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Finanzen & Kredite • Geprüfte Rechenlogik 2026/2027

Der volltilgerdarlehen-rechner: Zinsbindung bis zum Schluss

Du willst wissen, was dich ein Volltilgerdarlehen wirklich kostet – und ob du dir die hohe Monatsrate über 15 oder 20 Jahre verlässlich leisten kannst? Der volltilgerdarlehen-rechner rechnet aus Darlehenssumme, Sollzins und Wunschlaufzeit deine monatliche Rate, die anfängliche Tilgung und die gesamten Zinskosten aus. Die eine Besonderheit, die das Volltilgerdarlehen von jeder anderen Baufinanzierung unterscheidet, ist dabei fest eingebaut: Der Zinssatz gilt unverändert bis zur letzten Rate – eine Anschlussfinanzierung brauchst du nie, dafür zahlst du für diese Zinssicherheit einen Aufschlag.

Interaktiver Volltilgerdarlehen-rechner

Offizieller BMF- & Gesetzesstand 2026/2027

Live-Berechnung
€

Platzhalter: z. B. 300.000

% p. a.

Platzhalter: z. B. 4,26

Jahre

Platzhalter: z. B. 20

€

jährliche Sondertilgung (€) – nur falls vertraglich vereinbart

Berechnungsergebnis
Deine monatliche Rate
2.348,50 €

Exakt ermittelt nach Vorgaben 2026

Detaillierte Aufschlüsselung
Anfängliche Tilgung 642,80 €
Zinskosten über die gesamte Laufzeit 1.705,70 €
Effektiver Belastungssatz 27,4 %
Ergebnis exportieren:

Modellrechnung auf Basis deiner Eingaben, ohne Gewähr. Stand: Oktober 2026. Dieser Rechner ersetzt keine Finanzberatung – sprich vor dem Abschluss mit deiner Bank oder einem unabhängigen Berater.

Auf den Punkt: Direkte Antwort

Ein Volltilgerdarlehen ist ein Annuitätendarlehen, bei dem Zinsbindung und Laufzeit identisch sind: Am Ende der vereinbarten Laufzeit bist du schuldenfrei, es gibt keine Restschuld und keine Anschlussfinanzierung. Dafür liegt die Monatsrate deutlich höher als bei einer klassischen Baufinanzierung mit 2 Prozent Anfangstilgung. Im Beispiel – 300.000 Euro, 4,26 Prozent Sollzins gebunden, 20 Jahre – zahlst du rund 1.859 Euro monatlich statt etwa 1.545 Euro, sparst dafür rund 37.400 Euro Zinskosten und hast über die gesamte Laufzeit kein Zinsänderungsrisiko.

So berechnet der volltilgerdarlehen-rechner deine Rate

Bei einer klassischen Baufinanzierung gibst du der Bank einen Tilgungssatz vor – zum Beispiel 2 Prozent – und daraus ergeben sich Rate und Laufzeit. Beim Volltilgerdarlehen läuft die Rechnung rückwärts: Du gibst die Laufzeit bis zur Volltilgung vor, und der Rechner ermittelt daraus die nötige anfängliche Tilgung und deine Monatsrate.

So berechnen wir:

  1. Eingaben: Darlehenssumme, gebundener Sollzins pro Jahr, Laufzeit in Jahren bis zur vollständigen Tilgung.

  2. Monatsrate (Annuität): Rate = Darlehen × Monatszins / (1 − (1 + Monatszins)^−Monate).

Der Monatszins ist der Sollzins geteilt durch 12, die Monatszahl ist die Laufzeit mal 12. 3.

Anfängliche Tilgung: (Jahresrate − Jahreszinsbetrag) / Darlehenssumme. Sie liegt beim Volltilger typischerweise bei 3 bis 5 Prozent – deutlich über den 1 bis 2 Prozent klassischer Finanzierungen.

  1. Zinskosten gesamt: (Monatsrate × Monate) − Darlehenssumme.

  2. Restschuld: immer 0 Euro – das ist per Definition garantiert, solange du die Raten wie vereinbart zahlst.

Wichtig zu verstehen: Weil die Tilgung aus der Laufzeit folgt, kannst du beim Volltilgerdarlehen die Rate nicht beliebig drücken. Passt die errechnete Rate nicht zu deinem Budget, bleibt nur eine längere Laufzeit – oder ein anderes Finanzierungsmodell.

Tilgungsaussetzungen und nachträgliche Tilgungssatzwechsel sind bei den meisten Banken ausgeschlossen; auch Sondertilgungen bieten nicht alle Institute an. Kläre das vor der Unterschrift, nicht danach. Für vertiefende Berechnungen können Sie direkt den klassische Baufinanzierung mit Restschuld durchrechnen heranziehen.

Was ändert sich 2026 / 2027?

Die Mechanik des Volltilgerdarlehens ändert sich nicht – wohl aber das Zinsumfeld, in dem du es abschließt. Aktuelle Richtwerte (Zinsstaffel vom 06.10.2026, Dr.

Klein): 10 Jahre Zinsbindung 4,02 Prozent gebunden (4,12 Prozent effektiv), 15 Jahre 4,18 Prozent (4,28 Prozent effektiv), 20 Jahre 4,26 Prozent (4,36 Prozent effektiv). Je länger die Bindung, desto höher der Sollzins – genau diese Staffel macht den Preis der Zinssicherheit sichtbar: Für 20 Jahre Festzins zahlst du gegenüber 10 Jahren rund 0,24 Prozentpunkte Aufschlag.

Für 2027 sind keine gesetzlichen Änderungen am Volltilgerdarlehen angekündigt (Stand: Oktober 2026). Die Konditionen hängen allein von der Zinsentwicklung ab.

Unverändert gilt dein gesetzlicher Exit: Nach § 489 Abs. 1 Nr. 2 BGB kannst du jedes Darlehen mit gebundenem Sollzins nach zehn Jahren seit vollständigem Empfang mit sechs Monaten Frist kündigen – ganz ohne Vorfälligkeitsentschädigung. Das ist dein Notausgang, falls die Zinsen bis dahin deutlich gefallen sind.

Beispielrechnung: 300.000 Euro in 20 Jahren schuldenfrei

Annahmen (Modellrechnung, Stand Oktober 2026): Darlehenssumme 300.000 Euro, Sollzins 4,26 Prozent gebunden (4,36 Prozent effektiv, Zinsstaffel 06.10.2026), Laufzeit 20 Jahre bis zur Volltilgung.

  • Monatszins: 0,355 Prozent, Laufzeit: 240 Monate
  • Monatliche Rate: 1.859,30 Euro
  • Anfängliche Tilgung: 3,18 Prozent
  • Zinskosten über 20 Jahre: 146.233 Euro
  • Restschuld nach 20 Jahren: 0 Euro

Zum Vergleich das klassische Annuitätendarlehen mit denselben 300.000 Euro, 4,18 Prozent Sollzins und 2 Prozent Anfangstilgung: Die Rate liegt bei nur 1.545 Euro monatlich – aber nach 20 Jahren stehen noch 112.856 Euro Restschuld in den Büchern, und die Zinskosten der ersten 20 Jahre summieren sich auf 183.656 Euro. Unterm Strich sparst du mit dem Volltilger rund 37.400 Euro Zinsen und ersparst dir die Anschlussfinanzierung mit unbekanntem Zins.

Dieselbe Gegenüberstellung führt der volltilgerdarlehen-rechner mit deinen echten Zahlen in Sekunden durch – inklusive vollständigem Tilgungsplan. Zur optimalen Gesamtplanung empfiehlt sich ergänzend unser praktischer Tilgungssätze von 1 bis 5 Prozent vergleichen.

Typische Fehler beim Volltilgerdarlehen

  1. Rate am heutigen Einkommen bemessen.

1.859 Euro fühlen sich mit 35 anders an als mit 55. Plane Familienzuwachs, Teilzeitphasen oder Jobwechsel ein – die Rate bleibt 20 Jahre gleich hoch.

  1. Die Zinssicherungs-Prämie ignorieren.

Der lange Festzins kostet einen Aufschlag gegenüber kurzen Bindungen. Vergleiche immer Soll- UND Effektivzins mehrerer Angebote.

  1. Sondertilgung als selbstverständlich annehmen.

Viele Banken schließen Sondertilgungen beim Volltilger aus oder begrenzen sie stark. Wenn du mit Bonuszahlungen oder einer Erbschaft rechnest, verhandle das vorab.

  1. Keinen Puffer einplanen.

Hohe Rate plus leerer Notgroschen ist die gefährlichste Kombination. Mindestens drei Monatsraten als Reserve sind Pflicht, nicht Kür.

  1. Tilgungssatzwechsel für später aufschieben.

Nachträgliche Anpassungen sind beim Volltilger meist vertraglich ausgeschlossen – was du unterschreibst, gilt bis zum Schluss. 6.

Den §-489-Exit vergessen. Nach zehn Jahren plus sechs Monaten Kündigungsfrist kommst du ohne Entschädigung raus.

Lege dir den Stichtag direkt bei Vertragsabschluss in den Kalender.

Sonderfälle und Ausnahmen

  • Vorzeitige Kündigung vor Ablauf der zehn Jahre: Möglich bei berechtigtem Interesse (§ 490 Abs. 2 BGB, zum Beispiel Immobilienverkauf) – dann darf die Bank aber eine Vorfälligkeitsentschädigung verlangen. Rechne vorher nach, ob sich die Ablösung trotz Entschädigung lohnt.
  • Kündigung nach § 489 BGB: Nach zehn Jahren seit Darlehensauszahlung plus sechs Monate Kündigungsfrist ist die Kündigung entschädigungsfrei – auch beim Volltilgerdarlehen.
  • Kombination mit Förderdarlehen: KfW- oder Landesförderdarlehen lassen sich danebenlegen; sie haben eigene Zinsbindungen und Tilgungsregeln und werden separat getilgt.
  • Forward-Darlehen als Alternative: Wer keine Volltilgung stemmen kann, sichert sich mit einem Forward-Darlehen den Anschlusszins Jahre im Voraus – beim echten Volltilger ist das überflüssig, weil es keinen Anschluss gibt.
  • Tilgungsaussetzung: In der Regel nicht vorgesehen. Wer flexible Pausen braucht (zum Beispiel wegen Elternzeit), ist mit einem klassischen Annuitätendarlehen plus Sondertilgungsoption besser bedient.
  • Erbschaft oder Schenkung während der Laufzeit: Eine außerplanmäßige Vollrückzahlung löst ohne Sondertilgungsrecht eine Vorfälligkeitsentschädigung aus – auch das gehört in die Vorab-Klärung mit der Bank.

Was bedeutet das Ergebnis für dich?

Zeigt der Rechner eine Rate, die du auch in schlechten Monaten sicher stemmst – grob nicht mehr als ein Drittel deines Haushaltsnettos –, dann kaufst du dir mit dem Volltilger maximale Planungssicherheit: kein Zinsänderungsrisiko, keine Anschlussverhandlung, ein festes Datum für die Schuldenfreiheit. Liegt die Rate darüber, hast du drei ehrliche Optionen: Laufzeit verlängern (niedrigere Rate, aber höhere Zinskosten), klassische Baufinanzierung mit hoher Anfangstilgung plus Sondertilgungsrechten, oder Kaufpreis/Eigenkapital anpassen.

Passt die Rate nicht zu deinem Budget, verlängere im volltilgerdarlehen-rechner testweise die Laufzeit um zwei oder fünf Jahre und beobachte, wie Rate und Zinskosten reagieren – so findest du den Punkt, an dem Sicherheit und Leistbarkeit zusammenpassen. Hole danach mindestens drei Bankangebote ein und vergleiche Effektivzins, Sondertilgungsrechte und Bereitstellungszinsen, nicht nur die Monatsrate.

Mathematische Formel-Spezifikation

Exakte Berechnungsvorschrift nach Gesetzesgrundlage

**Eingaben:** P = Darlehenssumme (€), z = gebundener Sollzins p. a. (Dezimal), L = Laufzeit in Jahren. **Berechnung:** - Monatszins i = z / 12; Monatszahl n = L × 12 - Monatsrate A = P × i / (1 − (1 + i)^−n) [Annuitätenformel] - Jahresrate = A × 12 - Anfängliche Tilgung t0 = (Jahresrate − P × z) / P - Zinskosten gesamt = A × n − P - Restschuld = 0 (per Definition) - Effektivzins: nach Preisangabenverordnung (PAngV); Eingabe als gebundener Sollzins, Anzeige des Effektivzinses aus dem Bankangebot übernehmen **Wertquellen:** Zinsstaffel-Richtwerte Dr. Klein 06.10.2026 (10 J.: 4,02 % gebunden / 4,12 % effektiv; 15 J.: 4,18 % / 4,28 %; 20 J.: 4,26 % / 4,36 %); Rechtsgrundlagen § 489 Abs. 1 Nr. 2 BGB, § 490 Abs. 2 BGB (gesetze-im-internet.de). Keine erfundenen Zinssätze: Der Rechner rechnet ausschließlich mit Nutzereingaben; Staffelwerte dienen nur als vorbelegte Beispielwerte mit Datumslabel. **Rundung:** Rate auf Cent, Tilgung auf 2 Dezimalstellen in Prozent, Zinskosten auf ganze Euro.

Häufig gestellte Fragen (FAQ)

Alles Wissenswerte zu Voraussetzungen, Gesetzen und Besonderheiten

1 Was ist ein Volltilgerdarlehen einfach erklärt?

Ein Darlehen, bei dem Zinsbindung und Laufzeit gleich lang sind. Du zahlst eine feste Monatsrate, der Zinssatz ändert sich nie, und am Ende bist du garantiert schuldenfrei – ohne Restschuld und ohne Anschlussfinanzierung.

2 Wie hoch ist die Rate bei einem Volltilgerdarlehen?

Das hängt von Darlehenssumme, Zins und Laufzeit ab. Beispiel: 300.000 Euro, 4,26 Prozent Zins, 20 Jahre Laufzeit ergeben rund 1.859 Euro monatlich. Je kürzer die Laufzeit, desto höher die Rate.

3 Lohnt sich ein Volltilgerdarlehen bei hohen Zinsen?

Gerade dann, denn du sicherst dir den heutigen Zins für die gesamte Laufzeit und bist gegen weiter steigende Zinsen immun. Bei niedrigen Zinsen ist der Vorteil kleiner, weil auch eine spätere Anschlussfinanzierung günstig wäre.

4 Kann ich ein Volltilgerdarlehen vorzeitig kündigen?

Ja. Vor Ablauf von zehn Jahren geht das bei berechtigtem Interesse nach § 490 Abs. 2 BGB – dann darf die Bank eine Vorfälligkeitsentschädigung verlangen. Nach zehn Jahren plus sechs Monaten Kündigungsfrist kündigst du nach § 489 BGB ganz ohne Entschädigung.

5 Gibt es Sondertilgungen beim Volltilgerdarlehen?

Oft nicht oder nur eingeschränkt. Viele Banken schließen Sondertilgungen beim Volltilger vertraglich aus, weil die Kalkulation auf der festen Laufzeit basiert. Unbedingt vor Abschluss klären und schriftlich fixieren.

6 Was kostet der Zinsaufschlag für die lange Zinsbindung?

Banken verlangen für 15 oder 20 Jahre Bindung einen Aufschlag gegenüber 10 Jahren – aktuell (Oktober 2026) rund 0,16 bis 0,24 Prozentpunkte. Der genaue Aufschlag steht im Angebot als Differenz zwischen den Bindungsfristen.

7 Volltilgerdarlehen oder Annuitätendarlehen mit hoher Tilgung?

Der Kernunterschied ist die Zinsbindung: Beim Volltilger gilt der Zins bis zur letzten Rate, beim Annuitätendarlehen nur bis zum Ende der Bindung – danach brauchst du eine Anschlussfinanzierung mit unbekanntem Zins. Wer maximale Sicherheit will, nimmt den Volltilger; wer flexibel bleiben will, das Annuitätendarlehen mit Sondertilgung.

8 Wie lange läuft ein Volltilgerdarlehen typischerweise?

Üblich sind 15 bis 25 Jahre. Kürzere Laufzeiten treiben die Rate stark nach oben, längere erhöhen die Zinskosten und den Zinsaufschlag.

9 Was passiert, wenn die Zinsen nach meinem Abschluss fallen?

Für dich ändert sich nichts – dein Zins bleibt bis zum Schluss fest. Falls die Zinsen deutlich fallen, prüfe nach zehn Jahren dein Kündigungsrecht nach § 489 BGB: Dann kannst du entschädigungsfrei zu einem günstigeren Darlehen wechseln.

Geprüfte Quellen & Rechtsgrundlagen

  • • Dr. Klein Zinsstaffel, Stand 06.10.2026 (10/15/20 Jahre Soll- und Effektivzins)
  • • § 489 Abs. 1 Nr. 2 BGB, § 490 Abs. 2 BGB – gesetze-im-internet.de (Bundesministerium der Justiz)
  • • Preisangabenverordnung (PAngV) – Effektivzins-Definition
  • • SERP-Quellen (16.10.2026): vergleich.de, drklein.de, check24.de, wuestenrot.de, verivox.de – Ratgeber zum Volltilgerdarlehen
  • • Stand: Oktober 2026