So funktioniert der taxikosten-rechner
So berechnen wir: Der Rechner bildet exakt die vier Bausteine ab, aus denen sich jeder deutsche Taxitarif zusammensetzt.
Grundpreis. Der feste Betrag beim Einsteigen – er deckt die ersten Meter bzw. die Bereitstellung ab. 2026 liegt er je nach Stadt zwischen etwa 3 und 6 Euro (Beispiel Berlin: 4,30 Euro).
Kilometerpreis – meist gestaffelt.
Viele Städte staffeln den Preis pro Kilometer: Die ersten Kilometer sind teurer, danach wird es günstiger. Berlin rechnet zum Beispiel 2,80 Euro für Kilometer 1 bis 3, 2,60 Euro für Kilometer 4 bis 7 und 2,10 Euro ab Kilometer 8.
Köln dagegen staffelt gar nicht. Der taxikosten-rechner fragt deshalb deine Stadt ab und wendet automatisch die richtige Staffel an.
Wartezeitentgelt. Steht das Taxi im Stau oder wartet es auf dich, läuft die Uhr: Üblich sind etwa 25 bis 35 Euro pro Stunde, minutengenau abgerechnet – also rund 0,40 bis 0,60 Euro pro Minute. Bei zehn Minuten Stau kommen so schnell 4 bis 6 Euro dazu.
Zuschläge. Je nach Tarifordnung kommen Zuschläge dazu: Nachtzuschlag, Großraumzuschlag für mehr als vier Fahrgäste, Gepäck- oder Tierzuschlag. Die Beträge legt jede Stadt selbst fest – prüfe sie in der Tarifordnung deiner Stadt, bevor du sie in den Rechner einträgst.
Was ändert sich 2026 / 2027?
2026: Viele Städte haben ihre Tarife angehoben. Allein 2026 haben mehrere Großstädte ihre Taxitarife angepasst – steigende Kosten für Fahrer und Betriebe schlagen auf die Tarifordnungen durch. Wer mit zwei Jahre alten Erfahrungswerten rechnet, liegt deshalb oft daneben.
Keine bundeseinheitliche Regelung. Taxitarife werden nicht vom Bund festgelegt, sondern von den Kommunen und Landkreisen als Tarifordnung nach § 51 PBefG.
Deshalb gibt es keinen "Deutschland-Tarif" – und deshalb rechnet dieser Rechner bewusst mit Stadttarifen statt mit einem falschen Bundesdurchschnitt. Für vertiefende Berechnungen können Sie direkt den Fahrtkosten mit eigenem Auto berechnen heranziehen.
2027: Keine Gesetzesänderung angekündigt. Für 2027 ist keine Änderung des Personenbeförderungsgesetzes in Sicht, die Taxitarife betreffen würde.
Bewegung kommt – wie schon 2026 – über kommunale Tarifanpassungen. Prüfe vor wichtigen Fahrten kurz, ob deine Stadt den Tarif geändert hat.
Beispielrechnung
Eine 10-Kilometer-Fahrt in Berlin, tagsüber, ohne Wartezeit und ohne Zuschläge (Tarifstand September 2026):
- Grundpreis: 4,30 Euro.
- Kilometer 1–3: 3 × 2,80 Euro = 8,40 Euro.
- Kilometer 4–7: 4 × 2,60 Euro = 10,40 Euro.
- Kilometer 8–10: 3 × 2,10 Euro = 6,30 Euro.
- Gesamt: 4,30 + 8,40 + 10,40 + 6,30 = 29,40 Euro.
Zum Vergleich: Dieselbe 10-Kilometer-Fahrt kostet in Hamburg 31,50 Euro, in München 32,30 Euro und in Köln 33,90 Euro – bei 20 Kilometern sind es 50,40 Euro (Berlin) bis 62,90 Euro (Köln). Der Unterschied steckt fast vollständig in den unterschiedlichen Staffeln.
Typische Fehler
Mit einem Bundesdurchschnitt rechnen. "Ein Taxi kostet 2 Euro pro Kilometer" ist falsch – es gibt über tausend verschiedene Tarifordnungen in Deutschland. Wähle immer den Tarif deiner Stadt.
Die Wartezeit vergessen. Fünfzehn Minuten Stau im Berufsverkehr kosten schnell 6 bis 9 Euro extra. Plane bei Fahrten durch die Innenstadt immer einen Wartezeit-Puffer ein.
Zuschläge übersehen. Nachtfahrten, fünf Fahrgäste im Großraumtaxi oder viel Gepäck zum Flughafen – jeder Zuschlag steht in der Tarifordnung und landet auf dem Taxameter.
Flughafenpauschalen ignorieren. Manche Flughäfen und Städte haben Festpreise für bestimmte Relationen. Dann gilt die Pauschale statt des Taxameters – vorher prüfen lohnt sich.
App-Festpreis mit Taxameter verwechseln. Vermittlungs-Apps nennen oft einen Festpreis vorab; klassische Taxis rechnen nach Taxameter ab. Beides ist legitim, aber nicht dasselbe – vergleiche nicht den App-Preis mit deiner Taxameter-Schätzung.
Sonderfälle / Ausnahmen
Fahrten über die Tarifgebietsgrenze hinaus. Verlässt du das Pflichtfahrgebiet, gilt die Tarifordnung nicht mehr – der Preis ist dann frei vereinbar. Kläre den Preis vor Fahrtantritt mit dem Fahrer, sonst erlebst du Überraschungen.
Großraumtaxi und mehr als vier Fahrgäste. Viele Tarifordnungen sehen einen Aufschlag vor, sobald mehr als vier Personen mitfahren oder ein größeres Fahrzeug nötig ist. Bei Gruppenfahrten vorher anfragen.
Krankenfahrten. Fahrten zum Arzt oder zur Therapie werden oft von der Krankenkasse übernommen oder bezuschusst – dann gelten eigene Abrechnungsregeln statt des normalen Tarifs. Zur optimalen Gesamtplanung empfiehlt sich ergänzend unser praktischer Spritkosten pro Strecke.
Kurzstrecken und Mindestfahrpreis. Manche Städte kennen einen Mindestfahrpreis: Auch 800 Meter kosten dann den vollen Grundpreis plus Mindestbetrag. Für ultrakurze Strecken lohnt der Vergleich mit Bus, Rad oder Fußweg.
Vorausbestellung und Funkzentrale. Die Bestellung über Funkzentrale oder App ändert am Tarif nichts – das Taxameter läuft gleich. Unterschiede entstehen nur, wenn die App einen eigenen Festpreis anbietet.
Fahrt ins Umland mit Rückfahrt. Fährt das Taxi außerhalb des Pflichtfahrgebiets, darf für die Leer-Rückfahrt ein Zuschlag oder der doppelte Kilometerpreis verlangt werden – viele Tarifordnungen regeln das ausdrücklich. Frage vor der Fahrt, welcher Modus gilt.
Gepäckzuschlag. In manchen Städten kostet sperriges Gepäck (Fahrrad, mehrere Koffer, Tiertransportbox) einen festen Aufschlag pro Stück. Der Fahrer muss dich vor Fahrtantritt darauf hinweisen; ungefragt berechnete Zuschläge kannst du beanstanden.
Was bedeutet das Ergebnis für dich?
Vor der Fahrt: Preis prüfen. Kennst du den Tarif deiner Stadt, kannst du jede Fahrt vorher auf zwei bis drei Euro genau kalkulieren – und merkst sofort, wenn etwas nicht stimmt.
Nach der Fahrt: Quittung verlangen. Der Fahrer muss dir auf Wunsch eine Quittung ausstellen. Prüfe Strecke, Datum und Betrag – besonders bei Spesenabrechnungen für den Arbeitgeber.
Alternativen einordnen. Für regelmäßige Strecken lohnt der Vergleich: Wäre das eigene Auto günstiger?
Der taxikosten-rechner zeigt dir den Taxipreis – was dich dieselbe Strecke mit dem eigenen Wagen kostet (Sprit, Versicherung, Wertverlust), rechnet der Fahrtkosten-Rechner dagegen. So entscheidest du mit echten Zahlen statt Bauchgefühl.