So funktioniert der spritkosten-rechner
So berechnen wir: Der Rechner nutzt drei Varianten derselben Grundformel – für die Strecke, für den Kilometer und für die Tankfüllung.
Variante 1 – Kosten pro Strecke. Spritkosten = (Strecke ÷ 100) × Verbrauch × Preis.
Die Division durch 100 kommt daher, dass der Verbrauch in Litern pro 100 Kilometer angegeben ist: Bei 200 km Strecke und 7 l/100 km verbrauchst du 14 Liter. Mal dem Literpreis ergibt das die Streckenkosten.
Variante 2 – Kosten pro Kilometer. Spritkosten/km = Verbrauch × Preis ÷ 100. Das ist die Kennzahl für Kostenvergleiche: Bei 7 l/100 km und 2,151 €/l sind es 15,1 Cent pro Kilometer. Damit vergleichst du Fahrten, Fahrzeuge und Mitfahr-Gelegenheiten auf einen Blick.
Variante 3 – Kosten pro Tankfüllung. Tankkosten = Tankvolumen × Preis. Bei 50 Litern Tank und 2,151 €/l kostet die volle Füllung 107,55 Euro. Der Rechner zeigt dir zusätzlich die Reichweite: Tankvolumen ÷ Verbrauch × 100 – bei 50 Litern und 7 l/100 km also rund 714 Kilometer. Für vertiefende Berechnungen können Sie direkt den Kfz-Steuer-Rechner heranziehen.
Der Preis-Snapshot. Alle Beispielrechnungen auf dieser Seite nutzen den ADAC-Snapshot vom 14. Oktober 2026: Super E10 2,151 €/l, Diesel 2,247 €/l (bundesweite Durchschnittswerte der Wochenauswertung).
Im Rechner selbst gibst du den Preis deiner Tankstelle ein – die Snapshot-Werte sind der datierte Referenzpunkt, keine Tagespreise.
Was ändert sich 2026 und 2027?
Der größte Eingriff des Jahres ist der Tankrabatt: Seit dem 1. Oktober 2026 gilt eine Energiesteuersenkung von rund 16,7 Cent pro Liter für Benzin und Diesel (14 Cent Steuersenkung plus rund 3 Cent Mehrwertsteuer-Effekt), befristet bis zum 31. Dezember 2026. Die Entlastung von rund 2,5 Milliarden Euro tragen Bund und Länder je zur Hälfte; eine gesetzliche Weitergabepflicht an die Zapfsäule gibt es nicht, der ADAC sieht weiterhin Spielräume für niedrigere Preise.
Für 2027 plant die Bundesregierung Entlastungen per Direktüberweisung statt an der Zapfsäule; zusätzlich soll ein Gesetzentwurf für einen Preisdeckel nach dem Vorbild Luxemburgs oder Belgiens erarbeitet werden, der frühestens Anfang 2027 greifen könnte – das ist Stand Oktober 2026 noch ein Vorhaben, kein beschlossenes Gesetz. Für den Rechner heißt das: Der Preis-Snapshot wird laufend aktualisiert, und nach dem Auslaufen des Tankrabatts rechnen wir wieder mit den dann gültigen Steuersätzen.
Beispielrechnung
Wochenendtrip: 320 km einfache Strecke, also 640 km hin und zurück. Kompaktwagen mit 6,8 l/100 km, Super E10.
Verbrauchte Liter: 640 ÷ 100 × 6,8 = 43,52 Liter.
Streckenkosten mit Snapshot-Preis: 43,52 × 2,151 € = 93,61 Euro.
Kosten pro Kilometer: 6,8 × 2,151 ÷ 100 = 14,6 Cent.
Tankfüllungen: Bei 50-Liter-Tank reicht eine Füllung für ca. 735 km – die 640 km schaffen wir mit einer Tankfüllung (50 × 2,151 = 107,55 Euro), Rest ca. 95 km.
Tankrabatt-Effekt: Ohne die 16,7 Cent Entlastung läge der Preis bei ca. 2,318 €/l – die Fahrt würde 100,88 Euro kosten.
Der Rabatt spart auf dieser Strecke also rund 7,27 Euro.
Ergebnis: Der Trip kostet rund 94 Euro an Sprit, also etwa 15 Cent pro Kilometer – und der Tankrabatt macht auf dieser Strecke gut 7 Euro aus.
Typische Fehler
Fehler 1: Mit der Herstellerangabe rechnen. Der Normverbrauch (WLTP) liegt im Alltag meist 20 bis 30 Prozent unter dem Realverbrauch.
Wer mit 5,5 Litern aus dem Prospekt rechnet, aber 7 Liter verbraucht, unterschätzt jede Strecke um über ein Viertel. Der spritkosten-rechner wird erst mit deinem gemessenen Verbrauch genau – die Messanleitung steht in den Sonderfällen.
Fehler 2: Hin- und Rückfahrt vergessen. Die klassische Urlaubsrechnung: 320 km werden eingegeben, aber nur die einfache Strecke berechnet. Gib immer die Gesamtstrecke ein – oder rechne bewusst mit dem doppelten Wert. Zur optimalen Gesamtplanung empfiehlt sich ergänzend unser praktischer Pendlerpauschale-Rechner.
Fehler 3: Diesel mit Benzinpreis rechnen. Diesel liegt aktuell über dem Benzinpreis (Snapshot: 2,247 € vs.
2,151 €/l) und Diesel-Fahrzeuge haben einen anderen Verbrauch. Verwechsle die Kraftstoffarten nicht – der Preisunterschied macht auf langen Strecken zweistellige Eurobeträge aus.
Fehler 4: Nur die Spritkosten als "Autokosten" sehen. 15 Cent Sprit pro Kilometer sind nicht 15 Cent Autokosten: Mit Versicherung, Steuer, Wartung und Wertverlust liegen die Gesamtkosten bei 30 bis 50 Cent pro Kilometer.
Für die Entscheidung "Auto vs. Bahn" brauchst du beide Zahlen.
Fehler 5: Zur teuersten Tageszeit tanken. Die Preise schwanken im Tagesverlauf stark: Der ADAC empfiehlt, nach Möglichkeit kurz vor 12 Uhr zu tanken – dann sind die Preise im Tagesverlauf am niedrigsten, um 12 Uhr steigen sie sprunghaft an.
Der Unterschied kann über 20 Cent pro Liter betragen.
Sonderfälle / Ausnahmen
- Echten Verbrauch messen (Volltank-Methode): Tanke voll, notiere den Kilometerstand, fahre normal, tanke wieder voll. Verbrauch = getankte Liter ÷ gefahrene Kilometer × 100. Zwei bis drei Durchgänge mitteln – dann hast du deinen Realverbrauch.
- Bordcomputer vs. Messung: Der Bordcomputer zeigt den Durchschnittsverbrauch an, liegt aber oft 5 bis 10 Prozent unter der Volltank-Methode. Für den Rechner nimm den gemessenen Wert.
- E10 vs. E5 (Super Plus): E10 ist etwas günstiger, hat aber einen minimal höheren Verbrauch durch den Ethanolanteil. Der Unterschied ist klein – rechne im Zweifel mit deinem E10-Verbrauch.
- Anhänger und Dachbox: Erhöhen den Verbrauch je nach Tempo um 2 bis 4 Liter pro 100 Kilometer. Für die Urlaubsfahrt mit Dachbox rechne mit einem Aufschlag auf deinen Normalverbrauch.
- Elektroauto: Der Rechner ist für Verbrenner gebaut. Für E-Autos ersetze Liter durch kWh und den Spritpreis durch deinen Strompreis pro kWh – die Formel bleibt identisch.
- Auslandsfahrt: Tankrabatt und ADAC-Snapshot gelten nur für Deutschland. Im Ausland gelten andere Preise und Steuern – gib dort den lokalen Preis ein.
Was bedeutet das Ergebnis für dich?
Dein Ergebnis sind drei Zahlen: die Streckenkosten, die Kosten pro Kilometer und die Tankfüllungskosten. Nutze die Streckenkosten für die Urlaubsplanung und Fahrgemeinschaften (Kosten teilen!), die Kilometerkosten für den Vergleich von Fahrzeugen und Verkehrsmitteln, und die Tankkosten für dein Monatsbudget.
Wenn deine Kilometerkosten deutlich über 20 Cent liegen, lohnt sich der Blick auf Fahrweise und Reifendruck: Vorausschauendes Fahren senkt den Verbrauch um bis zu 20 Prozent, und 0,5 bar zu wenig Reifendruck kostet messbar Sprit. Und merke dir die 12-Uhr-Regel – der günstigste Tankzeitpunkt ist gratis.