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Finanzen & Kredite • Geprüfte Rechenlogik 2026/2027

Etf-sparplan-rechner: Rendite nach Kosten

Du steckst jeden Monat 200 Euro in einen ETF-Sparplan und fragst dich, was daraus in 20 oder 30 Jahren wird. Die kurze Antwort der meisten Rechner lautet: „7 % p. a." – doch diese Zahl sagt wenig aus, solange niemand erklärt, welche Kosten davon abgehen und wie realistisch die Annahme überhaupt ist. Der etf-sparplan-rechner rechnet ehrlich: Du gibst Sparrate, Startkapital, Rhythmus, Renditeannahme, Laufzeit und die TER deines ETF ein und siehst Endkapital, eingezahltes Kapital, Wertzuwachs und die Summe, die dich die Fondskosten über die Laufzeit kosten. So vergleichst du nicht nur Sparpläne, sondern verstehst, warum zwei ETFs mit derselben Indexrendite am Ende spürbar unterschiedliche Ergebnisse liefern.

Interaktiver Etf-sparplan-rechner

Offizieller BMF- & Gesetzesstand 2026/2027

Live-Berechnung
Euro
Jahre
vor Kosten
optional
optional
Berechnungsergebnis
Endkapital
2.348,50 €

Exakt ermittelt nach Vorgaben 2026

Detaillierte Aufschlüsselung
Einzahlungen gesamt 642,80 €
Wertzuwachs 1.705,70 €
Effektiver Belastungssatz 27,4 %
Ergebnis exportieren:

„Modellrechnung mit deinen Annahmen – keine Prognose und keine Anlageberatung. Vergangene Renditen sind keine Garantie für künftige Erträge.

Auf den Punkt: Direkte Antwort

Das Endkapital eines ETF-Sparplans ergibt sich aus deinen Einzahlungen plus dem Wertzuwachs, der mit der angenommenen Jahresrendite wächst – abzüglich der laufenden Fondskosten (TER), die den Zinseszinseffekt jedes Jahr ein wenig bremsen. Realistische Renditeannahmen für einen breit gestreuten Welt-ETF liegen in der Größenordnung von 5 bis 8 % p. a. vor Kosten, Steuern und Inflation; langfristige Sparplan-Auswertungen des Deutschen Aktieninstituts zeigen für 20-jährige MSCI-World-Sparpläne im Schnitt 8,6 % p. a., im schlechtesten Fall 2,2 % und im besten 15,4 %. Auf die Gewinne fallen Abgeltungsteuer und Solidaritätszuschlag an – bei Aktien-ETFs mit 30 % Teilfreistellung und bis zum Sparerpauschbetrag von 1.000 Euro (2.000 Euro für Paare) steuerfrei.

So funktioniert die Berechnung beim etf-sparplan-rechner

Der Rechner simuliert deinen Sparplan Jahr für Jahr. Zuerst addiert er alle Einzahlungen: monatliche Sparrate mal zwölf mal Jahre, plus ein eventuelles Startkapital.

Dann verzinst er das wachsende Kapital mit deiner Renditeannahme abzüglich der TER – denn die Fondskosten werden dem Fondsvermögen laufend entnommen und schmälern damit genau wie eine niedrigere Rendite den Zinseszinseffekt. Wählst du eine Sparplan-Dynamik (zum Beispiel plus 3 % Sparrate pro Jahr), erhöht der Rechner deine Rate jedes Jahr entsprechend und rechnet den Effekt sauber mit.

Wichtig ist der Unterschied zwischen zwei Kostenbegriffen: Die TER (Total Expense Ratio) ist die offiziell ausgewiesene Gesamtkostenquote deines ETF, zum Beispiel 0,20 % bei einem MSCI-World-ETF. Die Tracking-Differenz ist dagegen die tatsächliche Abweichung der Fondsrendite von der Indexrendite – sie enthält neben der TER auch Wertpapierleiheerträge, Steuern auf Dividenden und Transaktionskosten.

In der Praxis weicht die Tracking-Differenz von der TER oft um einige Hundertstel Prozentpunkte ab, mal nach oben, mal nach unten. Deshalb ist die TER eine gute, aber nicht perfekte Näherung: Ein ETF mit 0,20 % TER erwirtschaftet nicht automatisch exakt 0,20 % weniger als sein Index.

Bei thesaurierenden ETFs berücksichtigt der Rechner außerdem die Vorabpauschale: Für thesaurierte Erträge fällt jedes Jahr eine kleine Steuerzahlung an, die sich am Basiszins orientiert (3,20 % für das Anlagejahr 2026 laut BMF-Schreiben). Details dazu gehören in den Vorabpauschale-Rechner; hier genügt zu wissen, dass thesaurierende ETFs keinen Steueraufschub „für lau" bieten. Für vertiefende Berechnungen können Sie direkt den Zinseszins-Rechner heranziehen.

Was ändert sich 2026 / 2027?

2026 bleibt der steuerliche Rahmen stabil: Abgeltungsteuer 25 % plus 5,5 % Solidaritätszuschlag darauf (26,375 % effektiv), Sparerpauschbetrag 1.000 Euro (2.000 Euro für Paare), 30 % Teilfreistellung für Aktienfonds – alles unverändert. Der Basiszins für die Vorabpauschale liegt für 2026 bei 3,20 % und ist damit spürbar höher als 2025 (2,53 %); bei thesaurierenden ETFs fällt die jährliche Vorabpauschale 2026 also höher aus.

Für 2027 ist der Basiszins noch nicht bekannt – er wird erst Anfang Januar 2027 veröffentlicht. Nach aktuellem Stand (Oktober 2026) ist keine Änderung der Abgeltungsteuer für 2027 beschlossen; politische Reformdebatten zum Kapitalertragsteuersatz laufen, sind aber noch keine beschlossene Sache – Details pflegen wir im Steuerreform-Rechner, sobald etwas feststeht.

Beispielrechnung

Sparplan: 250 Euro monatlich, kein Startkapital, 25 Jahre Laufzeit, 6 % Jahresrendite nach Kosten, monatliche Ausführung zum Monatsende. Vereinfachte Jahresrechnung: 3.000 Euro Einzahlungen pro Jahr wachsen mit 6 % p. a.

  • Einzahlungen gesamt: 250 × 12 × 25 = 75.000 Euro
  • Endkapital: 3.000 × ((1,06^25 − 1) / 0,06) = 164.593,54 Euro
  • Wertzuwachs: 164.593,54 − 75.000 = 89.593,54 Euro

Der Rechner rechnet bei monatlicher Gutschrift noch genauer (jede Rate verzinst sich ab ihrem Einzahlungsmonat), das Ergebnis liegt in derselben Größenordnung. Jetzt der Kosteneffekt: Nimm denselben Sparplan mit 200 Euro monatlich über 30 Jahre, einmal mit 7 % und einmal mit 6,8 % Nettorendite – also 0,20 % TER-Differenz.

Bei 7 % landest du bei 226.705,89 Euro, bei 6,8 % bei 218.709,50 Euro. Dieselben Einzahlungen, derselbe Index – allein 0,20 % Kostenunterschied kosten dich 7.996,39 Euro Endkapital.

Das ist der Grund, warum die TER-Frage beim ETF-Sparplan keine Nebensache ist. Zur optimalen Gesamtplanung empfiehlt sich ergänzend unser praktischer Vorabpauschale-Rechner.

Typische Fehler

  1. Mit Bruttorendite rechnen, netto ausgeben.

Wer 7 % einsetzt, aber 0,20 % TER ignoriert, überschätzt sein Endkapital über 30 Jahre um mehrere Tausend Euro. Zieh die Kosten immer von der Renditeannahme ab.

  1. Fantasiierendite statt Bandbreite.

„10 % p. a., weil der Markt das mal geschafft hat" – langfristige Sparplan-Auswertungen zeigen: Der Schnitt über 20 Jahre liegt bei 8,6 %, aber es gab auch 20-Jahre-Fenster mit nur 2,2 %. Rechne mit 5 bis 7 % als Basis und prüfe daneben ein pessimistisches Szenario.

  1. Thesaurierer = steuerfrei glauben.

Die Vorabpauschale besteuert thesaurierte Erträge jährlich; sie mindert deine Liquidität, auch wenn du nichts verkaufst. 4.

Ordergebühren vergessen. Ein Euro Ausführungsgebühr pro Sparplanrate klingt nach nichts – bei 25 Euro Sparrate sind das 4 % Kosten pro Ausführung.

Nutze kostenlose Sparplanausführungen. 5.

Rhythmus ignorieren. Monatlich, vierteljährlich oder jährlich – der Unterschied im Endkapital ist klein, aber der Rechner muss den gewählten Rhythmus abbilden, sonst lügt die Zahl.

  1. Einmalzahlung und Sparplan vermischen.

Ein Startkapital von 10.000 Euro verzinst sich vom ersten Tag an; Sparraten erst ab Einzahlung. Beides in einen Topf zu werfen verzerrt die Rendite.

Sonderfälle / Ausnahmen

  • Sparplan-Dynamik: Erhöhst du die Rate jährlich um 3 %, steigen Endkapital und Einzahlungen überproportional – der etf-sparplan-rechner bildet das ab. Realistisch ist die Dynamik nur, wenn dein Einkommen mitwächst.
  • Sparplan pausieren: Pausen kosten dich den Zinseszins auf die ausgefallenen Raten. Drei Jahre Pause zu Beginn eines 30-Jahre-Plans wirken stärker als drei Jahre am Ende.
  • Wechsel des ETF: Verkaufst du Anteile, um in einen billigeren ETF umzuschichten, werden die Gewinne steuerpflichtig – der Steuereffekt frisst den Kostenvorteil oft für Jahre auf. Rechne den Break-even vorher.
  • Freibetrag und Verrechnung: Gewinne aus dem Sparplan lassen sich mit Verlusten aus anderen Aktiengeschäften verrechnen (Verlustverrechnungstopf). Der Rechner zeigt die Bruttorechnung; deine Bank rechnet mit deinem persönlichen Freistellungsauftrag.
  • Gemeinschaftsdepot: Bei Paaren verdoppelt sich der Sparerpauschbetrag nicht automatisch pro Person im Gemeinschaftsdepot – die Aufteilung folgt dem Freistellungsauftrag.
  • Sparplan im Alter: Wer kurz vor der Rente steht, sollte die Aktienquote senken; ein ETF-Sparplan mit 100 % Aktien ist kein Altersvorsorgeprodukt für die letzten fünf Jahre.

Was bedeutet das Ergebnis für dich?

Dein Ergebnis besteht aus drei Zahlen: Einzahlungen, Wertzuwachs, Endkapital – plus der TER-Schadenssumme. Lies sie so: Die Einzahlungen sind der Teil, den du kontrollierst (Sparrate, Disziplin, Dauer).

Der Wertzuwachs ist der unsichere Teil (Renditeannahme!). Die TER-Summe ist der Teil, den du sofort und sicher beeinflussen kannst – durch die Wahl eines günstigen ETF.

Konkret: Liegt dein Ergebnis unter deinem Sparziel, erhöhe zuerst die Sparrate oder die Laufzeit, nicht die Renditeannahme. Der etf-sparplan-rechner ist dafür da, genau diese Stellschrauben durchzuspielen, bevor du dich festlegst.

Und denke daran: Das Ergebnis ist eine Modellrechnung mit deinen Annahmen, keine Prognose – es ersetzt keine Anlageberatung.

Mathematische Formel-Spezifikation

Exakte Berechnungsvorschrift nach Gesetzesgrundlage

- **Endkapital (Jahresvereinfachung):** E = S_jahr × ((1 + r_net)^n − 1) / r_net + K_0 × (1 + r_net)^n; S_jahr = Jahressumme der Sparraten, r_net = (Renditeannahme − TER) / 100, n = Laufzeit in Jahren, K_0 = Startkapital. - **Monatliche Simulation (präzise):** Für Monat m = 1..(n×12): K_m = (K_{m−1} + Rate_m) × (1 + r_net)^(1/12); Rate_m = Sparrate × (1 + Dynamik)^(⌊(m−1)/Rhythmus_Monate⌋). Ausführungsgebühr wird von jeder Rate abgezogen. - **TER-Schadenssumme:** E(r_brutto) − E(r_brutto − TER) mit identischen Einzahlungen. - **Steuer-Hinweiswerte (Anzeige, keine Berechnung):** Abgeltungsteuer 25 % + 5,5 % Solidaritätszuschlag = 26,375 % (§ 32d EStG); Teilfreistellung 30 % für Aktienfonds (§ 20 InvStG); Sparerpauschbetrag 1.000 / 2.000 Euro (§ 20 Abs. 9 EStG); Basiszins 2026 für Vorabpauschale: 3,20 % (BMF-Schreiben 13.01.2026, § 18 InvStG). - **Renditeanker (Anzeigebereich):** DAI-Rendite-Dreieck MSCI World, monatlicher Sparplan, 20 Jahre: Ø 8,6 % p. a., schlechtester Fall 2,2 %, bester Fall 15,4 % (DAI, Stand 31.12.2024). - **Rundung:** Euro-Beträge auf 2 Nachkommastellen, Prozent auf 2 Nachkommastellen.

Häufig gestellte Fragen (FAQ)

Alles Wissenswerte zu Voraussetzungen, Gesetzen und Besonderheiten

1 Welche Rendite soll ich im ETF-Sparplanrechner ansetzen?

Für einen breit gestreuten Welt-ETF sind 5 bis 7 % p. a. vor Kosten eine ehrliche Basisannahme. Langfristige Auswertungen des Deutschen Aktieninstituts zeigen für 20-jährige MSCI-World-Sparpläne im Schnitt 8,6 %, im schlechtesten Fenster 2,2 % und im besten 15,4 %. Rechne deshalb immer auch ein pessimistisches Szenario mit 3 bis 4 % durch – so siehst du, ob dein Plan auch dann noch aufgeht.

2 Was ist die TER und warum ist sie so wichtig?

Die TER (Total Expense Ratio) ist die jährliche Gesamtkostenquote deines ETF, z. B. 0,20 %. Sie wird dem Fondsvermögen laufend entnommen und wirkt wie eine dauerhaft niedrigere Rendite. Über 30 Jahre kosten dich 0,20 % TER bei 200 Euro Monatsrate rund 8.000 Euro Endkapital – deshalb lohnt der Vergleich günstiger ETFs.

3 Was ist der Unterschied zwischen TER und Tracking-Differenz?

Die TER ist die ausgewiesene Kostenquote, die Tracking-Differenz die tatsächliche Abweichung der Fondsrendite vom Index. Sie enthält zusätzlich Wertpapierleiheerträge, Quellensteuern und Handelskosten. Beide liegen meist nahe beieinander, können aber um einige Hundertstel Prozentpunkte auseinanderliegen – in beide Richtungen.

4 Werden die Gewinne meines ETF-Sparplans versteuert?

Ja. Beim Verkauf fallen 25 % Abgeltungsteuer plus 5,5 % Solidaritätszuschlag darauf an (26,375 % auf den steuerpflichtigen Teil), ggf. Kirchensteuer. Bei Aktien-ETFs sind 30 % der Erträge durch die Teilfreistellung steuerfrei. Bis zum Sparerpauschbetrag von 1.000 Euro (2.000 Euro für Paare) bleiben Gewinne steuerfrei – dafür brauchst du einen Freistellungsauftrag bei deiner Bank.

5 Was ist die Vorabpauschale bei thesaurierenden ETFs?

Thesaurierte (nicht ausgeschüttete) Erträge werden jedes Jahr pauschal besteuert – das ist die Vorabpauschale. Sie orientiert sich am Basiszins (2026: 3,20 %) und wird Anfang des Folgejahres fällig. Beim späteren Verkauf wird sie angerechnet, sodass keine Doppelbesteuerung entsteht.

6 Lohnt sich ein ETF-Sparplan auch mit kleinen Beträgen?

Ja, sofern die Ausführung kostenlos ist. Bei kostenlosen Sparplanausführungen schadet eine kleine Rate nicht – der Zinseszins arbeitet mit jedem Euro. Kritisch wird es nur bei Ausführungsgebühren: 1 Euro Gebühr auf 25 Euro Rate sind 4 % Kosten pro Ausführung.

7 Monatlich oder vierteljährlich sparen – was ist besser?

Der Unterschied im Endkapital ist gering; monatliches Sparen verzinst jede Rate etwas früher und glättet Kursschwankungen feiner (Cost-Average-Effekt). Wichtiger als der Rhythmus ist, dass du ihn durchhältst – wähle, was zu deinem Gehaltseingang passt.

8 Sollte ich die Sparrate jährlich erhöhen (Dynamik)?

Eine Dynamik von z. B. 3 % pro Jahr bildet Gehaltssteigerungen ab und erhöht das Endkapital spürbar. Sie ist sinnvoll, wenn dein Einkommen tatsächlich mitwächst – sonst wird die Rate irgendwann zur Belastung und du brichst den Plan ab.

9 Was passiert, wenn ich den Sparplan pausiere?

Die ausgefallenen Raten verzinsen sich nicht – besonders Pausen zu Beginn der Laufzeit kosten dich überproportional viel Endkapital, weil der Zinseszins dann am längsten fehlt. Pausen am Ende der Laufzeit schmerzen weniger.

Geprüfte Quellen & Rechtsgrundlagen

  • • Deutsches Aktieninstitut (DAI): MSCI World-Rendite-Dreieck, monatlicher Sparplan, 50 Jahre, Stand 31.12.2024 (Ø 8,6 % p. a. bei 20 Jahren, 2,2 % / 15,4 % Bandbreite).
  • • BMF-Schreiben vom 13.01.2026: Basiszins 3,20 % für das Anlagejahr 2026 (§ 18 InvStG, Vorabpauschale).
  • • Gesetze im Internet: § 20 InvStG (Teilfreistellung), § 18 InvStG (Vorabpauschale), § 32d EStG (Abgeltungsteuer 25 %), § 20 Abs. 9 EStG (Sparerpauschbetrag).
  • • MSCI: Indexmethodik MSCI World (Total Return, Dividenden reinvestiert) – msci.com.