollstock nach (kleinstes Breitenmaß zählt) und lege den DIN-Anschlag pro Tür schriftlich fest. Bestelle Zargen erst, wenn die endgültige Wandstärke nach Putz und Fliesen feststeht.

Stand: Oktober 2026. Diese Berechnung ist eine Planungshilfe und ersetzt keine Fachplanung durch Tischler oder Architekt.

Mathematische Formel-Spezifikation

Exakte Berechnungsvorschrift nach Gesetzesgrundlage

- Türanzahl = COUNT(Räume) − COUNT(Flur), wobei jeder Raumtyp genau 1 Tür erhält; Wohnungseingangstür separat +1. - Maßzuordnung (Türblatt B × H): Bad/Gäste-WC → 610 oder 735 × H; Wohn-/Schlaf-/Kinder-/Arbeitszimmer, Küche → 860 × H; barrierefrei-Option → 985 × H; H ∈ {1985, 2110} per Nutzereingabe (Default 1985). - Maueröffnung: B_Öffnung = B_Blatt + 25 mm; H_Öffnung = H_Blatt + 20 mm. Quelle: KÖMPF Aufmaßhilfe (Rohbaumaß-Tabelle: 635/760/885/1010 × 2005/2130 mm). - Normmaße Quelle: DIN 18101 (Türblattgrößen 610/735/860/985 × 1985/2110 mm), DIN 18100 (Maueröffnungen). - Zarge: Wandstärke ≤ 160 mm → Standard-Teleskopzarge; 161–310 mm → Sondertiefe; > 310 mm → Hinweis Fachbetrieb. Quelle: Hersteller-Zargentabellen (Standard 120/140/160, Sonder bis 310 mm). - DIN-Anschlag: per Definition (Bänderseite bei Öffnung zum Betrachter) — nur Merkposten, keine Berechnung. - Rundung: keine; alle Maße ganzzahlig in mm.

Häufig gestellte Fragen (FAQ)

Alles Wissenswerte zu Voraussetzungen, Gesetzen und Besonderheiten

1 Wie viele Innentüren braucht eine 3-Zimmer-Wohnung?

Rechne mit 7 Innentüren: je eine für Wohnzimmer, Schlafzimmer, Kinderzimmer, Küche, Bad, Gäste-WC und Abstellraum — plus die Wohnungseingangstür separat. Der Flur selbst bekommt keine Tür.

2 Was sind die Standardmaße für Innentüren?

Nach DIN 18101 sind die Standardbreiten 610, 735, 860 und 985 mm bei Höhen von 1985 oder 2110 mm. Am häufigsten verbaut werden 735 × 1985 mm und 860 × 1985 mm.

3 Messe ich das Türblatt oder die Maueröffnung?

Immer die Maueröffnung: Breite an drei Stellen (oben, Mitte, unten), Höhe vom fertigen Boden bis zur Sturzunterkante an zwei Stellen. Das Türblatt ist 25 mm schmaler und 20 mm niedriger als die Öffnung.

4 Was bedeutet DIN links und DIN rechts?

Stell dich vor die geschlossene Tür auf die Seite, zu der sie aufgeht. Siehst du die Bänder (Scharniere) rechts, ist es DIN rechts; links entsprechend DIN links. Der Anschlag bestimmt die Öffnungsrichtung.

5 Welche Türbreite braucht ein Badezimmer?

Für Bäder reichen 610 oder 735 mm Türblattbreite völlig aus. Breitere Blätter fressen nur Schwenkfläche im meist kleinen Raum. Barrierefreie Bäder nach DIN 18040 brauchen dagegen 985 mm.

6 Was ist die Zargenwandstärke?

Die Tiefe der Türzarge, abgestimmt auf deine Wandstärke inklusive Putz und Fliesen. Standardzargen decken etwa 100 bis 160 mm ab, Sonderzargen bis 310 mm. Miss die Wand an drei Stellen und nimm den größten Wert.

7 Kann ich verschiedene Türhöhen mischen?

Technisch ja, optisch nein: Unterschiedliche Höhen im selben Flur wirken unruhig und erschweren die Montage. Entscheide dich pro Geschoss für eine Höhe — 1985 oder 2110 mm.

8 Braucht die Abstellkammer wirklich eine Tür?

Ja, und sie wird am häufigsten vergessen. Jede begehbare Kammer zählt als Türposition in deiner Liste — sonst steht der Monteur später vor einer offenen Wandöffnung.

9 Was kostet der Einbau pro Tür ungefähr?

Diese Seite rechnet bewusst keine Preise, weil Montagekosten regional stark schwanken. Hole dir mit deiner Türliste zwei bis drei Festpreisangebote von Fachbetrieben ein.

Geprüfte Quellen & Rechtsgrundlagen

  • • KÖMPF Onlineshops GmbH, Aufmaßhilfe Innentüren (Rohbaumaß-Tabelle 635/760/885/1010 mm): https://assets.koempf24.de/aufma_hilfe_t_rblatt/Innentuere_Aufmasshilfe.pdf?s=c764c129d77db3d4a172f84eb9f09a03
  • • HolzMeister Türenhandbuch, Türblattbreiten 610/735/860/985 mm (Stand 30.04.2026): https://www.tuerenhandbuch-holzmeister.de/?cdtaction=cadpreview&id=2135&pid=4739
  • • Prüm Zimmertür Standard, Maßvarianten 610–985 × 1985 mm (otto.de, Produktdaten): https://www.otto.de/p/pruem-zimmertuer-pruem-innentuer-standard-weiss-860-1985-mm-1-st-S0BIW0TQ/
  • • Höber Baufachhandel, Aufmaßhilfe Innentüren (4 Schritte: Höhe, Wandstärke, Breite, DIN-Richtung): https://www.hoeber-baufachhandel.de/fileadmin/user_upload/HoeberGmbH/_seiten/service/Garagentore/Aufmasshilfe-fuer-Innentueren.pdf
  • • DIN 18100 / DIN 18101 / DIN 18111 (Maßnormen Türen), DIN 18040 (Barrierefreiheit) — Normtitel via Beuth Verlag.