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Alltag & Rechner • Geprüfte Rechenlogik 2026/2027

Jobrad-rechner: Was dich dein Dienstrad wirklich kostet

„Bis zu 40 Prozent sparen" — so wirbt das Dienstrad-Leasing. Aber was zahlst du unterm Strich wirklich pro Monat, und was kostet dich das Rad über die gesamte Laufzeit inklusive Übernahme? Das Problem: Die üblichen Rechner zeigen dir eine vereinfachte Rechnung — ohne die Sozialabgaben auf den geldwerten Vorteil und ohne den Übernahmepreis am Ende. Der jobrad-rechner macht die ehrliche Vollkosten-Rechnung: Leasingrate, Steuer- und SV-Ersparnis, geldwerter Vorteil nach der 0,25-%-Regel und die Übernahme nach 36 Monaten — damit du weißt, ob sich das Leasing für dich lohnt.

Interaktiver Jobrad-rechner

Offizieller BMF- & Gesetzesstand 2026/2027

Live-Berechnung
brutto, €

Unverbindliche Preisempfehlung inkl. MwSt.

€

Leasingrate pro Monat (ca. 2,5 % der UVP)

Monate, Standard 36

Leasinglaufzeit in Monaten

%

Dein Grenzsteuersatz (z. B. 35 %)

%

Satz Arbeitnehmer (%): Dein SV-Beitragssatz (z. B. 20,5 %)

€/Monat, optional

Zuschuss des Arbeitgebers (optional)

Toggle

Rad nach Laufzeit übernehmen (ca. 18 % UVP)

Berechnungsergebnis
Geldwerter Vorteil/Monat
2.348,50 €

Exakt ermittelt nach Vorgaben 2026

Detaillierte Aufschlüsselung
Steuerersparnis 642,80 €
SV-Ersparnis 1.705,70 €
Effektiver Belastungssatz 27,4 %
Ergebnis exportieren:

„Stand: Oktober 2026. Rechtsstand 2026 (§ 6 Abs. 1 Nr. 4 Satz 6 EStG). Beispielwerte; deine Sätze können abweichen. Der Rechner ersetzt keine Steuerberatung.

Auf den Punkt: Direkte Antwort

Beim Dienstrad-Leasing wird die monatliche Leasingrate per Gehaltsumwandlung von deinem Bruttogehalt abgezogen — du sparst darauf Lohnsteuer und Sozialabgaben. Für die private Nutzung versteuerst du monatlich den geldwerten Vorteil nach der 0,25-%-Regel: 1 Prozent eines auf volle 100 € abgerundeten Viertels der unverbindlichen Preisempfehlung (UVP). Bei 3.500 € UVP sind das 8,00 € im Monat. Nach 36 Monaten kannst du das Rad meist für rund 18 Prozent der UVP übernehmen. Unterm Strich liegt die Nettobelastung typischerweise bei 50 bis 60 Prozent der Leasingrate — plus Übernahmepreis ergibt das eine echte Ersparnis von rund 30 bis 40 Prozent gegenüber dem Barkauf.

So funktioniert der jobrad-rechner

Der Rechner bildet die steuerliche Mechanik des Dienstrad-Leasings vollständig ab — in fünf Schritten, inklusive der zwei Posten, die andere Rechner weglassen:

Schritt 1: Leasingrate. Du gibst die UVP (brutto, inkl.

MwSt.) deines Wunschrads und die monatliche Leasingrate ein. Typisch sind rund 2,5 Prozent der UVP pro Monat bei 36 Monaten Laufzeit — bei 3.500 € UVP also etwa 87,50 €.

Dieser Betrag wird per Gehaltsumwandlung von deinem Brutto abgezogen.

Schritt 2: Steuerersparnis. Auf die umgewandelten 87,50 € zahlst du keine Lohnsteuer mehr.

Bei einem angenommenen Grenzsteuersatz von 35 Prozent (typisch für mittlere Einkommen) sparst du 87,50 € × 35 % = 30,63 € Steuern im Monat. Der Rechner arbeitet mit deinem individuellen Grenzsteuersatz — je höher dein Einkommen, desto größer die Steuerersparnis.

Schritt 3: SV-Ersparnis. Auf die Gehaltsumwandlung entfallen auch keine Sozialversicherungsbeiträge.

Bei einem Arbeitnehmer-Gesamtsatz von rund 20,5 Prozent (Renten-, Kranken-, Arbeitslosen- und Pflegeversicherung) sparst du 87,50 € × 20,5 % = 17,94 € im Monat. Beachte: Die Gehaltsumwandlung mindert dein beitragspflichtiges Entgelt — dazu mehr im Abschnitt zur Rente.

Schritt 4: Geldwerter Vorteil — vollständig. Für die Privatnutzung wird der geldwerte Vorteil nach der 0,25-%-Regel versteuert.

Die exakte amtliche Formel (BMF LStH 2025, Anhang 24 IV Nr. 4; § 6 Abs. 1 Nr. 4 Satz 6 EStG): gWV = 1 % × auf volle 100 € abgerundetes Viertel der UVP. Bei 3.500 € UVP: 3.500 ÷ 4 = 875 → abgerundet 800 → 1 % = 8,00 € monatlicher geldwerter Vorteil.

Darauf zahlst du Lohnsteuer (8,00 € × 35 % = 2,80 €) — und hier kommt der Posten, den andere Rechner unterschlagen: auch Sozialabgaben (8,00 € × 20,5 % = 1,64 €). Der geldwerte Vorteil ist nämlich nicht nur steuer-, sondern auch sozialversicherungspflichtiges Arbeitsentgelt.

Schritt 5: Nettobelastung. 87,50 € − 30,63 € − 17,94 € + 2,80 € + 1,64 € = 43,37 € effektive Nettobelastung pro Monat.

Ohne den SV-Anteil auf den geldwerten Vorteil kämen 41,73 € heraus — die Differenz von 1,64 € im Monat bzw. rund 59 € über die Laufzeit ist der „versteckte" Posten der vereinfachten Rechner.

Was ändert sich 2026 / 2027?

Die gute Nachricht vorweg: Die 0,25-%-Regel für Diensträder ist keine befristete Förderung, sondern dauerhaft im Einkommensteuergesetz verankert (§ 6 Abs. 1 Nr. 4 Satz 6 EStG, konkretisiert im BMF-Schreiben bzw. der Lohnsteuer-Hinweise 2025, Anhang 24 IV Nr. 4). Für 2026 und 2027 sind keine Änderungen an der steuerlichen Bewertung von Diensträdern angekündigt — die Rechenlogik dieses Tools bleibt stabil. Für vertiefende Berechnungen können Sie direkt den brutto-netto-rechner heranziehen.

Was sich ändern kann, sind die Rahmenwerte deiner persönlichen Rechnung: Steigt dein Gehalt, steigt dein Grenzsteuersatz — und damit deine Steuerersparnis. Ändern sich die Sozialversicherungssätze oder der Zusatzbeitrag deiner Krankenkasse, verschiebt sich die SV-Ersparnis.

Der Rechner arbeitet deshalb mit deinen aktuellen Werten statt mit fest verdrahteten Sätzen.

Ein Punkt bleibt dauerhaft relevant: Überlässt dir dein Arbeitgeber das Dienstrad zusätzlich zum ohnehin geschuldeten Arbeitslohn — also ohne Gehaltsumwandlung —, ist die Überlassung nach § 3 Nr. 37 EStG komplett steuerfrei. Dann entfällt die gesamte Rechnung oben: kein geldwerter Vorteil, keine Abzüge.

Das ist die beste aller Varianten, kommt aber in der Praxis seltener vor als die Gehaltsumwandlung. Der Update-Hook dieser Seite: Sobald sich BMF-Vorgaben oder die EStG-Regelungen ändern, wird die Formel-Spezifikation angepasst — der Rechenstand ist jeweils datiert.

Beispielrechnung

Das komplette Beispiel: E-Bike mit 3.500 € UVP, Leasingrate 87,50 €/Monat, Laufzeit 36 Monate, Grenzsteuersatz 35 %, SV-Satz 20,5 %.

Monatliche Nettobelastung:

  • Leasingrate (Gehaltsumwandlung): −87,50 €
  • Steuerersparnis (35 %): +30,63 €
  • SV-Ersparnis (20,5 %): +17,94 €
  • Steuer auf geldwerten Vorteil (8,00 € × 35 %): −2,80 €
  • SV auf geldwerten Vorteil (8,00 € × 20,5 %): −1,64 €
  • Effektive Nettobelastung: 43,37 €/Monat

Gesamtbilanz über 36 Monate:

  • Nettobelastung gesamt: 43,37 € × 36 = 1.561,32 €
  • Übernahmepreis (üblich 18 % der UVP): 3.500 € × 18 % = 630,00 €
  • Gesamtkosten: 2.191,32 €
  • Barkauf zum Vergleich: 3.500,00 €
  • Echte Ersparnis: 1.308,68 € — das sind 37,4 Prozent.

Zum Vergleich die Marketing-Rechnung ohne Übernahmepreis: 1.561,32 € gegen 3.500 € ergäben 55 Prozent „Ersparnis" — aber nur, wenn du das Rad nach drei Jahren zurückgibst statt es zu behalten. Willst du es behalten, ist der Übernahmepreis Teil deiner Kosten.

Und ein Detail zum Übernahmepreis: Das Finanzamt setzt den Restwert nach drei Jahren mit 40 Prozent der UVP an; die Differenz zum üblichen Übernahmepreis von 18 Prozent versteuert der Anbieter meist pauschal mit 30 Prozent nach § 37b EStG — für dich bleibt der Kaufpreis von 18 Prozent.

Typische Fehler

  1. Den Übernahmepreis vergessen.

Der häufigste Fehler in der Ersparnis-Bilanz. „57 Prozent gespart" klingt gut — gilt aber nur bei Rückgabe.

Wer sein Rad behalten will, muss die rund 18 Prozent UVP in die Rechnung aufnehmen. Der jobrad-rechner zeigt deshalb immer beide Varianten: mit Rückgabe und mit Übernahme.

  1. Die SV auf den geldwerten Vorteil unterschlagen. Fast alle Online-Rechner ziehen vom geldwerten Vorteil nur die Steuer ab. Richtig ist: Der geldwerte Vorteil erhöht auch dein SV-pflichtiges Entgelt. Bei 8,00 € sind das 1,64 € im Monat — klein, aber über 36 Monate fast 60 €.

  2. Mit dem Durchschnittssteuersatz rechnen.

Für die Ersparnis zählt dein Grenzsteuersatz — also der Satz, mit dem der letzte verdiente Euro belastet wird — nicht dein Durchschnittssteuersatz. Bei 40.000 bis 55.000 € Jahresbrutto liegt er typischerweise um die 35 Prozent; bei höherem Einkommen entsprechend höher — und die Ersparnis wächst mit.

  1. Brutto-UVP mit Netto-UVP verwechseln. Die 0,25-%-Regel bezieht sich auf die Brutto-UVP inklusive Mehrwertsteuer. Wer mit dem Nettopreis rechnet, unterschätzt den geldwerten Vorteil.

  2. Arbeitgeberzuschuss nicht einrechnen. Gibt dein Arbeitgeber einen Zuschuss zur Leasingrate oder übernimmt er Versicherung und Service, sinkt deine Nettobelastung direkt um diesen Betrag. Das ist oft der größte Einzelhebel — frag aktiv danach.

  3. S-Pedelec wie ein Fahrrad behandeln.

Schnelle S-Pedelecs bis 45 km/h gelten kraftfahrzeugrechtlich als Kraftfahrzeuge — für sie gilt die 0,25-%-Regel nicht, sondern die 0,5-%-Regelung wie beim Dienstwagen, inklusive Zuschlag für den Arbeitsweg. Ein teurer Irrtum, wenn man ihn erst bei der Abrechnung bemerkt. Zur optimalen Gesamtplanung empfiehlt sich ergänzend unser praktischer lohnsteuer-rechner.

Sonderfälle / Ausnahmen

Komplett steuerfrei nach § 3 Nr. 37 EStG. Überlässt dir der Arbeitgeber das Dienstrad zusätzlich zum ohnehin geschuldeten Arbeitslohn — also als echte Zusatzleistung ohne Gehaltsumwandlung —, ist die private Nutzung vollständig steuerfrei.

Kein geldwerter Vorteil, keine Abzüge, keine Rechnung nötig. Das ist die Königsvariante; in der Praxis dominiert aber die Gehaltsumwandlung.

Kein Arbeitsweg-Zuschlag. Anders als beim Dienstwagen fällt beim Dienstrad kein 0,03-Prozent-Zuschlag für Fahrten zur ersten Tätigkeitsstätte an — die Fahrten sind mit dem Monatswert des geldwerten Vorteils abgegolten.

Die Entfernungspauschale kannst du trotzdem in deiner Steuererklärung geltend machen.

Jobwechsel oder Kündigung. Der Leasingvertrag läuft zwischen deinem Arbeitgeber und dem Anbieter; dein Überlassungsvertrag hängt am Arbeitsverhältnis.

Ohne Übernahmeklausel im neuen Arbeitsverhältnis wird bei einem Wechsel häufig die Restsumme fällig — prüfe diese Regelung unbedingt vor Vertragsabschluss. Manche Anbieter erlauben die Vertragsübertragung auf den neuen Arbeitgeber.

Elternzeit und längere Krankheit. Während einer Gehaltsunterbrechung läuft die Gehaltsumwandlung ins Leere — kläre mit Arbeitgeber und Anbieter, wie die Leasingraten in dieser Zeit behandelt werden. Die Verträge sehen dafür meist Sonderregelungen vor.

Selbständige und Gesellschafter-Geschäftsführer. Auch Selbständige können ein Dienstrad nutzen; Gesellschafter-Geschäftsführer sollten die Vereinbarung vorab schriftlich und fremdüblich treffen, um eine verdeckte Gewinnausschüttung zu vermeiden.

Anbieter-Unabhängigkeit. Ob JobRad, Bikeleasing, mein-Dienstrad oder ein anderer Anbieter: Die steuerliche Bewertung folgt aus dem EStG und den BMF-Vorgaben, nicht aus dem Vertragsmodell. Dieser Rechner gilt deshalb für alle Anbieter gleichermaßen.

Was bedeutet das Ergebnis für dich?

Dein Ergebnis besteht aus zwei Zahlen, die du unterschiedlich nutzt. Die monatliche Nettobelastung (im Beispiel 43,37 €) ist deine Budgetzahl: So viel weniger hast du effektiv im Monat zur Verfügung — deutlich weniger als die 87,50 € Leasingrate, weil Steuer und SV den größten Teil auffangen.

Die Gesamtbilanz (im Beispiel 2.191,32 € inklusive Übernahme) ist deine Entscheidungszahl: Vergleiche sie ehrlich mit dem Barkauf — und mit der Alternative, ein günstigeres Rad zu nehmen. Der jobrad-rechner stellt dir beide Zahlen nebeneinander, damit du auf einen Blick siehst, wo du stehst.

Faustregel: Je höher dein Grenzsteuersatz und je höher die UVP, desto größer dein relativer Vorteil.

Zwei langfristige Effekte solltest du kennen. Erstens die Rente: Die Gehaltsumwandlung mindert dein beitragspflichtiges Entgelt.

Bei 85 € monatlicher Umwandlung über 36 Monate entgehen dir rund 0,06 Entgeltpunkte — das entspricht etwa 2,50 € Monatsrente. Kein Drama, aber gut zu wissen.

Zweitens die Versicherung: Leasingräder sind meist über den Anbieter versichert — prüfe, ob Verschleiß und Service inklusive sind oder extra kosten. Und wenn dein Arbeitgeber einen Zuschuss anbietet: Nimm ihn — er senkt deine Nettobelastung Euro für Euro.

Mathematische Formel-Spezifikation

Exakte Berechnungsvorschrift nach Gesetzesgrundlage

- **Geldwerter Vorteil/Monat** = 1 % × floor(UVP_brutto / 4, 100) — d. h. UVP vierteln, auf volle 100 € abrunden, davon 1 %. Rechtsgrundlage: § 6 Abs. 1 Nr. 4 Satz 6 EStG; BMF LStH 2025 Anhang 24 IV Nr. 4. Quelle: rechenhafen.de. Referenz: 3.500 € → 8,00 €; 3.000 € → 7,00 €. - **Steuerersparnis/Monat** = Leasingrate × Grenzsteuersatz. - **SV-Ersparnis/Monat** = Leasingrate × AN-SV-Satz (Richtwert 20,5 %; Quelle: myvelo.de-Beispiel; individuell: RV 18,6 % + KV + PV + ALV 2,6 %, jeweils AN-Anteil). - **Steuer auf gWV** = gWV × Grenzsteuersatz; **SV auf gWV** = gWV × AN-SV-Satz (wird von anderen Rechnern unterschlagen — hier explizit). - **Nettobelastung/Monat** = Leasingrate − Steuerersparnis − SV-Ersparnis + Steuer auf gWV + SV auf gWV − Arbeitgeberzuschuss. - **Übernahmepreis** = 18 % × UVP (branchenüblich; Quelle: deutsches-rechner.de). FA-Restwert: 40 % nach 3 Jahren; Differenz pauschal 30 % nach § 37b EStG durch Anbieter. - **Gesamtbilanz** = Nettobelastung × Laufzeit (+ Übernahmepreis, falls Toggle aktiv). **Ersparnis** = UVP − Gesamtbilanz; in Prozent = Ersparnis / UVP. - **Renten-Effekt:** 85 €/Monat × 36 Monate ≈ 0,06 Entgeltpunkte ≈ 2,50 € Monatsrente (Quelle: deutsches-rechner.de) — als Hinweis, nicht als Rechengröße. - **Sonderfall § 3 Nr. 37 EStG:** Arbeitgeberleistung zusätzlich zum Arbeitslohn → gWV = 0, komplett steuerfrei (eigener Modus im UI). - **S-Pedelec:** nicht begünstigt — Hinweis im UI, kein Rechenweg (Kfz-Regelung). - Referenzrechnung (verifiziert): 3.500 € UVP, 87,50 € Rate, 35 %/20,5 % → 43,37 €/Monat; 36 Monate + 630 € Übernahme = 2.191,32 € vs. 3.500 € → 1.308,68 € (37,4 %) Ersparnis.

Häufig gestellte Fragen (FAQ)

Alles Wissenswerte zu Voraussetzungen, Gesetzen und Besonderheiten

1 Wie viel spart man mit einem JobRad wirklich?

** Bei der monatlichen Rate liegt dein Nettoeigenanteil typischerweise bei 50 bis 60 Prozent der Leasingrate — der Rest wird durch Steuer- und SV-Ersparnis aufgefangen. Inklusive Übernahmepreis (rund 18 Prozent der UVP) bleiben gegenüber dem Barkauf meist 30 bis 40 Prozent echter Vorteil. Entscheidend sind dein Grenzsteuersatz, ein eventueller Arbeitgeberzuschuss und ob du das Rad übernimmst oder zurückgibst.

2 Wie hoch ist der geldwerte Vorteil beim Dienstrad?

** Nach der 0,25-%-Regel: 1 Prozent eines auf volle 100 € abgerundeten Viertels der Brutto-UVP pro Monat. Bei 3.000 € UVP: 3.000 ÷ 4 = 750 → abgerundet 700 → 1 % = 7,00 € monatlich. Bei 3.500 € UVP sind es 8,00 €. Auf diesen Betrag zahlst du Lohnsteuer und Sozialabgaben nach deinen persönlichen Sätzen.

3 Wann ist das Dienstrad komplett steuerfrei?

** Wenn dein Arbeitgeber es dir zusätzlich zum ohnehin geschuldeten Arbeitslohn überlässt (§ 3 Nr. 37 EStG) — also als echte Zusatzleistung ohne Gehaltsumwandlung. Dann gibt es keinen geldwerten Vorteil und keine Abzüge. Bei der üblichen Gehaltsumwandlung gilt die Steuerfreiheit nicht; dort greift die 0,25-%-Regel.

4 Fällt der 0,03-Prozent-Zuschlag für den Arbeitsweg an?

** Nein. Anders als beim Dienstwagen sind Fahrten zur ersten Tätigkeitsstätte mit dem monatlichen geldwerten Vorteil abgegolten. Die Entfernungspauschale (Pendlerpauschale) kannst du trotzdem in deiner Steuererklärung geltend machen — das eine schließt das andere nicht aus.

5 Was kostet die Übernahme nach der Laufzeit?

** Üblich sind rund 18 Prozent der UVP — bei 3.500 € also etwa 630 €. Hintergrund: Das Finanzamt setzt den Restwert nach drei Jahren mit 40 Prozent an; die Differenz versteuert der Anbieter meist pauschal mit 30 Prozent nach § 37b EStG. Alternativ kannst du das Rad zurückgeben und ein neues leasen.

6 Senkt das Dienstrad meine Rente?

** Ja, geringfügig. Die Gehaltsumwandlung mindert dein beitragspflichtiges Entgelt und damit deine Rentenanwartschaft. Bei 85 € monatlicher Umwandlung über 36 Monate entgehen dir rund 0,06 Entgeltpunkte — das entspricht etwa 2,50 € Monatsrente. Bei höherer Rate oder längerer Laufzeit steigt der Effekt proportional.

7 Was passiert bei Jobwechsel oder Kündigung?

** Der Leasingvertrag besteht zwischen Arbeitgeber und Anbieter; dein Nutzungsvertrag hängt am Arbeitsverhältnis. Endet das Arbeitsverhältnis, wird ohne Übernahmeklausel beim neuen Arbeitgeber häufig die Restsumme fällig — oder du musst das Rad zurückgeben. Kläre die Regelung vor Vertragsabschluss und sprich bei einem Wechsel frühzeitig mit dem neuen Arbeitgeber über eine Vertragsübernahme.

8 Ist ein S-Pedelec auch begünstigt?

** Nein. S-Pedelecs mit Unterstützung bis 45 km/h gelten als Kraftfahrzeuge und werden steuerlich wie ein Dienstwagen behandelt — mit der 0,5-%-Regelung und dem Zuschlag für Fahrten zur ersten Tätigkeitsstätte. Die 0,25-%-Regel gilt nur für Fahrräder und Pedelecs bis 25 km/h.

9 Gilt der Rechner auch für Bikeleasing oder mein-Dienstrad?

** Ja. Die steuerliche Bewertung des Dienstrads folgt aus dem Einkommensteuergesetz und den BMF-Vorgaben — nicht aus dem Vertragsmodell eines Anbieters. Ob JobRad, Bikeleasing, mein-Dienstrad oder ein Händler-Leasing: Die 0,25-%-Regel, die Gehaltsumwandlung und die Übernahme-Logik gelten überall gleich.

Geprüfte Quellen & Rechtsgrundlagen

  • • JobRad-Rechner: Schritt-für-Schritt-Berechnung mit Beispiel (myvelo.de): https://myvelo.de/blogs/e-bike-blog/jobrad-rechner-so-berechnet-man-die-ersparnis-beim-dienstrad-leasing
  • • JobRad-Rechner, FAQs, Rechtsstand 2026 (deutsches-rechner.de): https://www.deutsches-rechner.de/jobrad-rechner
  • • Dienstfahrrad-Rechner mit BMF-Quellen und Formel (rechenhafen.de): https://rechenhafen.de/rechner/dienstfahrrad-jobrad-rechner/
  • • JobRad Lastenrad-Beispielrechnung (Ca Go Bike): https://www.cagobike.com/de/leasing/jobrad
  • • JobRad-Vorteilsrechner für Arbeitnehmer (Fahrrad Hoblik): https://fahrrad-hoblik.de/leasing/jobrad/