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Immobilien & Wohnen • Geprüfte Rechenlogik 2026/2027

Innendaemmung-rechner: U-Wert & Kosten

Du willst von innen dämmen, weil die Fassade nicht angetastet werden darf – und hast Angst vor Schimmel hinter der Dämmung? Der innendaemmung-rechner berechnet, welche Dämmstärke deinen U-Wert wirklich verbessert, was das pro Quadratmeter kostet und wo das Taupunkt-Risiko lauert. Mit ehrlicher Bauphysik statt Daumenregeln. Stand: Oktober 2026.

Interaktiver Innendämmung planen

Offizieller BMF- & Gesetzesstand 2026/2027

Live-Berechnung

Wanddicke in cm

Optionen: Vollziegel (λ 0,80

Baustoff der Bestandswand (Optionen: Vollziegel (λ 0,80), Kalksandstein (λ 0,99), Poren...

Wert: U-Wert Bestand in W/(m²·K) (falls bekannt)

Optionen: Holzfaser (λ 0,040, kapillaraktiv

Dämmstoff (Optionen: Holzfaser (λ 0,040, kapillaraktiv), Mineralwolle WLG 035 (λ 0,035,...

Dämmstärke in cm

Zu dämmende Wandfläche in m²

Spanne 50–210

Kostenansatz in €/m² (Spanne 50–210)

Berechnungsergebnis
Ergebnis U-Wert vorher
2.348,50 €

Exakt ermittelt nach Vorgaben 2026

Detaillierte Aufschlüsselung
Ergebnis U-Wert nachher 642,80 €
Ergebnis Zielstärke 1.705,70 €
Effektiver Belastungssatz 27,4 %
Ergebnis exportieren:

Nur zur Orientierung, ersetzt keine bauphysikalische Planung.

Auf den Punkt: Direkte Antwort

Der U-Wert einer Wand berechnet sich aus: U = 1 ÷ (0,13 + Summe aus Schichtdicke ÷ Wärmeleitfähigkeit + 0,04). Eine 36,5 cm dicke Ziegelwand (U ≈ 1,60) erreicht mit 10 cm Dämmung (WLG 035) etwa U = 0,29; für den Zielwert 0,24 sind rund 13 cm nötig (U ≈ 0,23). Entscheidend ist bei der Innendämmung der Feuchteschutz: Entweder du nutzt kapillaraktive Systeme, die Feuchte zur Raumseite zurückführen, oder eine fachgerecht und lückenlos verlegte Dampfbremse – sonst droht Kondensat in der Wand.

So funktioniert der innendaemmung-rechner

Du beschreibst zuerst deine Bestandswand: Dicke und Baustoff (oder direkt den bekannten U-Wert). Dann wählst du Dämmstoff und Dämmstärke.

Typische Wärmeleitfähigkeiten: Holzfaser etwa λ = 0,040, Mineralwolle der Wärmeleitgruppe 035 etwa λ = 0,035 – je kleiner der Wert, desto besser dämmt das Material bei gleicher Dicke. Dazu gibst du die zu dämmende Wandfläche und einen Kostenansatz pro Quadratmeter ein; vorbelegt ist die Spanne von 50 bis 210 Euro nach co2online.

Der Rechner ermittelt den U-Wert vorher und nachher, die Dämmstärke, die du für den Zielwert 0,24 brauchst, die Materialmenge, die Kostenspanne und eine qualitative Einschätzung zum Feuchterisiko deines gewählten Systems. So siehst du nicht nur eine Zahl, sondern ob dein Aufbau bauphysikalisch überhaupt sinnvoll ist.

Was ändert sich 2026 / 2027?

Seit dem 29. Juli 2026 gilt das Gebäudemodernisierungsgesetz (GModG) als Nachfolger des Gebäudeenergiegesetzes. Für Bestandsgebäude schreibt § 36 in Verbindung mit Anlage 7 vor: Werden Außenbauteile geändert und sind mehr als zehn Prozent der jeweiligen Bauteilgruppe betroffen, darf die Außenwand höchstens einen U-Wert von 0,24 W/(m²·K) aufweisen.

Die Regelung zielt dabei auf Dämmschichten und Bekleidungen auf der Außenseite sowie die Erneuerung des Außenputzes.

Wichtig für dich: Daraus folgt nicht, dass jede freiwillig angebrachte Innendämmung automatisch auf 0,24 gebracht werden muss. Zusätzliche Anforderungen können sich aber aus Förderbedingungen, dem Mindestwärmeschutz, dem Feuchteschutz oder dem Denkmalschutz ergeben.

Für 2027 ist keine Änderung dieser Vorgaben verkündet.

Beispielrechnung

Bestandswand: 36,5 cm Vollziegel mit λ = 0,80. Der Wärmedurchlasswiderstand der Ziegelschicht beträgt 0,365 ÷ 0,80 = 0,456.

Dazu die Übergangswiderstände innen (0,13) und außen (0,04): R_gesamt = 0,13 + 0,456 + 0,04 = 0,626. Der U-Wert ist der Kehrwert: U = 1 ÷ 0,626 = 1,60 W/(m²·K). Für vertiefende Berechnungen können Sie direkt den Außendämmung als Alternative durchrechnen heranziehen.

Jetzt 10 cm Dämmung mit λ = 0,035 (WLG 035): R_Dämmung = 0,10 ÷ 0,035 = 2,857. R_gesamt = 0,626 + 2,857 = 3,483, also U = 1 ÷ 3,483 = 0,29 W/(m²·K) – eine deutliche Verbesserung, aber noch über dem Zielwert 0,24.

Für U = 0,24 brauchst du R_gesamt = 1 ÷ 0,24 = 4,167. Abzüglich Bestand (0,626) bleiben 3,541 für die Dämmung: d = 3,541 × 0,035 = 0,124 m, also rund 13 cm.

Mit 13 cm erreichst du U ≈ 0,23. Dieses Beispiel zeigt, wie der innendaemmung-rechner Schicht für Schicht vom Bestandswert zum Ziel-U-Wert rechnet – und was das in Euro bedeutet: Bei 40 Quadratmetern Wandfläche und 120 Euro pro Quadratmeter liegst du bei 4.800 Euro; mit der co2online-Spanne von 50 bis 210 Euro pro Quadratmeter ergibt sich eine Bandbreite von 2.000 bis 8.400 Euro.

Typische Fehler

  1. Dampfbremse mit Lücken: Bei Mineralwolle oder Holzfaser mit Dampfbremse entscheidet die lückenlose Verlegung – jede undichte Stelle (Steckdose, Rohrdurchführung) wird zur Kondensatfalle.

  2. Luftschichten hinter der Dämmung: Jeder Hohlraum unterbricht den Kapillartransport der Feuchte zur Raumseite.

Der Dämmstoff muss vollflächig mit mineralischem Mörtel verklebt oder angedübelt werden. 3.

Anschlüsse ignorieren: Fensterlaibungen, Heizkörpernischen, Wand- und Deckenanschlüsse sind klassische Wärmebrücken. Ohne Flankendämmung kühlen diese Stellen aus – Schimmelgefahr trotz gedämmter Fläche.

  1. Nur den U-Wert optimieren: Der beste U-Wert nützt nichts, wenn das System nicht zur Wand und zur Raumnutzung passt.

Feuchteschutz steht bei der Innendämmung immer an erster Stelle. 5.

Zu dünn aus Angst vor Flächenverlust: Jede Dämmstärke kostet Wohnraum – aber eine zu dünne Schicht verfehlt den Zielwert und war trotzdem teuer. 6.

Falscher Untergrund: Unebene, sandende oder feuchte Untergründe müssen vorbereitet werden, sonst entstehen Hohlstellen und die Dämmung hält nicht. 7.

Lüftungsverhalten nicht anpassen: Gedämmte Wände verzeihen weniger. Wer nach der Sanierung lüftet wie früher, riskiert trotz korrekten Aufbaus Feuchteprobleme.

Sonderfälle / Ausnahmen

Denkmalschutz und Fassaden-Tabu: Genau hier spielt die Innendämmung ihre Stärke aus – wenn die Fassade aus gestalterischen oder rechtlichen Gründen nicht verändert werden darf, ist sie oft die einzige Option. Plane dann besonders sorgfältig, weil Fehler von außen nicht korrigierbar sind.

Fachwerk: Hier sind kapillaraktive Systeme (z. B. Holzfaser, Kalziumsilikat) erste Wahl. Eine dampfdichte Schicht, die den Kapillartransport blockiert, kann im Fachwerk mehr schaden als nutzen.

Feuchträume: In Bädern und Küchen mit dauerhaft hoher Luftfeuchte brauchst du entweder dichte Systemaufbauten oder spezielle Dampfbremsbahnen, die zur kapillaren Ableitung der Feuchte fähig sind – immer mit innigem Kontakt zu den angrenzenden Baustoffen.

Schlagregen-exponierte Wände: Dringt regelmäßig Feuchte von außen ein, muss die Abführung des Kondensats an der Außenseite sichergestellt sein. Bei häufigem Feuchteeintrag in exponierten Lagen stößt die Innendämmung an Grenzen – das prüft der Fachmann mit Programmen wie WUFI oder Delphin, nicht mit einer Faustformel. Zur optimalen Gesamtplanung empfiehlt sich ergänzend unser praktischer Wann sich die Innendämmung über Heizkosten trägt.

Ungeheizte Nachbarräume: Grenzt die Wand an unbeheizte Räume, in die feuchtwarme Luft eindringen kann, gelten verschärfte Anforderungen an den Feuchteschutz. Bei Fachwerk, Denkmalschutz oder Schlagregen-Fassaden warnt der innendaemmung-rechner vor Standardlösungen und verweist auf die Feuchteprüfung durch einen Energieberater.

Was bedeutet das Ergebnis für dich?

Liegt dein neuer U-Wert bei oder unter 0,24, erfüllst du den Anforderungswert der Anlage 7 – ein gutes Argument auch für Förderanträge. Liegt er darüber, prüfe, ob mehr Dämmstärke oder ein besserer λ-Wert wirtschaftlich sinnvoll sind, statt dich mit einem Kompromiss zu begnügen, der weder Fisch noch Fleisch ist.

Die Kostenspanne ist bewusst ehrlich weit: Teuer werden fast immer die Details – Laibungen, Anschlüsse, Putzarbeiten. Hole dir Handwerkerangebote auf Basis deiner Wandfläche und deines Ziel-U-Werts ein, und lasse bei unsicherem Wandaufbau einen Energieberater den Feuchteschutz prüfen.

Ob sich die Maßnahme über die Heizkostenersparnis trägt, rechnest du anschließend mit dem Amortisationsrechner durch.

Dieser Rechner dient nur der Orientierung und ersetzt keine bauphysikalische Planung durch einen Energieberater oder Architekten.

Mathematische Formel-Spezifikation

Exakte Berechnungsvorschrift nach Gesetzesgrundlage

- Wärmedurchlasswiderstand Bestand: R_bestand = Rsi + Σ(di ÷ λi) + Rse | Rsi = 0,13, Rse = 0,04 (m²·K/W). Quelle: DIN EN ISO 6946 (Rechenregel). - U-Wert Bestand: U_alt = 1 ÷ R_bestand. Quelle: DIN EN ISO 6946. - U-Wert mit Innendämmung: U_neu = 1 ÷ (R_bestand + d_dämm ÷ λ_dämm). Quelle: DIN EN ISO 6946. - Typische λ-Werte: Holzfaser 0,040; WLG 035 (Mineralwolle) 0,035; Vollziegel 0,80. Quelle: thermfloc.com Stoffkennwerte (IPEG-Institut). - Zielstärke für 0,24: d_ziel = ((1 ÷ 0,24) − R_bestand) × λ_dämm. Quelle: Umstellung der U-Wert-Formel. - Materialmenge: Wandfläche × (1 + 10 % Verschnitt). - Kosten: Fläche × Kostenansatz; Kostenansatz vorbelegt 120 €/m², Spanne 50–210 €/m². Quelle: co2online via bauredakteur.de. - Anforderungswert: Außenwand max. 0,24 W/(m²·K) bei Änderung >10 % der Bauteilgruppe (§ 36 i. V. m. Anlage 7 GModG). Quelle: GModG; bauredakteur.de. - Feuchte-Logik: kapillaraktive Systeme (Kalziumsilikat, Holzfaser, Mineralschaum) ohne Dampfbremse zulässig bei vollflächiger Verklebung; fasrige Systeme nur mit lückenloser Dampfbremse. Quelle: Wikipedia „Innendämmung" (Glaser-Verfahren, WUFI/Delphin/COND). - Rundung: U-Wert auf zwei Nachkommastellen, Stärke auf ganze cm, Euro auf ganze Zahlen.

Häufig gestellte Fragen (FAQ)

Alles Wissenswerte zu Voraussetzungen, Gesetzen und Besonderheiten

1 Was kostet eine Innendämmung pro Quadratmeter?

Als grobe Orientierung nennt co2online aktuell etwa 50 bis 210 Euro pro Quadratmeter. Die Spanne ist groß, weil Wandzustand, Dämmstoff, Dämmstärke und Anschlussarbeiten stark variieren. Teuer werden meist die Details: Fensterlaibungen, Heizkörpernischen, Steckdosen und Putzarbeiten. Der Innendämmrechner rechnet mit deiner Wandfläche und deinem Kostenansatz die Bandbreite aus.

2 Welche Dämmstärke brauche ich bei einer Innendämmung?

Das hängt von deiner Bestandswand und dem Ziel-U-Wert ab. Beispiel: Eine 36,5 cm Ziegelwand (U ≈ 1,60) braucht mit Dämmung der Wärmeleitgruppe 035 rund 13 cm, um den Zielwert 0,24 zu erreichen (U ≈ 0,23). Mit 10 cm landest du bei etwa 0,29. Der Rechner ermittelt die nötige Stärke für deine Wand.

3 Brauche ich bei Innendämmung eine Dampfsperre?

Das hängt vom System ab. Kapillaraktive Dämmstoffe wie Kalziumsilikat oder Holzfaser führen Feuchte zur Raumseite zurück und kommen oft ohne separate Dampfsperre aus – vorausgesetzt, sie liegen vollflächig und lückenlos an. Bei Mineralwolle oder anderen fasrigen Dämmstoffen brauchst du eine fachgerecht und lückenlos verlegte Dampfbremse.

4 Kann hinter einer Innendämmung Schimmel entstehen?

Ja, wenn der Aufbau falsch ist: Lücken in der Dampfbremse, Hohlräume hinter der Dämmung oder ungedämmte Wärmebrücken an Laibungen und Anschlüssen lassen Feuchte kondensieren. Mit kapillaraktivem System oder dichter Dampfbremse, vollflächiger Verklebung und gedämmten Anschlüssen beherrschst du das Risiko.

5 Wie berechne ich den U-Wert einer Wand?

U = 1 ÷ (0,13 + Summe aller Schichtdicken ÷ Wärmeleitfähigkeit + 0,04). Du addierst also die Wärmedurchlasswiderstände aller Schichten plus die Übergangswiderstände innen (0,13) und außen (0,04) und nimmst den Kehrwert. Der Innendämmrechner macht das Schicht für Schicht für dich.

6 Muss eine Innendämmung den U-Wert 0,24 erreichen?

Nicht automatisch. Der Wert 0,24 W/(m²·K) aus Anlage 7 zum GModG gilt, wenn Außenbauteile geändert werden und mehr als zehn Prozent der Bauteilgruppe betroffen sind – er zielt auf die Außenseite. Eine freiwillig angebrachte Innendämmung muss nicht zwingend auf 0,24 gebracht werden; Förderbedingungen oder Denkmalschutz können aber eigene Anforderungen stellen.

7 Welche Dämmstoffe eignen sich für die Innendämmung?

Bewährt sind kapillaraktive Systeme wie Kalziumsilikatplatten, Holzfaser oder Mineralschaumplatten sowie Schaumglas, das keine Feuchte aufnimmt. Mineralwolle funktioniert nur mit einwandfreier Dampfbremse. Entscheidend ist weniger der „beste" Stoff als das passende System für deine Wand und Nutzung.

8 Verliere ich Wohnfläche durch eine Innendämmung?

Ja, pro gedämmter Außenwand verlierst du die Dämmstärke plus Putz – bei 13 cm Dämmung also rund 15 cm Raumtiefe je Wand. Bei kleinen Räumen spürbar, bei großen vernachlässigbar. Wäge den Flächenverlust gegen die Heizkostenersparnis und den Wohnkomfort ab.

9 Wird eine Innendämmung staatlich gefördert?

Energetische Sanierungen können über die Bundesförderung für effiziente Gebäude (BEG) gefördert werden – die genauen Fördersätze und Voraussetzungen ändern sich regelmäßig. Prüfe vor Baubeginn die aktuellen BEG-Bedingungen und lasse dich von einem Energieeffizienz-Experten beraten, denn die Antragstellung muss vor dem Start erfolgen.

Geprüfte Quellen & Rechtsgrundlagen

  • • bauredakteur.de – Innendämmung: Fehler, Kosten (50–210 €/m² nach co2online), GModG § 36/Anlage 7 (https://www.bauredakteur.de/innendaemmung-diese-fehler-koennen-feuchtigkeit-und-schimmel-verursachen/)
  • • Wikipedia – Innendämmung (Glaser-Verfahren, WUFI/Delphin/COND, Kapillartransport) (https://de.wikipedia.org/wiki/Innend%C3%A4mmung)
  • • thermofloc.com – Vergleich Stoffkennwerte Dämmung (IPEG-Institut, λ-Werte) (https://cdn.thermofloc.com/palmCMSv3/_dateimanager/files/Vergleich_Dammstoffkennwerte.pdf)
  • • Gesetze im Internet – Gebäudemodernisierungsgesetz (GModG) § 36, Anlage 7 (U-Wert 0,24)
  • • iwpro.de – Gebäudemodernisierungsgesetz (GModG) statt GEG (https://www.iwpro.de/gebaeudemodernisierungsgesetz-gmodg/)