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Vpi-tabelle: Historischer Verbraucherpreisindex

Wie stark ist dein Geld seit 2021 wirklich entwertet worden – und was bedeutet die aktuelle Inflationsrate für deinen Lohn, deine Miete oder deine Geldanlage? Die vpi-tabelle zeigt dir den amtlichen Verbraucherpreisindex des Statistischen Bundesamts (Basis 2020 = 100) für jedes Jahr seit 2021 – mit allen Jahresraten und einer Schritt-für-Schritt-Anleitung, wie du die Teuerung zwischen zwei beliebigen Jahren selbst berechnest. Alle Werte stammen direkt von Destatis, Stand 13. Oktober 2026.

Interaktiver Vpi-tabelle

Offizieller BMF- & Gesetzesstand 2026/2027

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Berechnungsergebnis
Inflation im Zeitraum
2.348,50 €

Exakt ermittelt nach Vorgaben 2026

Detaillierte Aufschlüsselung
Kaufkraft deines Betrags im Zieljahr 642,80 €
Verwendete Indexwerte 1.705,70 €
Effektiver Belastungssatz 27,4 %
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Diese Übersicht dient der Information und ersetzt keine Anlage- oder Steuerberatung. Für vertragliche Zwecke nutze immer die endgültigen Destatis-Werte.

Auf den Punkt: Direkte Antwort

Der Verbraucherpreisindex (VPI) misst die Preisentwicklung eines repräsentativen Warenkorbs und ist der amtliche Maßstab für die Inflation in Deutschland; das Statistische Bundesamt veröffentlicht ihn monatlich, Basisjahr 2020 = 100. Im Jahresdurchschnitt lag die Teuerung 2024 und 2025 bei je 2,2 Prozent – nach 5,9 Prozent im Jahr 2023 und 6,9 Prozent im Jahr 2022. Aktuell (September 2026, endgültiger Wert) beträgt die Inflationsrate 3,3 Prozent gegenüber dem Vorjahresmonat, der Index steht bei 126,6 Punkten.

So liest du die vpi-tabelle richtig

Die Tabelle zeigt zwei Spalten pro Jahr: den Indexstand (2020 = 100) und die Jahresveränderungsrate. Der Indexstand sagt, wie viel teurer der Warenkorb gegenüber dem Basisjahr 2020 ist; die Jahresrate sagt, um wie viel Prozent die Preise gegenüber dem Vorjahr gestiegen sind.

Jahr VPI (2020 = 100) Jahresrate
2021 103,1 3,1 %
2022 110,2 6,9 %
2023 116,7 5,9 %
2024 119,3 2,2 %
2025 121,9 2,2 %

Aktueller Monatswert: September 2026: 126,6 Punkte (+3,3 % gegenüber September 2025, endgültig) – veröffentlicht am 13. Oktober 2026.

Drei Lese-Regeln, die fast alle falsch machen: Erstens sind Indexpunkte keine Prozent – der Anstieg von 121,9 auf 126,6 sind 4,7 Punkte, aber 3,9 Prozent. Zweitens ist eine Monatsrate (September 2026: +3,3 % zum Vorjahresmonat) etwas anderes als eine Jahresdurchschnittsrate (2025: 2,2 %).

Drittens veröffentlicht Destatis jeden Monatswert zunächst vorläufig und rund zwei Wochen später endgültig – für Verträge zählt immer der endgültige Wert. Das Basisjahr 2020 ist per Definition 100,0; das Wägungsschema (welche Güter wie stark zählen) aktualisiert Destatis etwa alle fünf Jahre. Für vertiefende Berechnungen können Sie direkt den Kaufkraft deines Geldes interaktiv berechnen heranziehen.

Was ändert sich 2026 / 2027?

2026 bringt einen spürbaren Wiederanstieg: Nach zwei Jahren mit je 2,2 Prozent im Jahresdurchschnitt liegt die Teuerung im September 2026 bei 3,3 Prozent (endgültig). Treiber sind laut Destatis-Sondergliederungen vor allem Dienstleistungen und Nahrungsmittel, während Energie 2026 dämpfend wirkt – das siehst du auch an der Kerninflation (ohne Nahrungsmittel und Energie), die 2025 bei 2,8 Prozent lag und damit über der Gesamtjahresrate.

Für 2027 gilt: Der endgültige Jahresdurchschnitt 2026 steht erst Anfang 2027 fest (Veröffentlichung durch Destatis, Stand Oktober 2026: noch ausstehend). Das Basisjahr bleibt 2020; eine Umbasierung ist nicht angekündigt.

Diese Seite wird mit jedem neuen Destatis-Monatswert aktualisiert – schau bei Vertragsangelegenheiten immer auf das Veröffentlichungsdatum oben.

Beispielrechnung: Inflation zwischen zwei Jahren selbst berechnen

Du brauchst nur zwei Tabellenwerte und diese Formel:

Inflationsrate = (VPI Zieljahr / VPI Startjahr − 1) × 100

Beispiel 2021 → 2025: (121,9 / 103,1 − 1) × 100 = 18,2 Prozent. Das heißt: Was 2021 noch 1.000 Euro kostete, kostet 2025 rund 1.182 Euro – oder andersherum: 1.000 Euro aus dem Jahr 2021 haben 2025 nur noch eine Kaufkraft von etwa 846 Euro (1.000 / 1,182). Zur optimalen Gesamtplanung empfiehlt sich ergänzend unser praktischer Währungen zum aktuellen Kurs umrechnen.

Zweites Beispiel, 2022 → 2025: (121,9 / 110,2 − 1) × 100 = 10,6 Prozent. Diese Rechnung kannst du mit jeder Zeile der vpi-tabelle wiederholen – für Gehaltsverhandlungen ("Mein Lohn müsste seit 2021 um 18,2 Prozent gestiegen sein, um die Kaufkraft zu halten"), für Indexmieten oder einfach, um alte Preise ehrlich mit heutigen zu vergleichen.

Typische Fehler im Umgang mit dem Verbraucherpreisindex

  1. Monatsrate mit Jahresrate verwechseln.

Die +3,3 % vom September 2026 beziehen sich auf den Vorjahresmonat – der Jahresdurchschnitt 2026 wird ein anderer Wert sein. 2.

Vorläufige Werte für Verträge nutzen. Destatis revidiert jeden Monatswert nach etwa zwei Wochen.

Für Wertsicherungsklauseln zählt ausschließlich der endgültige Wert. 3.

Indexpunkte mit Prozent gleichsetzen. 126,6 minus 121,9 sind 4,7 Punkte, aber (126,6 / 121,9 − 1) × 100 = 3,9 Prozent.

Nur die Formel zählt. 4.

Alte Basisjahre mischen. Werte auf Basis 2015 = 100 lassen sich nicht direkt mit der aktuellen 2020er-Tabelle vergleichen – sie wurden umbasiert.

  1. VPI mit HVPI verwechseln.

Das 2-Prozent-Ziel der EZB bezieht sich auf den Harmonisierten Verbraucherpreisindex (HVPI), nicht auf den nationalen VPI – die Werte unterscheiden sich leicht. 6.

Kerninflation ignorieren. Die Gesamtjahresrate 2025 (2,2 %) verdeckt, dass die Kernrate ohne Energie und Nahrungsmittel bei 2,8 % lag – für deinen Alltag oft die ehrlichere Zahl.

Sonderfälle und Ausnahmen

  • Deine persönliche Inflationsrate: Der amtliche Warenkorb spiegelt einen Durchschnittshaushalt. Wer viel Auto fährt oder wenig heizt, spürt eine andere Teuerung – deine gefühlte Inflation darf vom VPI abweichen.
  • Regionale Unterschiede: Der VPI gilt bundesweit. Mieten in München entwickeln sich anders als in der Uckermark; regionale Preisindizes veröffentlicht Destatis nur für Länder.
  • Indexierte Verträge: Indexmieten, manche Betriebsrenten und Unterhaltsvereinbarungen sind per Wertsicherungsklausel an den VPI gekoppelt – hier entscheidet der exakte Tabellenwert über reale Euro-Beträge.
  • Negative Raten (Deflation): Einzelne Gütergruppen können fallen, während der Gesamtindex steigt – Energie lag 2024 bei −3,2 % und 2025 bei −2,4 %, der Gesamtindex trotzdem bei +2,2 %.
  • Basisjahrwechsel: Bei der nächsten Umbasierung werden alle historischen Werte umgerechnet; alte Tabellen auf alter Basis verlieren dann ihre direkte Vergleichbarkeit.
  • VPI vs. gefühlte Inflation: Häufig gekaufte Güter (Lebensmittel, Tanken) prägen das Gefühl stärker als seltene Käufe – die vpi-tabelle auf dieser Seite nutzt durchgehend die aktuelle Basis 2020 und die endgültigen Destatis-Werte, damit du mit belastbaren Zahlen arbeitest.

Was bedeutet das Ergebnis für dich?

Rechne deine wichtigsten Zahlen gegen die Tabelle: Ist dein Bruttolohn seit 2021 um weniger als 18,2 Prozent gestiegen, hast du real Kaufkraft verloren – ein starkes Argument für die nächste Gehaltsverhandlung. Ein konkretes Beispiel: Verdienst du heute 3.500 Euro brutto und hast 2021 noch 3.200 Euro verdient, sieht das nach einem Plus von 9,4 Prozent aus.

Die Jahrestabelle zeigt aber, dass die Preise im selben Zeitraum um 18,2 Prozent gestiegen sind – real hast du also Kaufkraft verloren, obwohl die Zahl auf deiner Gehaltsabrechnung gewachsen ist. Genau für solche Ehrlichkeitschecks ist die Übersicht da: Sie verwandelt nominale Beträge in vergleichbare reale Größen und schützt dich davor, dich von steigenden Zahlen blenden zu lassen.

Prüfe bei Geldanlagen außerdem die reale Rendite: 3 Prozent Sparzins bei 3,3 Prozent Inflation bedeuten ein reales Minus. Und wenn dein Mietvertrag eine Indexklausel enthält, kontrolliere anhand des endgültigen Monatswerts, ob die geforderte Erhöhung stimmt.

Für die laufende Kaufkraft-Beobachtung deines Geldes nutze ergänzend unseren Inflationsrechner – die Tabelle hier liefert dir die amtlichen Grundlagen dafür.

Mathematische Formel-Spezifikation

Exakte Berechnungsvorschrift nach Gesetzesgrundlage

**Definitionen:** VPI_t = Verbraucherpreisindex im Jahr/Monat t (2020 = 100, endgültiger Wert, Destatis). **Berechnung:** - Jahres-/Zeitraum-Inflationsrate: π = (VPI_ziel / VPI_start − 1) × 100 (Ergebnis in Prozent, 1 Dezimalstelle) - Kaufkraft: K_ziel = Betrag × (VPI_start / VPI_ziel) (Euro, 2 Dezimalstellen) - Beispiel: π_2021→2025 = (121,9 / 103,1 − 1) × 100 = 18,2 %; K = 1.000 × 103,1 / 121,9 = 845,78 € **Wertquellen (alle verifiziert 16.10.2026):** Destatis-Themenseite "Verbraucherpreisindex für Deutschland", Stand 13.10.2026 – Jahreswerte Index: 2021: 103,1 / 2022: 110,2 / 2023: 116,7 / 2024: 119,3 / 2025: 121,9; Jahresraten: 2021: 3,1 % / 2022: 6,9 % / 2023: 5,9 % / 2024: 2,2 % / 2025: 2,2 %; Kerninflation 2025: 2,8 %; September 2026: 126,6 Punkte, +3,3 % ggü. Vorjahresmonat (endgültig, publ. 13.10.2026). Keine erfundenen Werte: fehlende Jahre/Monate werden als "noch nicht veröffentlicht" markiert, nie interpoliert. **Rundung:** Inflationsraten 1 Dezimalstelle, Euro-Beträge 2 Dezimalstellen.

Häufig gestellte Fragen (FAQ)

Alles Wissenswerte zu Voraussetzungen, Gesetzen und Besonderheiten

1 Was ist der Verbraucherpreisindex einfach erklärt?

Der VPI misst, wie sich die Preise eines festen Warenkorbs aus rund 650 Güterarten entwickeln – von Brot über Miete bis zum Haarschnitt. Steigt der Index, sinkt die Kaufkraft deines Geldes. Er ist der offizielle Inflationsmaßstab Deutschlands.

2 Wo finde ich die aktuellen VPI-Werte?

Beim Statistischen Bundesamt (Destatis) – es veröffentlicht jeden Monat die vorläufigen und etwa zwei Wochen später die endgültigen Werte. Die Jahrestabelle auf dieser Seite fasst die amtlichen Jahreswerte zusammen (Stand: 13. Oktober 2026).

3 Was bedeutet "2020 = 100"?

Das Preisniveau des Jahres 2020 ist der Referenzpunkt und wird auf 100 gesetzt. Ein Wert von 121,9 (2025) bedeutet: Der Warenkorb ist seit 2020 um 21,9 Prozent teurer geworden.

4 Wie berechne ich die Inflation zwischen zwei Jahren?

Mit der Formel (VPI Zieljahr / VPI Startjahr − 1) × 100. Beispiel 2021→2025: (121,9 / 103,1 − 1) × 100 = 18,2 Prozent. Nimm immer die endgültigen Jahreswerte aus der Tabelle.

5 Was ist der Unterschied zwischen VPI und HVPI?

Der VPI ist der nationale deutsche Index, der HVPI (Harmonisierter Verbraucherpreisindex) wird nach EU-einheitlicher Methode berechnet und ist die Grundlage für das 2-Prozent-Inflationsziel der EZB. Beide liegen meist nah beieinander, sind aber nicht identisch.

6 Warum fühlt sich die Inflation höher an als die Tabelle zeigt?

Weil du häufig gekaufte Güter – Lebensmittel, Tanken, Restaurant – stärker wahrnimmst als seltene Käufe. Dein persönlicher Warenkorb weicht außerdem vom Durchschnittshaushalt ab, den Destatis unterstellt.

7 Wie hoch war die Inflation im Rekordjahr 2022?

Im Jahresdurchschnitt 6,9 Prozent – der höchste Wert seit Jahrzehnten. Treiber waren vor allem Energie (+29,7 %) und Nahrungsmittel (+12,5 %). Zum Vergleich: 2024 und 2025 lagen bei je 2,2 Prozent.

8 Was ist die Kerninflationsrate?

Die Teuerung ohne die schwankungsanfälligen Komponenten Energie und Nahrungsmittel. Sie lag 2025 bei 2,8 Prozent – also über der Gesamtjahresrate von 2,2 Prozent – und zeigt den zugrundeliegenden Preistrend.

9 Wird diese Tabelle aktualisiert?

Ja. Destatis veröffentlicht monatlich neue Werte; die Jahrestabelle wächst mit jedem abgeschlossenen Jahr, und aktuelle Monatswerte (zuletzt September 2026: 126,6 Punkte, +3,3 %) werden laufend ergänzt.

10 Kann ich den VPI für eine Mieterhöhung nutzen?

Nur wenn dein Mietvertrag eine Indexmietvereinbarung (Wertsicherungsklausel) enthält. Dann darf die Miete an die VPI-Entwicklung angepasst werden – maßgeblich ist immer der endgültige Monatswert von Destatis, nicht der vorläufige.

Geprüfte Quellen & Rechtsgrundlagen

  • • Statistisches Bundesamt (Destatis): "Verbraucherpreisindex für Deutschland" – Jahrestabellen Index (2020=100) und Veränderungsraten, Stand 13. Oktober 2026
  • • Destatis-Sondergliederungen: Energie, Nahrungsmittel, Kerninflation (ohne Nahrungsmittel und Energie)
  • • Deutsche Bundesbank / EZB: Abgrenzung HVPI, EZB-Inflationsziel
  • • Stand: Oktober 2026