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Alltag & Rechner • Geprüfte Rechenlogik 2026/2027

Unternehmensbewertung-rechner: Wert ermitteln

Der unternehmensbewertung-rechner zeigt dir, was dein Unternehmen nach den drei anerkannten Verfahren wert ist: Du gibst Umsatz, EBIT oder EBITDA ein und erhältst die Wertspanne nach Multiplikatorverfahren, Ertragswertverfahren (IDW S 1) und Discounted Cashflow — inklusive der aktuellen Branchen-Multiples 2026. So gehst du mit einer realistischen Preisvorstellung in Nachfolge- oder Verkaufsgespräche, statt dich auf Bauchgefühl oder Gerüchte zu verlassen. Stand: Oktober 2026.

Interaktiver Unternehmensbewertung-rechner

Offizieller BMF- & Gesetzesstand 2026/2027

Live-Berechnung

Jahresumsatz in €

Hilfe: Ergebnis vor Zinsen, Steuern und Abschreibungen

EBITDA in € (Hilfe: Ergebnis vor Zinsen, Steuern und Abschreibungen)

Hilfe: Bereinigt um Sondereffekte

Nachhaltiger Jahresertrag in € (Hilfe: Bereinigt um Sondereffekte)

Branche (Dropdown: Software, Maschinenbau, IT-Dienstleistung, Handel, Dienstleistung, S...

Geplanter freier Cashflow/Jahr in € (für DCF)

Standard 10

Abzinsungssatz in % (Standard 10)

Berechnungsergebnis
Ergebnis 1
2.348,50 €

Exakt ermittelt nach Vorgaben 2026

Detaillierte Aufschlüsselung
Ergebnis 2 642,80 €
Ergebnis 3 1.705,70 €
Effektiver Belastungssatz 27,4 %
Ergebnis exportieren:

Indikative Spanne auf Basis aktueller Marktdaten 2026; ersetzt keine professionelle Bewertung nach IDW S 1.

Auf den Punkt: Direkte Antwort

Es gibt keine einzelne Formel für den Unternehmenswert — in Deutschland gelten drei Verfahren als Standard. Das Multiplikatorverfahren rechnet EBIT oder EBITDA mal einen branchenüblichen Faktor: Aktuelle 2026-Anker sind etwa 5,4x EBITDA für DACH-KMU-Transaktionen (Dealsuite, H1-2026) und 7,3x bis 13,3x als Forward-Multiples börsennotierter Firmen (Grant Thornton, Mai 2026). Das Ertragswertverfahren (IDW S 1, der deutsche Bewertungsstandard) teilt den nachhaltigen Jahresertrag durch den Kapitalisierungszinssatz. Das DCF-Verfahren zinst geplante freie Cashflows mit den Kapitalkosten ab. Seriöse Bewertungen kombinieren mindestens zwei Verfahren und liefern eine Spanne statt einer Punktzahl.

So funktioniert der unternehmensbewertung-rechner

Der Rechner wendet alle drei Verfahren auf deine Zahlen an und zeigt die Spanne. Verfahren 1 — Multiplikator: Unternehmenswert = EBIT (oder EBITDA) × Branchen-Multiple.

Die Multiples stammen aus aktuellen Marktstudien 2026: Für KMU-Transaktionen in der DACH-Region liegt der durchschnittliche EBITDA-Multiple bei 5,4 (Dealsuite European M&A Monitor, H1-2026) — bei börsennotierten Vergleichsunternehmen deutlich höher, zum Beispiel 13,3x bei Software, 10,7x im Maschinenbau oder 7,3x bei Dienstleistungen (Grant Thornton Valuation Insights, 31.05.2026, Forward-Multiples). Der Rechner arbeitet mit KMU-Transaktionsmultiples als Basis und schlägt dir den passenden Branchenkorridor vor.

Verfahren 2 — Ertragswert (IDW S 1): Unternehmenswert = nachhaltiger Jahresertrag ÷ Kapitalisierungszinssatz. Das ist der in Deutschland anerkannte Standard für die Unternehmensbewertung; der Kapitalisierungszinssatz bildet Basiszins plus Risikozuschlag ab.

Verfahren 3 — DCF: Unternehmenswert = Summe der abgezinsten freien Cashflows + abgezinster Endwert (Terminal Value). Du gibst die geplanten Cashflows der nächsten Jahre, den Abzinsungssatz (typischerweise die Kapitalkosten, WACC) und die ewige Wachstumsrate ein.

Der entscheidende Schritt ist die Synthese: Die drei Verfahren liefern drei Werte, die selten identisch sind. Der Rechner zeigt dir die Spanne und markiert, welches Verfahren bei deinem Unternehmenstyp das meiste Gewicht verdient — bei stabilen Gewinnen der Ertragswert, bei starkem Wachstum der DCF, bei vergleichbaren Markttransaktionen der Multiplikator.

Was ändert sich 2026 / 2027?

Die Bewertungsstandards sind stabil: IDW S 1 bleibt der Maßstab für das Ertragswertverfahren, und an den Formeln ändert sich nichts. Was sich ändert, sind die Marktpreise — und damit die Multiples.

Der europäische Durchschnitts-EBITDA-Multiple für KMU-Transaktionen liegt im ersten Halbjahr 2026 bei 5,3, die DACH-Region bei 5,4 (Dealsuite, September 2026) — also praktisch stabil gegenüber dem Vorjahr. Die Branchenunterschiede bleiben groß: Software und Maschinenbau handeln deutlich über dem Durchschnitt, Handel und Gebrauchsgüter darunter. Für vertiefende Berechnungen können Sie direkt den Welche Rechtsform passt zu deinem Unternehmen? heranziehen.

Für 2027 gibt es keine angekündigten Änderungen an den Bewertungsstandards. Was du im Blick behalten solltest: Steigende oder fallende Kapitalmarktzinsen verschieben den Kapitalisierungszinssatz im Ertragswertverfahren und den WACC im DCF — bei höheren Zinsen sinkt der Unternehmenswert rechnerisch.

Der Rechner aktualisiert die Branchen-Multiples jährlich, sodass deine Bewertung nicht mit veralteten Faktoren arbeitet.

Beispielrechnung: Maschinenbau-Betrieb, 500.000 € EBITDA

Ein inhabergeführter Maschinenbauer, 3,2 Mio. € Umsatz, 500.000 € EBITDA, nachhaltiger Jahresertrag 400.000 €. Alle drei Verfahren am selben Unternehmen:

Multiplikatorverfahren: 500.000 € EBITDA × 7,0 (illustrativer KMU-Korridor für Industrie, zwischen DACH-Transaktionsdurchschnitt 5,4 und Börsenmedian 10,7) = 3.500.000 €.

Ertragswertverfahren (IDW S 1): 400.000 € nachhaltiger Ertrag ÷ 0,08 (Kapitalisierungszinssatz 8 %, beispielhafte Annahme) = 5.000.000 €.

DCF-Verfahren: Freier Cashflow 300.000 € pro Jahr über 5 Jahre, Abzinsung 10 %, ewiges Wachstum 1 %. Barwert der 5 Cashflows: 300.000 € × 3,7908 = 1.137.237 €. Endwert: 303.000 € ÷ 0,09 = 3.366.667 €, abgezinst 2.090.426 €. Summe: 3.227.663 €, also rund 3,23 Mio. €. Zur optimalen Gesamtplanung empfiehlt sich ergänzend unser praktischer Steuerbelastung deines Unternehmens berechnen.

Ergebnisspanne: 3,23 bis 5,0 Mio. €. Der unternehmensbewertung-rechner markiert die Schnittmenge: Multiplikator und DCF liegen nah beieinander (3,2–3,5 Mio. €) — ein starkes Signal, dass der faire Transaktionspreis eher in diesem Bereich liegt als beim theoretischen Ertragswert.

Typische Fehler

  • Börsen-Multiples auf KMU anwenden. 13,3x EBITDA bei börsennotierter Software heißt nicht 13,3x für deinen Betrieb — der Small-Firm-Premium zieht bei kleinen Transaktionen deutlich ab (DACH-KMU-Schnitt: 5,4x).
  • Nur ein Verfahren rechnen. Jede Methode hat blinde Flecken; erst die Spanne aus zwei bis drei Verfahren ist verhandlungsfest.
  • Einmalige Sondereffekte im Ertrag mischen. Corona-Nachholeffekte, Einmalaufträge oder Inhaber-Sonderkosten verzerren den "nachhaltigen" Ertrag — bereinige sie.
  • Wachstum doppelt zählen. Wer im DCF hohes Wachstum und gleichzeitig einen hohen Multiple ansetzt, bewertet dasselbe Wachstum zweimal.
  • Schulden und Kasse vergessen. Multiplikatorwerte beziehen sich auf den Unternehmensgesamtwert (Enterprise Value) — Bankschulden abziehen, Kasse dazurechnen, sonst vergleichst du Äpfel mit Birnen.
  • Steuern ignorieren. Der Käufer zahlt den Preis aus versteuertem Geld; die Nachsteuer-Betrachtung gehört in jede Verkaufsplanung.

Sonderfälle / Ausnahmen

  • Verlustunternehmen: Negative EBITs machen Multiplikatoren sinnlos — hier zählen Umsatz-Multiples oder der Substanzwert (Vermögen minus Schulden) als Untergrenze.
  • Personenabhängige Betriebe: Ist der Wert an den Inhaber gebunden (Berater, Arztpraxis), zieht der Markt einen deutlichen Abschlag ab — der Käufer kauft das Risiko des Weggangs gleich mit.
  • Start-ups ohne Gewinne: Klassische Verfahren versagen; üblich sind Umsatz-Multiples, Meilenstein-Bewertungen oder die Venture-Capital-Methode — der Rechner weist in diesem Fall auf die Grenzen hin.
  • Immobilien im Betriebsvermögen: Betriebsnotwendige Immobilien werden mitbewertet, nicht betriebsnotwendige separat — sonst verzerrt der Immobilienwert die operative Bewertung.
  • Minderheitsanteile: Für Anteile unter 50 % gelten Abschläge (Fungibilitäts- und Minderheitenabschlag) von oft 20–30 % gegenüber dem anteiligen Gesamtwert.
  • Saisonale Schwankungen: Bei stark saisonalen Geschäften rechnet der Rechner mit dem Zwölf-Monats-Durchschnitt statt mit dem besten Quartal.
  • Konzernverflechtungen: Verrechnungspreise mit verbundenen Unternehmen müssen auf Fremdvergleichsniveau bereinigt werden, sonst ist der Ertrag nicht nachhaltig.
  • Nachfolge in der Familie: Hier spielen neben dem Marktwert auch Schenkungsteuer-Freibeträge und Verschonungsregeln eine Rolle — der steuerlich optimale Preis weicht oft vom Marktpreis ab.

Was bedeutet das Ergebnis für dich?

Die Wertspanne ist deine Verhandlungsbasis: Der untere Rand ist dein Schmerzpunkt, der obere Rand dein Wunschpreis — dazwischen liegt der realistische Deal, wie ihn der unternehmensbewertung-rechner ausweist. Nutze die Spanne, um Kaufinteressenten zu filtern: Wer deutlich unter dem unteren Rand bietet, verhandelt nicht ernsthaft.

Bereite außerdem die Unterlagen vor, die jeder Käufer sehen will: drei Jahre Bilanzen und BWA, Kundenstruktur, Verträge mit Schlüsselmitarbeitern, Auftragsbestand.

Und ein ehrlicher Hinweis: Dieser Rechner ersetzt keine professionelle Unternehmensbewertung — er gibt dir die Größenordnung und die Argumente. Für den tatsächlichen Verkauf brauchst du einen Wirtschaftsprüfer oder M&A-Berater mit IDW-S-1-Gutachten, gerade wenn es um Nachfolge, Scheidung oder Erbauseinandersetzung geht.

Die Kosten dafür (oft 5.000–25.000 € je nach Unternehmensgröße) sind im Verhältnis zum Transaktionsvolumen gut investiert.

Mathematische Formel-Spezifikation

Exakte Berechnungsvorschrift nach Gesetzesgrundlage

- **Multiplikatorverfahren:** Unternehmenswert (EV) = EBITDA × Branchen-Multiple. Multiple-Basis 2026: DACH-KMU-Transaktionen 5,4 (Dealsuite, H1-2026); Branchenkorridore: Software 13,3 / Maschinenbau 10,7 / IT-Dienstleistung 7,3 / Handel & Vertrieb 8,9 / Dienstleistung 7,3 (Grant Thornton Valuation Insights 31.05.2026, Forward-EV/EBITDA-Mediane börsennotierter Unternehmen — als Obergrenze gekennzeichnet, KMU-Transaktionswerte als Basis). - **Ertragswertverfahren (IDW S 1):** Unternehmenswert = nachhaltiger Jahresertrag ÷ Kapitalisierungszinssatz. Standard-Kapitalisierungszinssatz 8 % (anpassbar, dokumentiert als Annahme). - **DCF-Verfahren:** Unternehmenswert = Σ (FCF_t ÷ (1+r)^t) für t=1..5 + Terminal Value ÷ (1+r)^5; Terminal Value = FCF_5 × (1+g) ÷ (r−g). Standard: r = 10 %, g = 1 % (anpassbar). - **Equity Value:** EV − Finanzschulden + Kassenbestand (eigene Eingabefelder). - **Eingaben:** Umsatz, EBITDA, nachhaltiger Ertrag, Branche, FCF/Jahr, Abzinsungssatz, ewige Wachstumsrate, Schulden, Kasse. - **Ausgaben:** drei Verfahrenswerte, Wertspanne, Hinweis auf Small-Firm-Premium bei KMU.

Häufig gestellte Fragen (FAQ)

Alles Wissenswerte zu Voraussetzungen, Gesetzen und Besonderheiten

1 Was ist mein Unternehmen wert — gibt es eine Faustformel?

Die gängigste Faustformel ist EBITDA mal Branchen-Multiple. Für DACH-KMU-Transaktionen liegt der Schnitt aktuell bei 5,4x EBITDA (Dealsuite, H1-2026). Das ist aber nur ein Anker — Ertragswert und DCF gehören zur seriösen Bewertung dazu.

2 Welches Bewertungsverfahren ist das richtige für mein Unternehmen?

Bei stabilen Gewinnen das Ertragswertverfahren (IDW S 1), bei starkem Wachstum der DCF, bei vielen vergleichbaren Transaktionen der Multiplikator. In der Praxis kombiniert man mindestens zwei Verfahren.

3 Was ist der Unterschied zwischen Ertragswert und DCF?

Beide betrachten künftige Erträge, aber unterschiedlich: Der Ertragswert kapitalisiert einen nachhaltigen Jahresertrag mit einem Zinssatz, der DCF zinst jeden einzelnen geplanten Cashflow mit den Kapitalkosten ab. Der DCF ist flexibler, aber anfälliger für optimistische Annahmen.

4 Welcher EBITDA-Multiple ist 2026 üblich?

Kommt auf die Branche an: KMU-Transaktionen in DACH im Schnitt 5,4x (Dealsuite). Börsennotierte Vergleichswerte liegen höher — zum Beispiel Software 13,3x, Maschinenbau 10,7x, Dienstleistungen 7,3x (Grant Thornton, Mai 2026). Für kleine Betriebe gilt der Transaktionswert, nicht der Börsenwert.

5 Zählt der Umsatz oder der Gewinn für die Bewertung?

Der Gewinn (EBIT/EBITDA) — der Umsatz-Multiple ist nur ein Notnagel bei Verlustunternehmen. Zwei Firmen mit gleichem Umsatz, aber unterschiedlicher Marge sind völlig unterschiedlich viel wert.

6 Was ist das Small-Firm-Premium?

Der Abschlag, den kleine Unternehmen gegenüber großen Vergleichsfirmen hinnehmen müssen: Höheres Risiko, geringere Fungibilität, Inhaberabhängigkeit. Deshalb liegen KMU-Transaktionsmultiples deutlich unter Börsenmultiples.

7 Was kostet eine professionelle Unternehmensbewertung?

Ein IDW-S-1-Gutachten vom Wirtschaftsprüfer kostet je nach Größe und Komplexität typischerweise 5.000 bis 25.000 €. Für erste Gespräche reicht oft eine indikativen Bewertung durch einen M&A-Berater.

8 Wie wirkt sich die Nachfolge auf den Preis aus?

Familieninterne Nachfolgen laufen oft unter Marktwert (mit Schenkungsteuer-Verschonung), externe Verkäufe zum Marktpreis. Der Rechner zeigt den Marktwert — der familieninterne Preis ist eine separate steuerliche Optimierung.

9 Werden Schulden vom Unternehmenswert abgezogen?

Ja. Der Multiple-Wert ist der Enterprise Value (Gesamtunternehmenswert). Der Kaufpreis für die Anteile (Equity Value) ergibt sich aus Enterprise Value minus Finanzschulden plus Kassenbestand.

Geprüfte Quellen & Rechtsgrundlagen

  • • IDW S 1 (Grundsätze zur Durchführung von Unternehmensbewertungen) — Institut der Wirtschaftsprüfer.
  • • Dealsuite: European M&A Monitor, September 2026 (EBITDA-Multiples Europa 5,3 / DACH 5,4, H1-2026).
  • • Grant Thornton: Valuation Insights, 31.05.2026 (Forward-EV/EBITDA-Mediane nach Branche).
  • • carlfinance.de: Unternehmenswert-Rechner (Methodenüberblick: Ertragswert, Substanzwert, Multiplikator, DCF).