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Rente & Vorsorge • Geprüfte Rechenlogik 2026/2027

Rentenluecke-rechner: Lücke schließen mit Plan

Deine gesetzliche Rente wird nicht reichen, um deinen Lebensstandard zu halten – das ist für die meisten keine Frage des Ob, sondern des Wie-viel. Die Rentenlücke ist die Differenz zwischen dem, was du im Alter brauchst, und dem, was tatsächlich ankommt. Der rentenluecke-rechner bestimmt erst deine Lücke in Euro und übersetzt sie dann in die konkrete Monatsrate, die du ab heute sparen musst, um sie zu schließen – mit Zinseszins, ehrlich in heutiger Kaufkraft.

Interaktiver Rentenluecke-rechner

Offizieller BMF- & Gesetzesstand 2026/2027

Live-Berechnung
Zahl

Dein aktuelles Alter in Jahren.

Standard 67

Regelaltersgrenze für Jahrgang 1964+.

Monatseinkommen heute – Dein übliches Netto nach allen Abzügen.

Slider 60–100 %, Standard 80 %

100 %, Standard 80 %) – Anteil deines heutigen Nettos, den du im Alter brauchst.

Hochgerechneter Wert aus deiner Renteninformation.

Alles, was im Alter zusätzlich reinkommt.

Standard 5 %

Realistisch nach Kosten und Inflationseinfluss.

Berechnungsergebnis
Deine monatliche Rentenlücke
2.348,50 €

Exakt ermittelt nach Vorgaben 2026

Detaillierte Aufschlüsselung
Kapitalbedarf bis Rentenbeginn 642,80 €
Nötige Sparrate pro Monat 1.705,70 €
Effektiver Belastungssatz 27,4 %
Ergebnis exportieren:

„Modellrechnung in heutiger Kaufkraft, keine Anlageberatung. Renditen der Vergangenheit sind kein verlässlicher Indikator für die Zukunft.

Auf den Punkt: Direkte Antwort

Deine Rentenlücke = gewünschtes Nettoeinkommen im Ruhestand − (gesetzliche Rente netto + weitere Einkünfte netto wie Betriebsrente oder Mieten). Als Faustregel brauchst du im Alter etwa 80 % deines heutigen Nettoeinkommens. Um die Lücke zu schließen, brauchst du grob das 29-Fache der Jahreslücke als Kapital (bei 3,5 % Entnahme) – die nötige Monatsrate ergibt sich aus Ansparzeit und Rendite über die Zinseszins-Formel.

So funktioniert die Berechnung: der rentenluecke-rechner vom Bedarf zur Monatsrate

Der Rechner arbeitet in drei Schritten. Schritt eins: dein Bedarf.

Die ehrlichste Methode ist die Ausgabenmethode: Was gibst du heute aus, was davon fällt im Alter weg (z. B. Sparraten, berufsbedingte Kosten) und was kommt hinzu (mehr Freizeit, Gesundheit)? Wer das nicht aufschlüsseln will, nutzt die Faustregel: 80 % des heutigen Nettoeinkommens.

Die Verbraucherzentrale empfiehlt, mit 70 bis 80 % zu planen – nimm den oberen Wert, wenn du Wohneigentum noch abzahlst oder keine weiteren Einkünfte hast.

Schritt zwei: deine sicheren Einkünfte. Hier gehört die gesetzliche Rente netto hinein – also nach Abzug von Krankenversicherung (rund 8,75 % als Rentner), Pflegeversicherung (3,6 % mit Kind, 4,2 % ohne) und Einkommensteuer.

Rechne grob mit 70 bis 80 % des Bruttobetrags aus deiner Renteninformation. Dazu kommen weitere Einkünfte netto: Betriebsrente, private Renten, Mieteinnahmen.

Die Lücke ist dann:

Monatliche Rentenlücke = Bedarf − gesetzliche Rente (netto) − weitere Einkünfte (netto)

Schritt drei: von der Lücke zur Sparrate. Eine Monatslücke von 900 € sind 10.800 € im Jahr.

Bei einer Entnahmerate von 3,5 % brauchst du dafür ein Kapital von 10.800 € ÷ 0,035 = 308.571 €. Dieses Ziel übersetzt der Rechner mit der Rentenformel der Zinseszins-Mathematik in deine Monatsrate:

Monatsrate = Zielkapital × Monatszins ÷ ((1 + Monatszins)^Monate − 1)

Bei 32 Jahren Ansparzeit und 5 % Jahresrendite ergibt das 308.571 € × 0,004167 ÷ ((1,004167)^384 − 1) = rund 327 € im Monat. Diese Zahl ist der eigentliche Wert des Rechners – sie sagt dir, was heute zu tun ist.

Was ändert sich 2026 / 2027?

2026 steigen die Rechengrößen, mit denen deine Lücke kleiner oder größer wird: Der Rentenwert liegt seit Juli 2026 bei 42,52 €, das Durchschnittsentgelt bei 51.944 € – deine projizierte gesetzliche Rente rechnet der Rechner mit diesen aktuellen Werten. Neu 2026 ist die Aktivrente: Wer nach der Regelaltersgrenze weiterarbeitet, kann bis zu 2.000 € monatlich steuerfrei hinzuverdienen – das kann deine Lücke im Übergang deutlich verkleinern, wenn du den Ruhestand hinauszögerst. Für vertiefende Berechnungen können Sie direkt den Schätze deine gesetzliche Rente als Basis heranziehen.

Für 2027 angekündigt, aber noch nicht endgültig beschlossen (Stand Oktober 2026): die Mütterrente III (mehr Entgeltpunkte für vor 1992 geborene Kinder) und die Rentenanpassung zum 1. Juli 2027 – beide erhöhen tendenziell deine gesetzliche Rente und damit sinkt die Lücke leicht. Das Rentenpaket II sichert außerdem die Haltelinie von 48 % Rentenniveau bis mindestens 2039 – eine Untergrenze, auf die du dich in der Planung verlassen kannst.

Unabhängig davon gilt: Die Lücke wird nicht kleiner, indem du wartest – sie wird kleiner, indem du früher anfängst.

Beispielrechnung: 900 € Lücke schließen

Rechnen wir eine typische Situation vollständig durch. Du bist 35, verdienst netto 3.000 €, gehst mit 67 in Rente (32 Jahre Ansparzeit).

Schritt 1 – Bedarf: 80 % von 3.000 € = 2.400 € netto im Monat.

Schritt 2 – sichere Einkünfte: Deine Renteninformation prognostiziert 1.900 € brutto. Netto bleiben davon nach Kranken-, Pflegeversicherung und Steuer rund 1.500 €. Weitere Einkünfte: keine.

Schritt 3 – Lücke: 2.400 € − 1.500 € = 900 € monatlich, also 10.800 € jährlich.

Schritt 4 – Kapitalbedarf: 10.800 € ÷ 0,035 = 308.571 €. So viel Vermögen musst du bis 67 aufgebaut haben (in heutiger Kaufkraft).

Schritt 5 – Monatsrate bei 5 % Rendite: 308.571 € × 0,004167 ÷ (1,004167^384 − 1) = 327 € pro Monat.

Schritt 6 – Sensitivität: Bei 7 % Rendite statt 5 % sinkt die Rate auf 216 € im Monat – über 110 € weniger für dieselbe Lücke. Startest du dagegen erst mit 45 (22 Jahre Zeit), brauchst du bei 5 % satte 612 € monatlich.

Die beiden größten Hebel deiner Altersvorsorge sind also nicht geheim: früh anfangen und die Rendite über die Anlageform steuern.

Typische Fehler

Fehler eins: Mit der Bruttorente planen. Die Renteninformation nennt brutto – nach Kranken-, Pflegeversicherung und Steuer bleiben 70 bis 80 %.

Wer mit brutto rechnet, unterschätzt seine Lücke um mehrere hundert Euro. Ein rentenluecke-rechner, der nur Bruttowerte vergleicht, lügt dich an.

Fehler zwei: Die 80-%-Regel blind übernehmen. Sie ist ein Startwert, kein Naturgesetz. Mit abbezahltem Eigenheim brauchst du weniger, als Single in der Großstadt mit Miete eher mehr. Nimm dir zehn Minuten für deine tatsächlichen Ausgaben.

Fehler drei: Inflation ignorieren. 900 € Lücke in heutiger Kaufkraft sind bei 2 % Inflation in 32 Jahren nominal rund 1.700 €. Der Rechner arbeitet deshalb konsequent in heutiger Kaufkraft – vergleiche Äpfel mit Äpfeln, nicht mit Birnen.

Fehler vier: Die Entnahmerate zu optimistisch wählen. 3,5 % pro Jahr ist die vorsichtige Seite; wer mit 5 % plant, riskiert, dass das Kapital vor dem Lebensende aufgebraucht ist. Plane die Entnahme mindestens bis 90. Zur optimalen Gesamtplanung empfiehlt sich ergänzend unser praktischer Was ein früherer Rentenbeginn die Lücke kostet.

Fehler fünf: „Später spare ich mehr" als Strategie. Zehn Jahre späterer Start verdoppelt bei gleicher Rendite fast die nötige Monatsrate – siehe Beispielrechnung. Zeit ist der billigste Rohstoff der Vorsorge.

Fehler sechs: Weitere Einkünfte vergessen – in beide Richtungen. Betriebsrente und Mieten verkleinern die Lücke; vergiss aber auch nicht, dass Kapitaleinkünfte und Mieten selbst wieder Steuern kosten.

Sonderfälle und Ausnahmen

Selbstständige ohne gesetzliche Rente haben keine Renteninformation – ihre „Lücke" ist praktisch der volle Bedarf. Trage deine bereits erworbenen Ansprüche ein (z. B. aus früheren Angestelltenjahren) und plane den Rest privat.

Für freiwillig Versicherte gilt: Jeder eingezahlte Euro erhöht die gesetzliche Rente, konkurriert aber mit privater Anlage.

Beamte rechnen anders: Ihre Pension folgt eigenen Regeln (Ruhegehaltssatz je Dienstjahr), die Lücke entsteht hier eher durch Versorgungsabschläge oder Teilzeit. Nutze deine Versorgungsauskunft als Basis.

Paare sollten gemeinsam rechnen: Zwei Renten, ein Haushalt, ein Bedarf. Oft ist eine Lücke beim einen Partner durch Überschüsse beim anderen gedeckt – getrennt gerechnet überschätzt du den Sparbedarf.

Immobilienbesitzer haben einen doppelten Effekt: Abbezahltes Wohneigentum senkt den Bedarf (keine Miete), vermietete Objekte liefern Einkünfte. Rechne beides ein – aber vorsichtig: Mieteinnahmen sind steuerpflichtig und nicht garantiert.

Kurz vor der Rente (55+)? Dann ist die Ansparzeit kurz und die Monatsrate hoch. Alternativen: länger arbeiten (jedes zusätzliche Jahr senkt Lücke und erhöht Rente), Teilzeit-Übergang mit Aktivrente ab 2026 oder vorhandenes Vermögen umschichten statt neu sparen.

Was bedeutet das Ergebnis für dich?

Dein Ergebnis sind zwei Zahlen, die dir der rentenluecke-rechner getrennt ausweist: die Lücke in Euro pro Monat und die Sparrate, die sie schließt. So nutzt du sie: Erstens, prüfe die Annahmen – vor allem Rendite und Entnahmerate.

Eine ehrliche 5 % ist mehr wert als eine erhoffte 8 %. Zweitens, automatisiere die Rate per Dauerauftrag direkt nach Gehaltseingang – was nicht da ist, wird nicht ausgegeben.

Drittens, wiederhole die Rechnung einmal im Jahr mit deiner neuen Renteninformation; Gehaltserhöhungen und Rentenanpassungen verändern die Lücke. Und viertens: Wenn die Rate unrealistisch hoch wirkt, justiere an den drei Stellschrauben – späterer Rentenbeginn, höherer Sparanteil durch Ausgabenkürzung oder renditestärkere Anlage.

Der Rechner zeigt dir für jede Variante sofort die neue Zahl.

Mathematische Formel-Spezifikation

Exakte Berechnungsvorschrift nach Gesetzesgrundlage

**Eingaben:** alter (int), rentenalter (int, default 67), netto (float), bedarfsquote (float, default 0,80), rente_brutto (float), weitere_netto (float, default 0), rendite_pa (float, default 0,05). **Schritt 1 – Bedarf:** bedarf = netto × bedarfsquote. **Schritt 2 – Rente netto (Schätzung):** rente_netto = rente_brutto × 0,75 (Pauschal: KVdR ~8,75 % + PV 3,6–4,2 % + Steueranteil; als konfigurierbarer Faktor 0,70–0,80; Standard 0,75). Quelle: Verbraucherzentrale-Empfehlung „70–80 % des Bruttobetrags". **Schritt 3 – Lücke:** luecke_m = max(0, bedarf − rente_netto − weitere_netto); luecke_j = luecke_m × 12. **Schritt 4 – Kapitalbedarf:** entnahmerate = 0,035 (konfigurierbar 0,03–0,05); kapital = luecke_j / entnahmerate. **Schritt 5 – Sparrate (nachschüssige Rente):** monate = (rentenalter − alter) × 12; i = rendite_pa / 12; sparrate = kapital × i / ((1 + i)^monate − 1). Bei rendite_pa = 0: sparrate = kapital / monate. **Schritt 6 – Zinseszins-Anteil:** eingezahlt = sparrate × monate; zinsanteil = kapital − eingezahlt. **Sensitivität:** Optional zweite Rechnung mit rendite_pa + 0,02 und − 5 Jahre Start (alter + 5) zur Anzeige der Hebel. **Quellen je Wert:** 80-%-Faustregel und 70–80-%-Nettoabschlag (verbraucherzentrale-finanzen.org); Entnahmerate 3,5 % (verbraucherzentrale-finanzen.org, lazyinvestors.de); Entnahmehorizont 90 (lazyinvestors.de); Rentenwert 42,52 € / 51.944 € (DRV, SV-Rechengrößenverordnung 2026).

Häufig gestellte Fragen (FAQ)

Alles Wissenswerte zu Voraussetzungen, Gesetzen und Besonderheiten

1 Wie groß ist die durchschnittliche Rentenlücke in Deutschland?

Das hängt stark vom Einkommen ab. Ein Durchschnittsverdiener mit 45 Beitragsjahren kommt auf etwa 1.913 € Bruttorente (45 × 42,52 €), netto rund 1.500 €. Bei 80 % eines mittleren Nettoeinkommens liegt die typische Lücke zwischen 500 und 1.000 € monatlich – rechne deine eigene, Durchschnitte helfen dir nicht weiter.

2 Reicht die gesetzliche Rente allein im Alter?

Für die wenigsten. Das Rentenniveau liegt bei etwa 48 % des Durchschnittsverdienstes vor Steuern – nach Abzügen deutlich darunter. Die gesetzliche Rente war immer nur als eine Säule gedacht, nicht als Vollversorgung.

3 Sollte ich die Lücke mit ETFs oder einer Versicherung schließen?

Das ist eine Abwägung aus Rendite, Kosten und Flexibilität. ETFs sind in der Ansparphase meist kostengünstiger und flexibler, Versicherungen bieten Garantien und lebenslange Zahlungen. Entscheidend ist weniger das Produkt als dass du überhaupt die errechnete Rate sparst.

4 Ich bin schon 55 – lohnt sich das Sparen überhaupt noch?

Ja, aber die Mathematik wird härter: Bei nur noch 12 Jahren Ansparzeit brauchst du für 900 € Lücke bei 5 % rund 1.650 € monatlich – unrealistisch für die meisten. Realistischer: länger arbeiten, Teilzeit-Übergang oder vorhandenes Vermögen (z. B. abbezahlte Immobilie) in die Planung einbeziehen.

5 Zählt meine Immobilie zur Altersvorsorge?

Indirekt ja, doppelt sogar: Abbezahltes Wohneigentum senkt deinen Bedarf im Alter (keine Miete), vermietete Objekte liefern laufende Einkünfte. Beides reduziert die zu sparende Rate – trage es als Bedarfssenkung bzw. weitere Einkünfte ein.

6 Muss ich die Inflation in die Rechnung einbeziehen?

Unbedingt – aber richtig. Der Rechner arbeitet in heutiger Kaufkraft: Bedarf und Rente sind vergleichbar, weil beide auf heutige Preise bezogen sind. Deine Sparrate steigt in der Realität mit deinem Gehalt mit; plane sie als Prozentsatz deines Einkommens, nicht als starren Eurobetrag.

7 Was ist eine sinnvolle Entnahmerate?

3 bis 4 % pro Jahr gelten als vorsichtig und nachhaltig – bei 3,5 % reicht dein Kapital rechnerisch fast 30 Jahre. Höhere Raten erhöhen das Risiko, dass das Geld vor deinem Lebensende aufgebraucht ist. Plane die Entnahme mindestens bis zum 90. Lebensjahr.

8 Verändert Teilzeit meine Rentenlücke?

Ja, doppelt: Weniger Einkommen heute bedeutet meist geringere Rentenpunkte später – und oft auch weniger Sparrate. Rechne bei Teilzeitphasen beide Effekte ein, besonders wenn sie mehrere Jahre dauern.

9 Wie oft sollte ich meine Rentenlücke neu berechnen?

Einmal im Jahr, zusammen mit deiner Renteninformation. Gehaltssprünge, Jobwechsel, Kinder oder eine Erbschaft verändern Bedarf und Einkünfte – die Lücke ist keine Konstante, sondern ein laufender Plan.

Geprüfte Quellen & Rechtsgrundlagen

  • • Verbraucherzentrale Finanzen, „Rentenlücke berechnen 2026" – verbraucherzentrale-finanzen.org
  • • LazyInvestors Rentenplaner (Kaufkraft-Methode, Entnahme bis 90) – lazyinvestors.de
  • • Steuerschröder Ruhestandsplaner (Lücken-Formel, Kapital = Jahreslücke ÷ Entnahmerate) – steuerschroeder.de
  • • Rentenwert 42,52 € seit 01.07.2026 – Deutsche Rentenversicherung
  • • Rentenpaket II (Haltelinie 48 % bis 2039), Aktivrente 2026 – Bundesregierung/BMF