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Alltag & Rechner • Geprüfte Rechenlogik 2026/2027

Ug-gruendungskosten-rechner: UG-Kosten

Der ug-gruendungskosten-rechner zeigt dir vorab, was dich die Gründung deiner Unternehmergesellschaft wirklich kostet: Du gibst Stammkapital, Gründungsvariante (Musterprotokoll oder eigene Satzung) und Gründungsort ein und erhältst Notar- und Registerkosten, die Gewerbeanmeldung sowie die Zusatzkosten der UG — inklusive Rücklagepflicht und der 300-Euro-Grenze beim Musterprotokoll. So gründest du ohne böse Überraschungen und weißt genau, wie viel Geld am Ende wirklich auf dem Firmenkonto liegen muss. Stand: Oktober 2026.

Interaktiver Ug-gruendungskosten-rechner

Offizieller BMF- & Gesetzesstand 2026/2027

Live-Berechnung
Slider 1–25.000, Standard 1.000

Stammkapital in € (Slider 1–25.000, Standard 1.000) — Hinweis: Ab 1 € möglich, volle Ba...

Gründungsvariante (Auswahl: Musterprotokoll / individuelle Satzung)

Anzahl Gründer (1 / 2 / 3+)

Stadt der Gewerbeanmeldung (Dropdown; Standard Berlin)

Steuerberater/Beratung in € (Standard 0)

Berechnungsergebnis
Ergebnis 1
2.348,50 €

Exakt ermittelt nach Vorgaben 2026

Detaillierte Aufschlüsselung
Ergebnis 2 642,80 €
Ergebnis 3 1.705,70 €
Effektiver Belastungssatz 27,4 %
Ergebnis exportieren:

Orientierungswerte auf Basis der GNotKG-Tabellen und Referenzwerte 2026; ersetzt keine Rechts- oder Steuerberatung.

Auf den Punkt: Direkte Antwort

Eine UG (haftungsbeschränkt) kannst du mit einem Stammkapital ab 1 € gründen — es muss aber in voller Höhe bar eingezahlt werden, Sacheinlagen sind verboten (§ 5a GmbHG). Die reinen Notar- und Registerkosten liegen beim Musterprotokoll bei rund 465 €; mit Gewerbeanmeldung (zum Beispiel Berlin) summiert sich der Standardfall auf etwa 496 €. Vorsicht: Beim Musterprotokoll trägt die UG die Gründungskosten nur bis 300 € und höchstens bis zur Höhe ihres Stammkapitals — bei 1 € Stammkapital zahlst du fast alles privat. Außerdem musst du jedes Jahr 25 % des Jahresüberschusses in die gesetzliche Rücklage einstellen, bis 25.000 € erreicht sind — dann kannst du die UG zur GmbH umwandeln.

So funktioniert der ug-gruendungskosten-rechner

Der Rechner baut die Gesamtkosten aus drei Blöcken auf. Erstens die Notar- und Registerkosten: Sie folgen dem Gerichts- und Notarkostengesetz (GNotKG); beim kostenprivilegierten Musterprotokoll fällt ein reduzierter Gebührensatz an, bei einer individuellen Satzung der volle Satz.

Für den Standardfall — UG, ein Gründer, Musterprotokoll — liegen Notar und Handelsregister zusammen bei rund 465 € (firma.de-Gründungskostenrechner, 2026). Zweitens die Gewerbeanmeldung bei deiner Stadt oder Gemeinde; sie liegt je nach Kommune unterschiedlich, im Berliner Beispiel 31 €, sodass der komplette Standardfall bei etwa 496 € landet.

Drittens die optionalen Kosten: Steuerberater für die Eröffnungsbilanz, IHK-Beiträge, eventuelle Beratung zur Satzung.

Das Besondere der UG-Rechnung steckt in zwei Punkten, die der Rechner automatisch einrechnet. Punkt eins ist der Kostendeckel beim Musterprotokoll: Ziffer 5 des Musterprotokolls begrenzt die Kostenübernahme durch die Gesellschaft auf 300 € — und gleichzeitig auf die Höhe des Stammkapitals.

Gründest du mit 1 € Stammkapital, trägt die UG nur 1 €, der Rest geht privat auf dein Konto. Der Rechner zeigt dir deshalb, welcher Anteil der Kosten bei deinem gewählten Stammkapital tatsächlich von der Gesellschaft getragen wird.

Punkt zwei ist die Rücklagepflicht: 25 % des Jahresüberschusses wandern jedes Jahr in die gesetzliche Rücklage, bis 25.000 € erreicht sind — der Rechner projiziert, wie lange das bei deinem geplanten Gewinn dauert.

Was ändert sich 2026 / 2027?

Die gesetzlichen Grundlagen der UG sind stabil: § 5a GmbHG (seit 2008), das Musterprotokoll und die GNotKG-Gebührentabellen wurden für 2026 nicht geändert — die Notar- und Registerkosten 2026 entsprechen den oben genannten Referenzwerten. Unverändert gilt auch: Stammkapital ab 1 €, volle Bareinzahlung, Sachgründungen ausgeschlossen, 25 % Rücklagepflicht bis zum Erreichen von 25.000 €. Für vertiefende Berechnungen können Sie direkt den Vergleiche mit den Gründungskosten der GmbH heranziehen.

Für 2027 sind aktuell keine Gesetzesänderungen angekündigt, die die UG-Gründung betreffen würden. Was sich allerdings laufend ändert: Die Gebühren der Gewerbeanmeldung legen die Kommunen fest — vor der Gründung lohnt ein Blick auf die Website deiner Stadt.

Und die notarielle Kostenberechnung hängt vom Gegenstandswert ab: Wählst du ein höheres Stammkapital (zum Beispiel 5.000 € statt 1 €), steigen die Notarkosten entsprechend der GNotKG-Staffel leicht an. Der Rechner bildet diese Abhängigkeit ab, statt mit einem Pauschalwert zu arbeiten.

Beispielrechnung: 1 € vs. 1.000 € Stammkapital

Der ug-gruendungskosten-rechner rechnet mit den Referenzwerten 2026. Zwei typische Szenarien, beide: UG, ein Gründer, Musterprotokoll, Gewerbeanmeldung Berlin.

Szenario A — 1 € Stammkapital: Notar und Handelsregister 464,89 € plus Gewerbeanmeldung 31,00 € ergeben Gesamtgründungskosten von 495,89 €. Nach Ziffer 5 Musterprotokoll trägt die Gesellschaft maximal 300 €, begrenzt auf die Höhe des Stammkapitals — also 1,00 €.

Ergebnis: Du zahlst 494,89 € privat aus eigener Tasche, und die UG startet mit einem Euro auf dem Konto. Jede Rechnung der ersten Monate musst du der Gesellschaft vorstrecken.

Szenario B — 1.000 € Stammkapital: Gesamtgründungskosten ebenfalls 495,89 € (gleiche Variante). Die UG trägt hier die vollen 300 €, du zahlst privat 195,89 €.

Die Gesellschaft startet mit 700 € auf dem Konto — genug, um die ersten laufenden Kosten selbst zu tragen. Ab 300 € Stammkapital darf die UG mit Musterprotokoll die kompletten 300 € Gründungskosten übernehmen.

Rücklagen-Hochrechnung: Bei einem Jahresüberschuss von 20.000 € wandern jährlich 5.000 € (25 %) in die Rücklage. Bis 25.000 € vergehen also 5 Jahre — dann steht dem GmbH-Upgrade nichts mehr im Weg. Bei 40.000 € Jahresüberschuss sind es 10.000 € pro Jahr und nur 2,5 Jahre. Zur optimalen Gesamtplanung empfiehlt sich ergänzend unser praktischer UG, GmbH oder Einzelunternehmen — was passt zu dir?.

Typische Fehler

  • Mit 1 € Stammkapital gründen, ohne die Folgen zu kennen. Legal ja — aber die Gesellschaft kann beim Musterprotokoll nur 1 € Gründungskosten tragen, und Banken sowie Vermieter sehen das 1-€-Konto kritisch.
  • Den Kostendeckel des Musterprotokolls ignorieren. Ziffer 5 begrenzt die Kostenübernahme auf 300 € (und maximal das Stammkapital) — wer das nicht weiß, erlebt beim Notar eine Überraschung.
  • Rücklagepflicht vergessen. 25 % des Jahresüberschusses gehören in die Rücklage — das Geld steht nicht für Entnahmen zur Verfügung. Wer das ignoriert, plant die Liquidität falsch.
  • Sacheinlagen einbringen wollen. Bei der UG ist die Gründung mit Sacheinlagen gesetzlich ausgeschlossen — das Stammkapital muss bar eingezahlt werden.
  • Gründungskosten als Betriebsausgaben der UG verbuchen. Nur was die Gesellschaft nach Musterprotokoll oder Satzung übernehmen darf, ist Gesellschaftskosten; der private Anteil ist deine private Rechnung.
  • Upgrade zur GmbH nicht planen. Die Umwandlung erfordert einen notariellen Gesellschafterbeschluss und eine neue Handelsregisteranmeldung — rechne diese Kosten von Anfang an mit ein.

Sonderfälle / Ausnahmen

  • Individuelle Satzung statt Musterprotokoll: Ab zwei Gründern oder bei Fremdgeschäftsführung brauchst du ohnehin eine eigene Satzung. Dann kannst du die Kostenübernahme-Klausel frei gestalten (in der Praxis akzeptieren Registergerichte bei der GmbH etwa 10 % des Stammkapitals; bei der UG reicht sie nach einem Kammergerichts-Beschluss bis zur Höhe des Stammkapitals) — dafür entfallen die Gebührenvorteile des Musterprotokolls.
  • UG & Co. KG: Die Kombination aus UG als Komplementärin und KG ist möglich — die Gründungskosten fallen dann für beide Gesellschaften an, der Rechner addiert sie.
  • Gemeinnützige UG (gUG): Die gemeinnützige Variante folgt denselben Gründungsregeln; zusätzlich brauchst du die Satzungsgestaltung nach den Abgabenordnungs-Vorgaben und die Anerkennung der Gemeinnützigkeit durch das Finanzamt.
  • Sitzverlegung und Umwandlung in GmbH: Die Umwandlung ist keine Neugründung — die Rücklage wird auf das Stammkapital angerechnet; sobald 25.000 € erreicht sind, firmierst du per Gesellschafterbeschluss und Registeranmeldung als GmbH weiter.
  • Vor-GmbH-Phase: Zwischen Notartermin und Registereintragung handelst du als "UG (haftungsbeschränkt) i. G." — in dieser Phase haften die Handelnden persönlich; Verträge in dieser Zeit brauchen besondere Sorgfalt.
  • Kapitalerhöhung aus der Rücklage: Du kannst die gesetzliche Rücklage auch vor Erreichen der 25.000 € in Stammkapital umwandeln (Kapitalerhöhung aus Gesellschaftsmitteln) — das verkürzt den Weg zur GmbH, ändert aber nichts an der Rücklagepflicht für künftige Gewinne.
  • Ausländische Gründer: Auch Nicht-EU-Bürger können eine UG gründen; die notarielle Beurkundung erfordert aber in der Regel einen deutschsprachigen Notartermin oder einen beeidigten Dolmetscher — rechne diese Kosten ein.
  • Nebentätigkeit und Kleinunternehmer: Die UG ist körperschaftsteuer- und gewerbesteuerpflichtig — der Kleinunternehmerstatus betrifft nur die Umsatzsteuer und ändert nichts an den Gründungskosten.

Was bedeutet das Ergebnis für dich?

Das Ergebnis sagt dir, wie viel Geld du am Gründungstag insgesamt brauchst — und wie sich die Kosten zwischen Gesellschaft und dir privat aufteilen. Der ug-gruendungskosten-rechner zeigt dir zusätzlich die Rücklagen-Projektion: Der wichtigste Hebel ist das Stammkapital: Schon 1.000 € statt 1 € drehen die Kostenverteilung komplett und geben der UG ein funktionierendes Startkonto.

Als Faustregel: Wähle ein Stammkapital, das Notar-, Register- und Gewerbekosten plus die Ausgaben der ersten drei Monate abdeckt.

Plane außerdem die Rücklage von Anfang an in deine Liquidität ein — 25 % des Gewinns sind kein frei verfügbares Geld. Und denke den Upgrade-Pfad mit: Bei soliden Gewinnen erreichst du die 25.000 € in wenigen Jahren und kannst dann als GmbH firmieren, was bei Geschäftspartnern oft seriöser wirkt.

Diese Seite ersetzt keine Steuer- oder Rechtsberatung — bei individuellen Satzungen und der steuerlichen Gestaltung (etwa Thesaurierung vs. Ausschüttung) lohnt das Gespräch mit Steuerberater und Notar.

Mathematische Formel-Spezifikation

Exakte Berechnungsvorschrift nach Gesetzesgrundlage

- **Gesamtgründungskosten** = Notar- und Registerkosten (GNotKG, abhängig von Stammkapital und Variante) + Gewerbeanmeldung (kommunal, Standard Berlin 31,00 €) + optionale Beratung. - **Referenzwerte 2026:** UG, 1 Gründer, Musterprotokoll: Notar + Handelsregister 464,89 €; mit Gewerbeanmeldung Berlin gesamt 495,89 € (Quelle: firma.de-Gründungskostenrechner). - **Kostenübernahme Gesellschaft (Musterprotokoll, Ziffer 5):** min(300,00 €; Stammkapital). Rest = Gesamtkosten − Übernahme Gesellschaft (privater Anteil). - **Kostenübernahme Gesellschaft (individuelle Satzung):** Betrag aus der Satzungsklausel (Registerpraxis: bis zur Höhe des Stammkapitals akzeptiert). - **Rücklagepflicht (§ 5a GmbHG):** Jährliche Rücklage = 0,25 × Jahresüberschuss; Pflicht endet bei Rücklage + Stammkapital ≥ 25.000 €; Jahre bis GmbH-fähig = (25.000 − Stammkapital − vorhandene Rücklage) / (0,25 × Jahresüberschuss), aufrunden. - **Eingaben:** Stammkapital (1–24.999 €), Variante, Gründerzahl, Stadt, optionaler Beratungsbetrag, geplanter Jahresüberschuss. - **Ausgaben:** Kostenaufschlüsselung, privater vs. gesellschaftlicher Anteil, jährliche Rücklage, Jahre bis zum GmbH-Upgrade.

Häufig gestellte Fragen (FAQ)

Alles Wissenswerte zu Voraussetzungen, Gesetzen und Besonderheiten

1 Was kostet die Gründung einer UG insgesamt?

Im Standardfall (ein Gründer, Musterprotokoll) rund 496 € für Notar, Handelsregister und Gewerbeanmeldung in Berlin. Dazu kommen optionale Kosten für Steuerberater und Beratung.

2 Reicht wirklich 1 € Stammkapital für eine UG?

Rechtlich ja — § 5a GmbHG erlaubt ein Stammkapital ab 1 €. In der Praxis ist es selten sinnvoll: Beim Musterprotokoll trägt die Gesellschaft die Gründungskosten nur bis 300 € und höchstens bis zur Höhe des Stammkapitals, also bei 1 € gerade mal einen Euro.

3 Wer zahlt die Gründungskosten — ich oder die UG?

Das regeln Musterprotokoll oder Satzung. Beim Musterprotokoll (Ziffer 5) übernimmt die UG maximal 300 €, begrenzt auf ihr Stammkapital. Alles darüber zahlst du privat.

4 Was ist die Rücklagepflicht der UG?

Du musst jedes Jahr 25 % des Jahresüberschusses in die gesetzliche Rücklage einstellen, bis 25.000 € erreicht sind. Erst dann kannst du die UG in eine GmbH umwandeln. Das Geld steht nicht für Entnahmen zur Verfügung.

5 Wann wird meine UG automatisch zur GmbH?

Nie automatisch. Sobald die Rücklage plus Stammkapital 25.000 € erreichen, kannst du per Gesellschafterbeschluss und Handelsregisteranmeldung zur GmbH umfirmieren — das ist ein bewusster Schritt mit Notarkosten.

6 Kann ich die UG auch mit einer eigenen Satzung gründen?

Ja. Ab zwei Gründern oder bei Fremdgeschäftsführung ist das ohnehin nötig. Dann kannst du die Kostenübernahme-Klausel frei gestalten, verlierst aber die Gebührenvorteile des Musterprotokolls.

7 Darf ich Sacheinlagen in die UG einbringen?

Nein. § 5a GmbHG schließt Sachgründungen bei der UG aus — das Stammkapital muss in voller Höhe bar eingezahlt werden.

8 Was ist der Unterschied zwischen UG und GmbH bei den Gründungskosten?

Die Kostenblöcke sind dieselben (Notar, Register, Gewerbe), aber die GmbH erfordert mindestens 25.000 € Stammkapital (davon 12.500 € einzuzahlen) und hat keine Rücklagepflicht. Die reinen Notar- und Registerkosten liegen bei der GmbH mit Musterprotokoll bei rund 591 €. Details stehen auf unserer Seite gmbh-gruendungskosten-rechner.

9 Muss ich als UG-Gründer Gewerbesteuer zahlen?

Ja. Die UG ist körperschaftsteuer- und gewerbesteuerpflichtig — unabhängig von der Rechtsformvariante. Der Kleinunternehmerstatus betrifft nur die Umsatzsteuer.

Geprüfte Quellen & Rechtsgrundlagen

  • • § 5a GmbHG (Unternehmergesellschaft) — gesetze-im-internet.de.
  • • Gerichts- und Notarkostengesetz (GNotKG) — gesetze-im-internet.de.
  • • firma.de: "UG & GmbH gründen: Kosten 2026 mit Rechner" (Referenzwerte 2026: UG 464,89 € Notar/Register; 495,89 € gesamt; Musterprotokoll Ziffer 5).
  • • Kammergericht, Beschluss 22 W 67/14 (Kostenübernahme bis zur Höhe des Stammkapitals).
  • • de.wikipedia.org: Unternehmergesellschaft (haftungsbeschränkt) (MoMiG 2008, Rechtsformvariante).