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Auto & Mobilität • Geprüfte Rechenlogik 2026/2027

Elektroauto-rechner: Kosten ehrlich vergleichen

Du schwankst zwischen E-Auto und Verbrenner und fragst dich: Was kostet mich das Fahren wirklich – pro 100 Kilometer und pro Jahr? Die meisten vergleichen nur den Kaufpreis und übersehen, dass der Antriebsunterschied im Alltag liegt: beim Strompreis an deiner Wallbox, bei den Ladeverlusten, bei Wartung und Kfz-Steuer. Der elektroauto-rechner stellt beide Antriebe ehrlich gegenüber: Du gibst Stromverbrauch und Strompreis, Kraftstoffverbrauch und Spritpreis, deine Jahresfahrleistung sowie Wartung und Steuer ein – und siehst Energiekosten pro 100 km, Jahreskosten und die Differenz. So erkennst du, ob und ab welcher Fahrleistung sich das E-Auto für dich rechnet.

Interaktiver Elektroauto-rechner

Offizieller BMF- & Gesetzesstand 2026/2027

Live-Berechnung
€/kWh, z. B. 0,37
%, Standard 12 %
€/l, z. B. 2,151
km
€/Jahr

Auto (€/Jahr)

€/Jahr
€/Jahr, optional mit Hubraum/CO₂-Rechner

Steuer Verbrenner (€/Jahr, optional mit Hubraum/CO₂-Rechner)

Berechnungsergebnis
Energiekosten E-Auto
2.348,50 €

Exakt ermittelt nach Vorgaben 2026

Detaillierte Aufschlüsselung
Energiekosten Verbrenner 642,80 €
Gesamtkosten E-Auto 1.705,70 €
Effektiver Belastungssatz 27,4 %
Ergebnis exportieren:

„Modellrechnung mit deinen Eingaben – keine Kauf- oder Finanzberatung. Lade- und Stromtarife prüfe bei deinem Anbieter.

Auf den Punkt: Direkte Antwort

Die 100-km-Energiekosten rechnest du so: E-Auto = Stromverbrauch (kWh/100 km) × 1,10 (Ladeverluste) × Strompreis (€/kWh); Verbrenner = Kraftstoffverbrauch (l/100 km) × Spritpreis (€/l). Mit aktuellen Oktober-2026-Werten – 18 kWh/100 km, 37 Cent/kWh Haushaltsstrom, 6,5 l/100 km, 2,151 Euro/l Super E10 (ADAC, 14.10.2026) – kostet das E-Auto 7,33 Euro und der Benziner 13,98 Euro pro 100 km. Bei 15.000 km im Jahr sind das 1.099 Euro gegen 2.097 Euro Energiekosten – knapp 1.000 Euro Differenz pro Jahr, bevor Wartung und Steuer überhaupt ins Spiel kommen.

So funktioniert die Berechnung beim elektroauto-rechner

Der Rechner vergleicht sechs Kostenblöcke pro Jahr: Energiekosten, Wartung, Kfz-Steuer, Versicherung, Wertverlust und – optional – Anschaffungsdifferenz. Die Energiekosten sind der Kern: Beim E-Auto zählt nicht der reine Fahrverbrauch, sondern was aus der Steckdose kommt – also Verbrauch plus Ladeverluste von rund 10 bis 15 Prozent (Annahme, branchenüblicher Wert: Beim AC-Laden gehen durch Umwandlung und Temperierung etwa ein Zehntel verloren).

Beim Verbrenner ist die Rechnung direkt: Normverbrauch mal Literpreis.

Der Strompreis ist deine größte Stellschraube: An der eigenen Wallbox zahlst du den Haushaltsstromtarif (BDEW-Durchschnitt August 2026: 37,0 Cent/kWh für Neukunden; Finanztip-Barometer 13. Oktober 2026: 35,60 Cent/kWh in günstigen Tarifen mit Preisgarantie). An öffentlichen Säulen werden 50 bis 70 Cent/kWh fällig – damit schmilzt der Kostenvorteil deutlich.

Der Spritpreis kommt aus deinen Eingaben; als Orientierung: ADAC-Mittelwerte vom 14. Oktober 2026 waren 2,151 Euro/l Super E10 und 2,247 Euro/l Diesel.

Wartung liegt beim E-Auto typischerweise rund 40 bis 50 Prozent unter dem Verbrenner (Annahme aus Branchenvergleichen: kein Ölwechsel, keine Abgasanlage, weniger Bremsverschleiß durch Rekuperation – dafür teurere Reifen durch höheres Gewicht). Die Kfz-Steuer ist beim reinen E-Auto bis 31. Dezember 2030 befreit (§ 3d KraftStG); der Verbrenner zahlt nach Hubraum und CO₂.

Bei der Versicherung gibt es keine Pauschale: E-Autos sind in manchen Typklassen teurer eingestuft, in anderen nicht – vergleiche individuell.

Was ändert sich 2026 / 2027?

Die Strompreise sind 2026 leicht gesunken: Der BDEW meldet für August 2026 einen Neukunden-Durchschnitt von 37,0 Cent/kWh (minus 1,7 Cent Netzentgelte durch den Bundeszuschuss zu den Übertragungsnetzentgelten). Für 2027 sinkt dieser Zuschuss von 6,5 auf 5,525 Milliarden Euro – die Übertragungsnetzentgelte steigen um 0,68 Cent netto, was bei Haushalten voraussichtlich mit rund 0,24 Cent brutto ankommt.

Ob die im Oktober 2026 vom Kanzler angekündigte Senkung der Stromsteuer auf das EU-Mindestmaß kommt, ist offen (Finanzierungsvorbehalt).

Auf der Kraftstoffseite hat der Bundestag am 15. Oktober 2026 die Fortführung des CO₂-Preiskorridors von 55 bis 65 Euro je Tonne für 2027 beschlossen: Kein sprunghafter Anstieg der Spritpreise zum Jahreswechsel; der bisherige CO₂-Aufschlag von knapp 20 Cent pro Liter bleibt bestehen (bei 65 Euro/t rechnerisch bis zu 18,6 Cent/l Benzin inkl. MwSt.).

Ein für 2027 angekündigter Spritpreisdeckel ist Stand September 2026 noch in Gesprächen und nicht beschlossen. Unverändert: Kfz-Steuerbefreiung für E-Autos bis 31. Dezember 2030, 0,25-%-Dienstwagenregelung, und keine neue Kaufprämie – der Umweltbonus ist seit 18. Dezember 2023 Geschichte.

Förderdetails pflegen wir auf der Förder-Seite, THG-Erlöse auf der THG-Seite.

Beispielrechnung: 15.000 Kilometer im Jahr

Annahmen: 15.000 km Jahresfahrleistung, Laden zu Hause zum BDEW-Tarif, Kompaktklasse. Für vertiefende Berechnungen können Sie direkt den Spritkosten-Rechner heranziehen.

E-Auto: Verbrauch 18 kWh/100 km (typischer Durchschnittswert), Ladeverluste 10 Prozent, Strompreis 37 Cent/kWh.

  • 100-km-Kosten: 18 × 1,10 × 0,37 = 7,33 Euro
  • Energiekosten/Jahr: 7,33 × 150 = 1.098,90 Euro
  • Wartung (Annahme): 320 Euro/Jahr
  • Kfz-Steuer: 0 Euro (befreit bis 31.12.2030)
  • Summe: 1.418,90 Euro/Jahr

Benziner: Verbrauch 6,5 l/100 km, Super E10 2,151 Euro/l (ADAC 14.10.2026).

  • 100-km-Kosten: 6,5 × 2,151 = 13,98 Euro
  • Energiekosten/Jahr: 13,98 × 150 = 2.097,22 Euro
  • Wartung (Annahme): 640 Euro/Jahr
  • Kfz-Steuer (Beispiel 1,5 l, 130 g CO₂/km): 15 × 2,00 + (130 − 95) × 2,00 = 100 Euro/Jahr
  • Summe: 2.837,22 Euro/Jahr

Differenz: 1.418,32 Euro pro Jahr zugunsten des E-Autos – bei diesem Fahrprofil und Heimladen. Der größte Brocken sind die Energiekosten (998 Euro), dazu kommen Wartung (320 Euro) und Steuer (100 Euro).

Nicht enthalten: Anschaffungsdifferenz, Versicherung und Wertverlust – die rechnet der Rechner als optionale Blöcke dazu, weil sie vom konkreten Modell abhängen.

Typische Fehler

Nur den Kaufpreis vergleichen. Der Verbrenner ist in der Anschaffung oft 6.000 bis 15.000 Euro günstiger – aber die Rechnung entscheidet sich im Betrieb.

Über fünf bis acht Jahre Haltedauer holen Energie-, Wartungs- und Steuervorteile den Mehrpreis je nach Fahrleistung ganz oder teilweise auf. Wer nur Schilderpreise vergleicht, vergleicht die falsche Zahl.

Mit dem falschen Strompreis rechnen. Der Denkfehler: 30 Cent im Kopf, aber in der Realität öffentlich laden für 50 bis 70 Cent.

Ohne Wallbox oder günstigen Ladetarif steigen die Energiekosten um 40 bis 90 Prozent – dann schmilzt der Vorteil gegenüber dem Benziner auf einen Bruchteil. Trag deinen echten Ladetarif ein, nicht den Wunschpreis.

Ladeverluste vergessen. Zwischen Zähler und Akku gehen rund 10 bis 15 Prozent verloren. Wer nur mit dem Bordcomputer-Verbrauch rechnet, unterschätzt seine Stromkosten um genau diesen Anteil – bei 18 kWh/100 km sind das fast 2 kWh pro 100 km, die du zahlst, aber nie „verfährst".

Winter ignorieren. Heizung, kalter Akku und Winterreifen treiben den Stromverbrauch deutlich nach oben – 20 bis 30 Prozent Mehrverbrauch im Winter sind keine Seltenheit (witterungsabhängig).

Der Benziner kennt diesen Effekt kaum. Rechne mit einem Jahresmischwert, nicht mit dem Sommerprospekt.

Eingerechnete Förderung, die es nicht gibt. Der Umweltbonus ist seit Dezember 2023 gestoppt; wer noch mit 4.500 Euro Prämie kalkuliert, rechnet mit Phantomgeld.

Aktuelle Förderprogramme – regional, arbeitgeberseitig oder Herstelleraktionen – prüfe auf der Förder-Seite und trage nur ein, was schriftlich zugesagt ist.

Wertverlust und Batterie ausblenden. E-Auto-Restwerte schwanken stärker als früher, und die Batterie ist die teuerste Komponente.

Seriöse Hersteller geben branchenüblich rund 8 Jahre oder 160.000 km Garantie auf den Akku – das ist dein Sicherheitsnetz, aber kein Wertversprechen. Für die TCO rechne den Wertverlust beider Antriebe als eigenen Block.

Sonderfälle / Ausnahmen

Laternenparker ohne Wallbox: Du lädst ausschließlich öffentlich für 50 bis 70 Cent/kWh. Dann kostet das Beispiel-E-Auto statt 7,33 eher 11 bis 14 Euro pro 100 km – der Vorteil gegenüber dem Benziner (13,98 Euro) schrumpft auf fast null.

Für Laternenparker entscheiden Arbeitgeber-Laden, günstige Ladeabos oder der Verbrenner. Trag dein echtes Ladeprofil in den elektroauto-rechner ein, nicht das Wunschprofil. Zur optimalen Gesamtplanung empfiehlt sich ergänzend unser praktischer Kfz-Steuer-Rechner.

PV-Überschussladen: Mit eigener Photovoltaik lädst du zeitweise für die entgangene Einspeisevergütung statt für 37 Cent – der 100-km-Preis kann auf 2 bis 3 Euro fallen. Umgekehrt zählt nur der Überschuss, den du sonst nicht nutzen würdest; Vollkostenrechnung mit Anlagenkosten ist ehrlicher als „Strom für lau".

Dienstwagen: Für E-Dienstwagen gilt die 0,25-%-Regelung bei der Privatnutzung (statt 1 Prozent) – ein massiver Steuervorteil, der die private TCO-Rechnung übertrumpft. Details gehören in die Steuerberatung; im Rechner ist das ein eigener Modus.

Vielfahrer vs. Wenigfahrer: Die Faustformel lautet: Je mehr Kilometer, desto schneller gewinnt das E-Auto – weil der Energiekostenvorteil pro Kilometer wirkt.

Bei 8.000 km im Jahr und teurem öffentlichen Laden kann der Verbrenner vorne liegen; bei 25.000 km und Wallbox ist das E-Auto kaum zu schlagen. Der Rechner zeigt dir deine persönliche Gewinnschwelle in Kilometern.

Anhänger und Langstrecke: Hohe Dauerlast (Anhänger, Wohnwagen) vervielfacht den Stromverbrauch, und Schnellladen unterwegs kostet DC-Tarife um 65 Cent/kWh. Wer regelmäßig weit fährt oder zieht, rechnet diese Szenarien als eigenen Block – der Alltagsmix schönt sonst.

Was bedeutet das Ergebnis für dich?

Dein Ergebnis besteht aus drei Zahlen: Die 100-km-Kosten zeigen dir den Alltagspreis beider Antriebe – das ist die Zahl, die du an jeder Tank- und Ladesäule wiedererkennst. Die Jahreskosten mit deiner Fahrleistung zeigen dir, was wirklich aus deinem Budget fließt.

Die Differenz zeigt dir, wie viele Jahre der Anschaffungsmehrpreis zum Amortisieren braucht – oder ob er sich gar nicht amortisiert.

Darum zeigt dir der elektroauto-rechner neben den Energiekosten immer Wartung und Steuer: Erst wenn du siehst, dass aus 998 Euro Energiedifferenz mit Wartung und Steuer 1.418 Euro Jahresdifferenz werden, wird die Entscheidung rund. Nächste Schritte: Prüfe deinen echten Ladetarif (Wallbox möglich?

Arbeitgeber-Laden?); vergleiche die Versicherung für deine konkreten Modelle (Typklassen 2027 werden neu eingestuft); und für die beiden Spezialthemen – THG-Quote als Zusatzertrag und aktuelle Förderprogramme – nutze die verlinkten Spezialseiten statt sie hier zu schätzen.

Mathematische Formel-Spezifikation

Exakte Berechnungsvorschrift nach Gesetzesgrundlage

- **E-Auto 100-km-Energiekosten:** E_100 = V_kwh × (1 + LV) × P_strom. V_kwh = Stromverbrauch kWh/100 km (Bordcomputer), LV = Ladeverluste dezimal (Standard 0,12; Spanne 0,10–0,15 als Annahme kennzeichnen), P_strom = Strompreis €/kWh. - **Verbrenner 100-km-Energiekosten:** B_100 = V_l × P_sprit. V_l = Kraftstoffverbrauch l/100 km, P_sprit = Spritpreis €/l. - **Jahreskosten:** E_jahr = E_100 × km/100 + Wartung_ev + Steuer_ev + Versicherung_ev (optional); B_jahr = B_100 × km/100 + Wartung_vb + Steuer_vb + Versicherung_vb (optional). Differenz D = B_jahr − E_jahr (positiv = E-Auto günstiger). - **Kfz-Steuer Benziner (Beispiel-Logik, § 8 KraftStG):** Hubraum-Anteil = aufrunden(ccm/100) × 2,00 € (Fremdzünder); CO₂-Anteil = max(0, CO₂_g − 95) × 2,00 €/g. Beispiel: 1.500 ccm/130 g → 15 × 2 + 35 × 2 = 100 €/Jahr. E-Auto: 0 € bis 31.12.2030 (§ 3d KraftStG). - **Gewinnschwelle (optional):** km*, bei dem D = 0 unter Einbeziehung der Anschaffungsdifferenz A_diff: km* = A_diff / ((B_100 − E_100)/100 + (Wartungsdiff+Steuerdiff)/km_basis) – vereinfachte Darstellung, als Näherung kennzeichnen. - **Annahmen (im UI kennzeichnen):** Jahresmischverbrauch (kein reiner Sommerwert); Ladeverluste 12 % Standard; Wartungsdifferenz als Nutzereingabe mit vorausgefülltem Beispiel (320 vs. 640 €); Wertverlust/Versicherung optional, modellabhängig. - **Rundung:** Euro auf 2 Nachkommastellen; kWh auf 1 Nachkommastelle. - **Wertquellen:** Strompreis BDEW 37,0 ct/kWh (Neukunden, 3.500 kWh, Aug 2026); Finanztip-Barometer 35,60 ct/kWh (13.10.2026); öffentliche Tarife 50–70 ct/kWh (autolevy.de); ADAC-Spritpreise 14.10.2026 (Super E10 2,151 €/l, Diesel 2,247 €/l); Verbrauchsband 13–25 kWh/100 km, typisch 18 (autolevy.de); Kfz-Steuerbefreiung § 3d KraftStG bis 31.12.2030; BEHG-Korridor 2027 55–65 €/t (Bundestagsbeschluss 15.10.2026); THG-Quote und Förderung nur als Verweis auf Spezialseiten.

Häufig gestellte Fragen (FAQ)

Alles Wissenswerte zu Voraussetzungen, Gesetzen und Besonderheiten

1 Wie viel Strom verbraucht ein E-Auto pro 100 km?

Die Spanne reicht von etwa 13 kWh bei sparsamen Kleinwagen bis 25 kWh bei großen, schweren Modellen; 18 kWh/100 km ist ein typischer Durchschnittswert für die Kompaktklasse. Dazu kommen 10 bis 15 Prozent Ladeverluste – aus der Steckdose fließen also rund 20 kWh, wenn der Bordcomputer 18 anzeigt. Im Winter steigt der Verbrauch deutlich.

2 Was kostet das Laden an öffentlichen Ladesäulen?

Typischerweise 50 bis 70 Cent pro kWh, je nach Anbieter und Ladeleistung – Schnellladen (DC) liegt am oberen Ende. Zum Vergleich: Haushaltsstrom kostet im Oktober 2026 rund 35 bis 37 Cent/kWh. Wer nur öffentlich lädt, zahlt pro 100 km fast doppelt so viel wie an der Wallbox und verliert einen Großteil des Kostenvorteils gegenüber dem Verbrenner.

3 Lohnt sich ein E-Auto ohne eigene Wallbox oder Garage?

Nur eingeschränkt. Ohne Heimladen zahlst du öffentliche Tarife von 50 bis 70 Cent/kWh statt 35 bis 37 Cent – die Energiekosten steigen um 40 bis 90 Prozent. Der Kostenvorteil gegenüber dem Benziner schmilzt dann auf einen kleinen Rest. Prüfe Alternativen: Laden beim Arbeitgeber, Ladeabos mit Grundgebühr oder ein günstiger Nachtstromtarif.

4 Was sind Ladeverluste genau?

Beim Laden geht Energie verloren: Das Ladegerät wandelt Wechsel- in Gleichstrom um, der Akku wird temperiert, Elektronik läuft mit. Branchenüblich sind rund 10 bis 15 Prozent Verlust beim AC-Laden – du zahlst also für etwa 110 bis 115 kWh, um 100 kWh in den Akku zu bekommen. Seriöse Kostenvergleiche rechnen sie ein; Bordcomputer-Werte tun es nicht.

5 Wie lange hält der Akku eines E-Autos?

Die Batterie altert kalendarisch und zyklisch – spürbare Degradation über viele Jahre ist normal, ein plötzlicher Totalausfall selten. Hersteller geben branchenüblich rund 8 Jahre oder 160.000 km Garantie auf den Akku (meist mit Restkapazitäts-Zusage). Für die Kostenrechnung zählt: Die Garantie ist dein Sicherheitsnetz gegen Defekte, nicht gegen natürlichen Kapazitätsverlust.

6 Ist die Kfz-Versicherung für E-Autos teurer?

Teilweise. E-Autos sind in manchen Typklassen höher eingestuft – teure Akkureparaturen nach Unfällen treiben die Kaskokosten. In anderen Klassen liegen sie gleichauf mit Verbrennern. Pauschal lässt sich das nicht sagen: Vergleiche die Versicherung für deine konkreten Modelle. Hinweis: 2027 werden Typ- und Regionalklassen neu eingestuft – rund 12,5 Millionen Haftpflichtverträge sind betroffen.

7 Was bringt mir die THG-Quote beim E-Auto?

Als Halter eines reinen E-Autos kannst du die THG-Quote verkaufen – einen jährlichen Zusatzertrag im niedrigen dreistelligen Euro-Bereich (die Sätze schwanken mit dem Markt). Das ist kein Kaufargument, aber ein netter Bonus obenauf. Die aktuellen Sätze und Anbieter vergleichst du auf der THG-Seite – hier gehört nur die Erinnerung hin, sie nicht zu vergessen.

8 Gibt es 2026 oder 2027 noch eine Kaufprämie für E-Autos?

Der staatliche Umweltbonus ist seit dem 18. Dezember 2023 gestoppt und nicht wieder eingeführt worden. Für 2026 und 2027 ist keine neue bundesweite Kaufprämie beschlossen. Was es gibt: regionale Programme, Arbeitgeber-Zuschüsse und Herstelleraktionen – alle mit eigenen Bedingungen. Den aktuellen Stand pflegen wir auf der Förder-Seite.

9 Zahle ich Kfz-Steuer für ein E-Auto?

Nein – reine Elektroautos sind bis zum 31. Dezember 2030 von der Kfz-Steuer befreit (§ 3d KraftStG). Zum Vergleich: Ein Benziner mit 1,5 Litern Hubraum und 130 g CO₂/km zahlt 100 Euro im Jahr (15 × 2 Euro Hubraum-Anteil plus 35 × 2 Euro CO₂-Anteil über 95 g). Ab 2031 gilt die reguläre Besteuerung – auch dafür gibt es dann eine eigene Regelung.

10 Ab welcher Fahrleistung lohnt sich ein E-Auto?

Es gibt keine feste Kilometerzahl – sie hängt von deinem Ladetarif, dem Strom- und Spritpreis und der Anschaffungsdifferenz ab. Die Faustformel: Je mehr du fährst und je günstiger du lädst, desto schneller gewinnt das E-Auto. Bei 15.000 km im Jahr und Heimladen liegt die Jahresdifferenz in unserem Beispiel bei über 1.400 Euro; bei 8.000 km und öffentlichem Laden kann der Verbrenner vorne liegen. Der Rechner zeigt dir deine persönliche Schwelle.

Hinweis: Diese Modellrechnung ersetzt keine Finanz- oder Kaufberatung. Verbindliche Preise erhältst du nur vom Händler und deinem Stromversorger.

Geprüfte Quellen & Rechtsgrundlagen

  • • BDEW-Strompreisanalyse, Datenstand August 2026: Haushaltsstrom-Neukundentarife 37,0 ct/kWh (3.500 kWh/Jahr); Netzentgelte 9,2 ct/kWh nach Bundeszuschuss.
  • • Finanztip-Strompreis-Barometer, 13.10.2026: 35,60 ct/kWh in günstigen Tarifen mit 12 Monaten Preisgarantie.
  • • autolevy.de: Energieverbrauch von Elektroautos (13/18/25 kWh/100 km; Haushaltsstrom 25–40 ct, öffentlich 50–70 ct).
  • • ADAC: Kraftstoffpreis-Mittelwerte 14.10.2026 – Super E10 2,151 €/l, Diesel 2,247 €/l.
  • • fixrechner.de: Elektroauto-vs.-Verbrenner-Rechner (Umweltbonus-Stopp 18.12.2023; Kfz-Steuerbefreiung bis 31.12.2030; 0,25-%-Regel; THG 80–150 €/Jahr).
  • • § 3d KraftStG (Steuerbefreiung E-Autos bis 31.12.2030); § 8 KraftStG (Hubraum- und CO₂-Komponente).
  • • Deutscher Bundestag: Beschluss zur BEHG-Novelle vom 15. Oktober 2026 – CO₂-Preiskorridor 55–65 €/t für 2027; EU-ETS 2 ab 2028.
  • • Energie-Fachberater, 13.10.2026: Stromsteuer-Senkung angekündigt (Finanzierungsvorbehalt); Übertragungsnetzentgelte 2027 (+0,68 ct netto).